SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften

SEPA-Überweisungen_und_SEPA-LastschriftenGrundsätzlich müssen ab dem 1. Februar 2014 Unternehmen für alle Überweisungen und Lastschriften in Euro im SEPA-Raum die SEPA-Überweisung bzw. die SEPA-Lastschrift verwenden. Dafür muss neben der IBAN das XML-Format ISO 20022 bei gebündelter elektronischer Einlieferung verwendet werden. Dadurch wird eine durchgängige vollautomatisierte Verarbeitung des Zahlungsprozesses ermöglicht, bei dem keine erneute Dateneingabe oder andere manuelle Eingriffe notwendig sind.

Die Einführung des XML-Standards vereinheitlicht die heutige Vielzahl an nationalen Datenformaten im Zahlungsverkehr, insbesondere entfällt das bisher gebräuchliche Datenformat „DTAUS“ mit der SEPAUmstellung. Unternehmen, die in mehreren Ländern tätig sind, können dadurch ihren Aufwand für Formatpflege und Systemadministrierung deutlich reduzieren.

Hinweis: Bei der SEPA-Überweisung und SEPA-Lastschrift stehen statt 378 Zeichen künftig nur noch 140 Zeichen für den Verwendungszweck zur Verfügung.

Übungszimmer einer Musikerin als häusliches Arbeitszimmer

Übungszimmer_einer_Musikerin_als_häusliches_ArbeitszimmerEin häusliches Arbeitszimmer muss nicht zwingend mit bürotypischen Einrichtungsgegenständen ausgestattet sein oder für Bürotätigkeiten genutzt werden. Auch die Nutzung eines Zimmers durch eine Musikerin zur Ablage von Noten, Partituren, CDs und musikwissenschaftlicher Literatur erfüllt die Voraussetzungen für die Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers. Wenn dieses Zimmer dann noch zusätzlich zum Erarbeiten, Einstudieren und Proben von aufzuführenden Musikstücken genutzt wird, spricht dies zusätzlich für das Vorliegen eines steuerlich zu berücksichtigenden Arbeitszimmers.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs)

Mindestangaben in einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch

Mindestangaben_in_einem_ordnungsgemäßen_FahrtenbuchEin Fahrtenbuch ist nur dann ordnungsmäßig, wenn die Ausgangsund Endpunkte der jeweiligen Fahrten sowie die dabei aufgesuchten Geschäftspartner eingetragen sind. Diese Mindestangaben können nicht durch andere nicht im Fahrtenbuch enthaltene Auflistungen ersetzt werden. Dies hat der Bundesfinanzhof entschieden und dazu präzisiert, dass

  • ein Fahrtenbuch zeitnah und in gebundener Form geführt werden muss,
  • es nicht ausreicht, wenn die betreffenden Fahrten mit „Dienstfahrten“ o. ä. vermerkt werden, wobei Listen z. B. des Arbeitgebers solche Eintragungen nicht ersetzen können,
  • bei jeder einzelnen Fahrt Datum und Fahrtziele sowie der jeweilige Gesamtkilometerstand und die jeweils aufgesuchten Geschäftspartner/ Kunden oder die konkrete dienstliche Verrichtung aufgeführt werden,
  • bei einer einheitlichen beruflichen Reise die Geschäftspartner/Kunden im Fahrtenbuch in der zeitlichen Reihenfolge des Aufsuchens notiert werden.

Im entschiedenen Fall hatte ein Arbeitnehmer zwar ein gebundenes Fahrtenbuch geführt, dabei aber lediglich „Außendienst“ vermerkt, ohne die aufgesuchten Personen, Firmen usw. zu notieren. Den Hinweis auf den vom Arbeitgeber geführten elektronischen Terminkalender akzeptierte das Gericht nicht.

Hinweis: Jeder, der die Fahrtenbuchlösung wählt, muss sich darauf einstellen, erheblichen Verwaltungsaufwand bewältigen zu müssen. Insbesondere bei Vielfahrern ist dies zwar lästig, aber aus steuerlichen Gründen unerlässlich, wenn das Dienstfahrzeug nur geringfügig zu privaten Zwecken genutzt wird.

Bilanzierung von „angeschafften“ Pensionsrückstellungen

Werden im Rahmen eines Unternehmenskaufs Pensionsverpflichtungen übernommen, sind sie mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Es handelt sich dabei um den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten und abgezinsten Erfüllungsbetrag.

Auch zu den späteren Bilanzierungszeitpunkten kommt die sondergesetzlich vorgesehene steuerliche Teilwertberechnung nicht in Betracht. Es handelt sich dann zwar weiterhin um Pensionsverpflichtungen, deren Bewertung richtet sich aber auf Grund ihrer „Anschaffung“ nach den allgemeinen Grundsätzen. Die steuerrechtliche Sonderbewertung ist nur noch für Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen von Bedeutung. Diese Zuführungen erhöhen den mit den Anschaffungskosten ausgewiesenen Betrag zukünftig nur noch im Umfang der steuerrechtlich beschränkten Bewertungsmaßstäbe.

Eine kompensatorische Nichtberücksichtigung späterer Zuführungen, bis der steuerrechtlich zulässige Teilwert die Anschaffungskosten erreicht, ist unzulässig.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs)

Berücksichtigung der Finanzierungskosten

Bei der Bewertung der Rückstellung für Verpflichtung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen können Finanzierungskosten berücksichtigt werden

Sowohl in der Handels- als auch der Steuerbilanz sind Rückstellungen für die Verpflichtung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen zu bilden. Dabei können bei der Bewertung der Rückstellung neben Gebäude- und Einrichtungskosten auch Finanzierungskosten berücksichtigt werden.

In einem vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall hatte eine Sparkasse ihre gesamten liquiden Eigen- und Fremdmittel in einen Pool gegeben und hieraus die Aufwendungen ihres Geschäftsbetriebs finanziert (sog. Poolfinanzierung). Die Zinsen, die anteilmäßig den Aufbewahrungskosten zuzurechnen waren, ermittelte die Sparkasse nach der betriebswirtschaftlichen Gleichverteilungshypothese über den Anteil der Fremdkapitalquote.

Das Gericht akzeptierte die Berechnung der Sparkasse, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass bei Kreditinstituten die sog. Solvabilitätsgrundsätze zu beachten seien. Danach darf das Verhältnis des haftenden Eigenkapitals zur gewichteten Bilanzaktiva nicht niedriger als 8 % sein.

 

Außerordentliche Kündigung bei Arbeitszeitbetrug

Außerordentliche_Kündigung_bei_ArbeitszeitbetrugVerstößt der Arbeitnehmer gegen die Verpflichtung zur korrekten Dokumentation seiner Arbeitszeit, ist dies an sich geeignet, einen wichtigen Grund zur außerordentlichen Kündigung darzustellen. So entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz im Fall einer Museumsmitarbeiterin, deren handschriftliche Arbeitszeitaufzeichnungen falsche Angaben über insgesamt 12,5 tatsächlich nicht geleistete Arbeitsstunden enthielten.

Überlässt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern das Erfassen der Arbeitszeiten in eigener Zuständigkeit, ist das mit einem Vertrauensvorschluss verbunden. Das korrekte, zeitnahe Eintragen der Zeiten gehört zu den arbeitsvertraglichen Pflichten des Arbeitnehmers. Den Arbeitnehmern muss klar sein, dass eine Hinnahme falscher Eintragungen durch den Arbeitgeber ausgeschlossen ist, eine Abmahnung als milderes Mittel kommt damit nicht in Betracht.

Blaunasen vom Stadtilmer Carneval Club prämieren Faschingsdeko am Steuerbüro

Auch Stadtilm ist eine Hochburg des Thüringer Faschings. Wie in jedem Jahr beteiligte sich unser Niederlassung in Stadtilm am Wettbewerb der am schönsten geschmückten Häuser und hat die Fenster im Steuerbüro mit Bildern, Luftballons und Girlanden geschmückt und karnevalstauglich gestaltet.

Zum traditionellen Faschingsumzug hat eine Jury die Dekoration bewertet und uns als Sieger gekührt. Eine „Blaunase“ vom Stadtilmer Carneval Club hat den Preis direkt im Steuerbüro überreicht.


Ein kräftiges „Stadtilm – Helau“ und bis zum nächsten Jahr.

Ruschel & Coll. spendet 40 Rennenten an Stadtilmer Friedrich-Fröbel-Kita

Am 04.03.2013 überreichten unser Stadtilmer Niederlassungsleiter Christian Ruschel (Steuerberater) und Heidrun Schmidt 40 Rennenten an die Kinder des Friedrich-Fröbel-Kindergartens in Stadtilm. Mit den Enten startet der Kindergarten beim diesjährigen „Erfurter Entenrennen“ am 24. März im Luisenpark.

Theorie trifft Praxis – ARFH-Studenten zu Besuch bei febana Sömmerda

BildDie Studenten des Studiengangs Steuern und Prüfungswesen 2010 der Adam-Ries-Fachhochschule in Erfurt besuchten am 17.05.2013 die febana Feinmechanische Bauelemente GmbH in Sömmerda. Der Besuch fand im Rahmen der Vorlesung „Prüfungswesen“ im 6. Semester mit Dozentin Ilona Ruschel (Wirtschaftsprüferin/Steuerberaterin) statt.

Der Geschäftsführer der febana Feinmechanische Bauelemente GmbH, Herr Sven Höcker, führte die Studenten durch das mittelständische Produktionsunternehmen. Bei der Betriebsbesichtigung erhielten die Studenten einen umfassenden Einblick in die Produktions- und Verwaltungsgebäude des Unternehmens und informierten sich über die innerbetrieblichen Prozessabläufe. Für Wirtschaftsprüfer sind die „Inaugenscheinnahme“ und „Inventurbeobachtung“ gängige Prüfmethoden im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Somit konnten die Studenten nicht nur Schritt für Schritt nur den Weg der Produktion mitverfolgen, sondern auch die Überleitung von Inventur und Inventar in die Bilanz nachvollziehen.

Elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM-Verfahren) startet

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) plant, nach mehreren Verzögerungen, ab 01.11.2012 das ELStAM-Verfahren zu starten. Ab diesem Zeitpunkt können Arbeitgeber die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) der Arbeitnehmer mit Wirkung ab 01.01.2013 abrufen.

Arbeitgeber haben das ELStAM-Verfahren grundsätzlich für laufenden Arbeitslohn, der für einen nach dem 31.12.2012 endenden Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird und für sonstige Bezüge die nach dem 31.12.2012 zufließen, anzuwenden.