Außerordentliche Kündigung bei Arbeitszeitbetrug

Außerordentliche_Kündigung_bei_ArbeitszeitbetrugVerstößt der Arbeitnehmer gegen die Verpflichtung zur korrekten Dokumentation seiner Arbeitszeit, ist dies an sich geeignet, einen wichtigen Grund zur außerordentlichen Kündigung darzustellen. So entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz im Fall einer Museumsmitarbeiterin, deren handschriftliche Arbeitszeitaufzeichnungen falsche Angaben über insgesamt 12,5 tatsächlich nicht geleistete Arbeitsstunden enthielten.

Überlässt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern das Erfassen der Arbeitszeiten in eigener Zuständigkeit, ist das mit einem Vertrauensvorschluss verbunden. Das korrekte, zeitnahe Eintragen der Zeiten gehört zu den arbeitsvertraglichen Pflichten des Arbeitnehmers. Den Arbeitnehmern muss klar sein, dass eine Hinnahme falscher Eintragungen durch den Arbeitgeber ausgeschlossen ist, eine Abmahnung als milderes Mittel kommt damit nicht in Betracht.

Blaunasen vom Stadtilmer Carneval Club prämieren Faschingsdeko am Steuerbüro

Auch Stadtilm ist eine Hochburg des Thüringer Faschings. Wie in jedem Jahr beteiligte sich unser Niederlassung in Stadtilm am Wettbewerb der am schönsten geschmückten Häuser und hat die Fenster im Steuerbüro mit Bildern, Luftballons und Girlanden geschmückt und karnevalstauglich gestaltet.

Zum traditionellen Faschingsumzug hat eine Jury die Dekoration bewertet und uns als Sieger gekührt. Eine „Blaunase“ vom Stadtilmer Carneval Club hat den Preis direkt im Steuerbüro überreicht.


Ein kräftiges „Stadtilm – Helau“ und bis zum nächsten Jahr.

Ruschel & Coll. spendet 40 Rennenten an Stadtilmer Friedrich-Fröbel-Kita

Am 04.03.2013 überreichten unser Stadtilmer Niederlassungsleiter Christian Ruschel (Steuerberater) und Heidrun Schmidt 40 Rennenten an die Kinder des Friedrich-Fröbel-Kindergartens in Stadtilm. Mit den Enten startet der Kindergarten beim diesjährigen „Erfurter Entenrennen“ am 24. März im Luisenpark.

Theorie trifft Praxis – ARFH-Studenten zu Besuch bei febana Sömmerda

BildDie Studenten des Studiengangs Steuern und Prüfungswesen 2010 der Adam-Ries-Fachhochschule in Erfurt besuchten am 17.05.2013 die febana Feinmechanische Bauelemente GmbH in Sömmerda. Der Besuch fand im Rahmen der Vorlesung „Prüfungswesen“ im 6. Semester mit Dozentin Ilona Ruschel (Wirtschaftsprüferin/Steuerberaterin) statt.

Der Geschäftsführer der febana Feinmechanische Bauelemente GmbH, Herr Sven Höcker, führte die Studenten durch das mittelständische Produktionsunternehmen. Bei der Betriebsbesichtigung erhielten die Studenten einen umfassenden Einblick in die Produktions- und Verwaltungsgebäude des Unternehmens und informierten sich über die innerbetrieblichen Prozessabläufe. Für Wirtschaftsprüfer sind die „Inaugenscheinnahme“ und „Inventurbeobachtung“ gängige Prüfmethoden im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Somit konnten die Studenten nicht nur Schritt für Schritt nur den Weg der Produktion mitverfolgen, sondern auch die Überleitung von Inventur und Inventar in die Bilanz nachvollziehen.

Elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM-Verfahren) startet

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) plant, nach mehreren Verzögerungen, ab 01.11.2012 das ELStAM-Verfahren zu starten. Ab diesem Zeitpunkt können Arbeitgeber die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) der Arbeitnehmer mit Wirkung ab 01.01.2013 abrufen.

Arbeitgeber haben das ELStAM-Verfahren grundsätzlich für laufenden Arbeitslohn, der für einen nach dem 31.12.2012 endenden Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird und für sonstige Bezüge die nach dem 31.12.2012 zufließen, anzuwenden.

Sozialversicherungsrechtliche Neuregelung zu Minijobs

Die Verdienstgrenzen für geringfügige Beschäftigung – so genannte Minijobs – werden an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst. Die Entgeltgrenze für so genannte Minijobs wird ab dem 1. Januar 2013 von 400 € auf 450 € angehoben. Bei der Anhebung der sozialversicherungsrechtlichen Geringfügigkeitsgrenze auf 450 € zum 1.1.2013 handelt es sich nur um die Grenze für die Sozialversicherungsfreiheit von so genannten geringfügig entlohnten Beschäftigungen. Andere Fälle der Sozialversicherungsfreiheit wegen Geringfügigkeit, z. B. die Sozialversicherungsfreiheit von kurzzeitigen Beschäftigungen, sind von den Änderungen des neuen Gesetzes nicht betroffen.

Bisher war ein Arbeitnehmer bei Einhaltung der Geringfügigkeitsgrenze automatisch versicherungsfrei. Er konnte aber eine Rentenversicherungspflicht beantragen (Opt-in-Regelung). Ab 1.1.2013 wird die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung bei diesen Arbeitsverhältnissen zur Regel (Opt-out-Regelung). Arbeitnehmer können sich aber von dieser Pflicht auf Antrag befreien lassen.

Bei Personen, die bisher in der Rentenversicherung wegen Einhaltung der bisherigen Grenze von 400 € versicherungsfrei waren, verbleibt es über den 31.12.2012 hinaus bei der Versicherungsfreiheit, jedoch kann auf diese verzichtet werden.

Neue Basiszinssätze der Deutschen Bundesabank für 2013

Für die Bewertung nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens hat die Deutsche Bundesbank für das vereinfachte Ertragswertverfahren nach § 203 Absatz 2 BewG ab 02.01.2013 ein Basiszins von 2,04% errechnet.

Gemäß § 247 Abs. 2 BGB ist die Deutsche Bundesbank verpflichtet, den aktuellen Stand des Basiszinssatzes im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Der Basiszinssatzes nach § 247 Abs. 2 BGB fällt ab 01.01.2013 negativ aus und beträgt -0,13%.

Änderung des Reisekostenrechts ab 2014

Das steuerliche Reisekostenrecht wird ab dem 1.1.2014 vereinfacht und vereinheitlicht. So werden bei den Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen die Mindestabwesenheitszeiten verringert, sodass es statt bisher drei unterschiedlichen Abzugsbeträgen nur noch zwei gibt, nämlich 12 und 24 €. Für eintägige Dienstreisen ohne Übernachtung ab einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden und für den An- und Abreisetag bei einer mehrtägigen Dienstreise können pauschal 12 € berücksichtigt werden. Bei einer mehrtägigen Dienstreise und einer 24-stündigen Abwesenheit werden pauschal 24 € berücksichtigt.

Für die Fahrten zur regelmäßigen Arbeitsstätte wird gesetzlich festgelegt, dass es höchstens noch eine regelmäßige Arbeitsstätte je Dienstverhältnis gibt. Welche von mehreren Arbeitsstätten das ist, wird durch den Arbeitgeber oder anhand quantitativer Elemente festgelegt. Aus der regelmäßigen Arbeitsstätte wird begrifflich die erste Tätigkeitsstätte.

Versicherung eines Leasinggegenstands durch Leasinggeber

Die im Leasing bestehende Dienstleistung und die Versicherung des Leasingobjekts sind umsatzsteuerlich als eigene und selbstständige Dienstleistungen zu behandeln. Versichert der Leasinggeber das Leasingobjekt selbst und berechnet die Kosten der Versicherung an den Leasingnehmer weiter, handelt es sich um einen Versicherungsumsatz, der umsatzsteuerfrei ist.

(Quelle: Gerichtshof der Europäischen Union)

Unternehmer durch Blockheizkraftwerk im selbst genutzten Einfamilienhaus

Wer in seinem selbst genutzten Einfamilienhaus mit einem Blockheizkraftwerk neben Wärme auch regelmäßig Strom gegen Entgelt in das allgemeine Stromnetz liefert, ist Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Bei solchen Anlagen wird durch Verbrennen von Erdgas gleichzeitig Strom und Wärme produziert, wobei die anfallende Abwärme des Generators zum Heizen des Gebäudes sowie zur Warmwasseraufbereitung genutzt wird.

Wird Vorsteuerabzug aus der Anschaffung des Blockheizkraftwerks geltend gemacht, muss der Anteil von Wärme und Strom für den eigenen Bedarf als Entnahme umsatzversteuert werden.

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass als Bemessungsgrundlage für den entnommenen Strom der Marktpreis anzusetzen ist, der an den Energieversorger zu zahlen wäre. Nur wenn dieser nicht feststellbar ist, kommt ausnahmsweise der Ansatz von Selbstkosten in Betracht.