Einführung der E-Bilanz gemäß § 5b EStG

Nach § 5b EStG besteht für Steuerpflichtige, die ihren Gewinn nach §4 (1), §5 oder §5a EStG ermitteln, die Verpflichtung, den Inhalt der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz zu übermitteln.

Mit dem BMF-Schreiben vom 28. September 2011 wurde das endgültige Anwendungsschreiben für die elektronische Übermittlung von Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurde eine ab 2012 gültige Steuertaxonomie für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bekannt gegeben. Diese Taxonomie entspricht in der Ebene 1-5 der HGB-Taxonomie. Zusätzlich wurden die Ebenen 6-8 für steuerrelevante Sachverhalte eingefügt.

Verpflichtend ist die E-Bilanz für alle bilanzierenden Unternehmen ohne Rechtsform- oder Größenklassenunterschiede.

Im ersten Anwendungsjahr (Bilanzen für 2012) wird die herkömmliche Einreichung in Papierform noch nicht beanstandet. Für ausländische Unternehmen und steuerbegünstigte Körperschaften, gilt die Ausnahmeregelung bis 2015 (Bilanzen für 2014).

Für die praktische Umsetzung der E-Bilanz ist ab 01.01.2012 eine taxonomiekonforme Finanzbuchhaltung notwendig. Allein in den Standardkontenrahmen 03 und 04 wurden 175 Kontoänderungen auf Grund der E-Bilanz vorgenommen.

Unsere Kurzanleitung mit praktischen Hinweisen zur Umstellung der laufenden Finanzbuchhaltung auf die E-Bilanz-Taxonomie finden Sie hier. Außerdem hat der Arbeitsbereich „Elektronische Steuern“ der Finanzverwaltung eine Liste mit den häufigsten Fragen und Antworten zum Thema E-Bilanz erstellt.

Zum Thema E-Bilanz für gemeinnützige Organisationen hat Steuerberaterin Annette Sachse einen Fachartikel in der Zeitschrift für Stiftungs-und Vereinswesen (ZStV) veröffentlicht.

Als Pilot-Teilnehmer am E-Bilanz-Projekt des Bundesfinanzministeriums (BMF) verfügen wir bereits über einschlägige Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung und stellen diese gern zur Verfügung.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte: E-Bilanz@ruschel-collegen.de


Sie sind bereit für die E-Bilanz?! Aber ist es Ihre Software auch?

Eine Übersicht über die Softwarehersteller, welche eine E-Bilanz-Schnittstelle zur Finanzverwaltung anbieten, gibt es hier.

Vorgestellt: DRK in Erfurt

Schon seit Mitte 2009 engagiert sich unser Mitarbeiter Johannes Klingner, aus dem Team Einkommensteuer, ehrenamtlich beim Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes in Erfurt.

Dieser ist einer von 27 Kreisverbänden in Thüringen. Sitz des Kreisverbandes ist die Geschäftsstelle in der Mühlhäuser Str. 76. Der Kreisverband besteht aus ca. 483 ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie ca.130 hauptamtlichen Mitarbeitern, welche von ca. 2.229 fördernden Mitgliedern unterstützt werden.

Zu den Hauptaufgaben zählen ambulante und stationäre Pflege, Krankentransport und Rettungsdienst, Fahrdienst und Katastrophenschutz. Aber auch Absicherung von Fußballspielen, Konzerten oder Festveranstaltungen sowie Durchführung von Blutspenden und Unterstützung bei der Betreuung der Spender sind wichtige Bestandteile der Arbeit im Roten Kreuz. Um dies alles bestmöglich bewerkstelligen zu können, werden alle Mitglieder regelmäßig geschult und durch praktische Übungen wird das theoretisch erlernte Wissen gefestigt. Dies beginnt bei aktiven Mitgliedern schon im Jugendalter beim Jugendrotkreuz. Aber auch Nichtmitglieder können sich in Kursen das Wissen über erste Hilfe aneignen, sei es für den Führerschein oder als Ersthelfer in Unternehmen. Kurse finden einmal im Monat in der Geschäftsstelle des Roten Kreuzes statt.

Falls dieser kurze Einblick in die Arbeit des Roten Kreuzes ihr Interesse geweckt hat finden Sie weitere Informationen im Internet unter: www.drk-erfurt.de

Eingeschränkte Erreichbarkeit am 24. 6. 2013

Am 24. 6. 2013 ist unsere Kanzlei nur eingeschränkt erreichbar. Wir führen an diesem Tag ein internes Mitarbeiterseminar zu den Themen Dokumentenmanagementsystem sowie Qualitätsmanagement durch. Wir arbeiten mit dem Dokumenten-Management-System der Datev zur Dokumentenablage und Organisation. Hier archivieren und verwalten wir alle Dokumente und Belege in einer elektronischen Mandantenakte. Dokumente sind jederzeit und schnell auffindbar. So sind alle Mitarbeiter – z. B. bei Mandantenanfragen – sofort auskunftsfähig.

Darüber hinaus beschleunigen wir die bisher papiergebundenen Prozesse des Posteingangs und -ausgangs sowie der laufenden Bearbeitung. Auch Durchlaufzeiten für die Bearbeitung von Dokumenten reduzieren sich deutlich. Die Digitale Wiedervorlageund Kenntnisnahmefunktion unterstützen unsere Arbeitsabläufe zusätzlich. Das Dokumenten-Management-System ist für uns ein Instrument, unsere Kanzlei zu organisieren. Arbeitsabläufe, Zuständigkeiten, Vertretungsregelungen können festgelegt werden und helfen uns so, die Aufträge effizient und sicher zu bearbeiten.

ARFH-Studenten zu Besuch bei febana

Theorie_trifft_Praxis_ARFH-Studenten_zu_Besuch_bei_febanaDie Studenten aus dem Studiengang Steuern und Prüfungswesen 2010 der Adam-Ries-Fachhochschule in Erfurt besuchten am 17. 5. 2013 die febana Feinmechanische Bauelemente GmbH in Sömmerda. Der Besuch fand im Rahmen der Vorlesung „Prüfungswesen“ im 6. Semester mit Dozentin Ilona Ruschel (Wirtschaftsprüferin/Steuerberaterin) statt.

Der Geschäftsführer der febana Feinmechanische Bauelemente GmbH, Herr Sven Höcker, führte die Studenten durch das mittelständische Produktionsunternehmen. Bei der Betriebsbesichtigung erhielten die Studenten einen umfassenden Einblick in die Produktions- und Verwaltungsgebäude des Unternehmens und informierten sich über die innerbetrieblichen Prozessabläufe. Für Wirtschaftsprüfer sind die „Inaugenscheinnahme“ und „Inventurbeobachtung“ gängige Prüfmethoden im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.

Somit konnten die Studenten nicht nur Schritt für Schritt nur den Weg der Produktion mitverfolgen, sondern auch die Überleitung von Inventur und Inventar in die Bilanz nachvollziehen.

Wir begrüßen Anja Maier zurück im Team

Wir_begrüßen_Anja_Maier_zurück_im_TeamAb 3. 6. 2013 begrüßen wir Anja Maier nach Ihrer Baby-Pause zurück im Team bei Ruschel & Collegen. Frau Maier wird zukünftig überwiegend im Bereich Finanzbuchhaltung tätig sein.

Organisatorisch wechselt sie deshalb vom Team „Private Steuern“ in das Team „Rechnungswesen“ und ist ab Juni in unserem Objekt Goethestraße 22 zu erreichen.

Ehrenamt: Neuregelungen gelten rückwirkend ab dem 1.1.2013

Ehrenamt_Neuregelungen_gelten_rückwirkendEinnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit sind umsatzsteuerfrei, wenn a) die Tätigkeit für juristische Personen des öffentlichen Rechts ausgeübt wird oder b), wenn das gezahlte Entgelt (z. B. von einem Verein) nur in Auslagenersatz und einer angemessenen Entschädigung für Zeitversäumnis besteht.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hatte Anfang 2012 parallel zur Gesetzgebung die Kriterien für die Angemessenheit des Entgelts für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu b) ausgelegt. Nach Intervention des Deutschen Steuerberaterverbandes hat das Ministerium das Schreiben überarbeitet:

  • Liegt ein eigennütziges Erwerbsstreben oder eine Hauptberuflichkeit vor bzw. wird der Einsatz nicht für eine fremdnützig bestimmte Einrichtung erbracht, kann unabhängig von der Höhe der Entschädigung nicht von einer ehrenamtlichen Tätigkeit ausgegangen werden.

  • Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Zeitaufwand der Tätigkeit auf eine hauptberufliche Teilzeit oder sogar Vollzeitbeschäftigung hindeutet. Ein Entgelt, das nicht lediglich im Sinne einer Entschädigung für Zeitversäumnis oder eines Verdienstausfalls gezahlt wird, sondern sich an der Qualifikation des Tätigen und seiner Leistung orientiert, steht dem Begriff der ehrenamtlichen Tätigkeit entgegen.

In anderen Fällen ist

  • eine Entschädigung von 50 € pro Stunde als angemessen anzusehen,
  • wenn die Vergütung für die ehrenamtlichen Tätigkeiten (oben unter b) den Betrag von 17.500 € im Jahr nicht übersteigt. Die Einnahmen aus Tätigkeiten für juristische Personen des öffentlichen Rechts sind dabei also nicht zu erfassen.
  • Zur Ermittlung der Grenze von 17.500 € ist auf die tatsächliche Höhe der Aufwandsentschädigung im Vorjahr sowie auf die voraussichtliche Höhe der Aufwandsentschädigung im laufenden Jahr abzustellen.
  • Ein (echter) Auslagenersatz, der für die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Aufwendungen der ehrenamtlichen Tätigkeit vergütet wird, bleibt bei der Berechnung der Betragsgrenzen unberücksichtigt. Als Auslagenersatz werden z. B. auch Fahrtkostenersatz nach den pauschalen Kilometersätzen oder auch Verpflegungsmehraufwendungen anerkannt, sofern sie lohnsteuerlich ihrer Höhe nach als Reisekosten angesetzt werden könnten.

Wird eine monatliche oder jährliche pauschale Vergütung unabhängig vom tatsächlichen Zeitaufwand gezahlt, sind sämtliche Vergütungen umsatzsteuerpflichtig. Dies gilt für eine pauschal gezahlte Aufwandsentschädigung nicht, wenn der Vertrag, die Satzung oder der Beschluss eines laut Satzung hierzu befugten Gremiums zwar eine Pauschale vorsieht, aber zugleich festgehalten ist, dass der ehrenamtlich Tätige durchschnittlich eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Woche/Monat/Jahr für die fremdnützig bestimmte Einrichtung tätig ist und die Betragsgrenzen nicht überschritten werden. Der tatsächliche Zeitaufwand muss glaubhaft gemacht werden.

Aus Vereinfachungsgründen kann die Steuerbefreiung auch ohne weitere Prüfung gewährt werden, wenn der Jahresgesamtbetrag der Entschädigungen den Freibetrag nach § 3 Nummer 26 Einkommensteuergesetz (sog. Übungsleiterpauschale, z. Z. 2.400 €) nicht übersteigt. In diesen Fällen müssen nur die Tätigkeiten und die Höhe der dabei enthaltenen Entschädigungen angegeben werden.

Personen, die betroffen sind, sollten mit ihrem Steuerberater eine Lösung finden. Dies gilt auch für betroffene Vereine, die wahrscheinlich nicht in der Lage sind, zusätzlich Umsatzsteuer zu zahlen.

Ferienjobs für Schüler sind sozialversicherungsfrei

Ferienjobs_für_Schüler_sind_sozialversicherungsfreiWährend der Ferien können Schüler unbegrenzt Geld verdienen, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Voraussetzung ist, dass die Beschäftigung im Voraus auf maximal zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr befristet ist. Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung fallen bei diesen kurzfristigen Beschäftigungen ebenfalls nicht an, weil es sich nicht um sogenannte Minijobs handelt.

Wird die Beschäftigung in einem Kalenderjahr über diesen Zeitraum hinaus fortgesetzt und ein Arbeitsentgelt von bis zu 450 € im Monat gezahlt, sind die Vorschriften für die sogenannten Minijobs anzuwenden.

Beispiel: Schüler Paul arbeitet erstmals in den Sommerferien vom 22.7. bis 30.8.2013 in einer Firma und erhält dafür ein Entgelt von 800 €. Es entsteht keine Sozialversicherungspflicht, weil er weniger als 50 Tage arbeitet. Ab 1.10.2013 arbeitet er für monatlich 450 €. Ab diesem Tag hat der Arbeitgeber die pauschalen Beiträge sowie die Umlagen an die Knappschaft Bahn-See zu entrichten.

SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften

SEPA-Überweisungen_und_SEPA-LastschriftenGrundsätzlich müssen ab dem 1. Februar 2014 Unternehmen für alle Überweisungen und Lastschriften in Euro im SEPA-Raum die SEPA-Überweisung bzw. die SEPA-Lastschrift verwenden. Dafür muss neben der IBAN das XML-Format ISO 20022 bei gebündelter elektronischer Einlieferung verwendet werden. Dadurch wird eine durchgängige vollautomatisierte Verarbeitung des Zahlungsprozesses ermöglicht, bei dem keine erneute Dateneingabe oder andere manuelle Eingriffe notwendig sind.

Die Einführung des XML-Standards vereinheitlicht die heutige Vielzahl an nationalen Datenformaten im Zahlungsverkehr, insbesondere entfällt das bisher gebräuchliche Datenformat „DTAUS“ mit der SEPAUmstellung. Unternehmen, die in mehreren Ländern tätig sind, können dadurch ihren Aufwand für Formatpflege und Systemadministrierung deutlich reduzieren.

Hinweis: Bei der SEPA-Überweisung und SEPA-Lastschrift stehen statt 378 Zeichen künftig nur noch 140 Zeichen für den Verwendungszweck zur Verfügung.

Übungszimmer einer Musikerin als häusliches Arbeitszimmer

Übungszimmer_einer_Musikerin_als_häusliches_ArbeitszimmerEin häusliches Arbeitszimmer muss nicht zwingend mit bürotypischen Einrichtungsgegenständen ausgestattet sein oder für Bürotätigkeiten genutzt werden. Auch die Nutzung eines Zimmers durch eine Musikerin zur Ablage von Noten, Partituren, CDs und musikwissenschaftlicher Literatur erfüllt die Voraussetzungen für die Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers. Wenn dieses Zimmer dann noch zusätzlich zum Erarbeiten, Einstudieren und Proben von aufzuführenden Musikstücken genutzt wird, spricht dies zusätzlich für das Vorliegen eines steuerlich zu berücksichtigenden Arbeitszimmers.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs)

Mindestangaben in einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch

Mindestangaben_in_einem_ordnungsgemäßen_FahrtenbuchEin Fahrtenbuch ist nur dann ordnungsmäßig, wenn die Ausgangsund Endpunkte der jeweiligen Fahrten sowie die dabei aufgesuchten Geschäftspartner eingetragen sind. Diese Mindestangaben können nicht durch andere nicht im Fahrtenbuch enthaltene Auflistungen ersetzt werden. Dies hat der Bundesfinanzhof entschieden und dazu präzisiert, dass

  • ein Fahrtenbuch zeitnah und in gebundener Form geführt werden muss,
  • es nicht ausreicht, wenn die betreffenden Fahrten mit „Dienstfahrten“ o. ä. vermerkt werden, wobei Listen z. B. des Arbeitgebers solche Eintragungen nicht ersetzen können,
  • bei jeder einzelnen Fahrt Datum und Fahrtziele sowie der jeweilige Gesamtkilometerstand und die jeweils aufgesuchten Geschäftspartner/ Kunden oder die konkrete dienstliche Verrichtung aufgeführt werden,
  • bei einer einheitlichen beruflichen Reise die Geschäftspartner/Kunden im Fahrtenbuch in der zeitlichen Reihenfolge des Aufsuchens notiert werden.

Im entschiedenen Fall hatte ein Arbeitnehmer zwar ein gebundenes Fahrtenbuch geführt, dabei aber lediglich „Außendienst“ vermerkt, ohne die aufgesuchten Personen, Firmen usw. zu notieren. Den Hinweis auf den vom Arbeitgeber geführten elektronischen Terminkalender akzeptierte das Gericht nicht.

Hinweis: Jeder, der die Fahrtenbuchlösung wählt, muss sich darauf einstellen, erheblichen Verwaltungsaufwand bewältigen zu müssen. Insbesondere bei Vielfahrern ist dies zwar lästig, aber aus steuerlichen Gründen unerlässlich, wenn das Dienstfahrzeug nur geringfügig zu privaten Zwecken genutzt wird.