Keine nachträgliche Änderung eines Antrags, mit dem der Stichtag einer Einbringung festgelegt wurde

Bringt ein Unternehmer seinen Betrieb, Teilbetrieb oder Mitunternehmeranteil in eine Kapitalgesellschaft ein, kann die Einbringung auf Antrag auf einen Tag zurückbezogen werden, der höchstens acht Monate vor dem Tag des Abschlusses des Einbringungsvertrags liegt. Außerdem darf der Tag nicht mehr als acht Monate vor dem Tag liegen, an dem das eingebrachte Betriebsvermögen auf die übernehmende Gesellschaft übergeht.

Den Antrag kann (nur) die übernehmende Kapitalgesellschaft stellen. Er ist bei dem für die Besteuerung der Kapitalgesellschaft zuständigen Finanzamt zu stellen. Er kann ausdrücklich, aber auch konkludent, z. B. durch Abgabe einer Steuererklärung nebst Bilanz auf den Einbringungsstichtag, gestellt werden. Ein einmal gestellter Antrag kann nicht mehr geändert werden. Das heißt, der Einbringungsstichtag ist nicht mehr änderbar.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs)

Kosten der Einrichtungsgegenstände bei einer doppelten Haushaltsführung voll abziehbar

Der Abzug von Unterkunftskosten bei doppelter Haushaltsführung im Inland ist auf höchstens 1.000 € im Monat begrenzt. Hierzu gehören alle Aufwendungen, die der Steuerpflichtige zu tragen hat, um die Unterkunft zu nutzen. Die Aufwendungen für Haushaltsartikel und Einrichtungsgegenstände einschließlich der Abschreibung für Abnutzung sind nicht einzurechnen. Sie sind ‑ soweit notwendig ‑ unbegrenzt abzugsfähig. Die Nutzung solcher Haushaltsartikel und Einrichtungsgegenstände ist nicht mit der Nutzung der Unterkunft als solche gleichzusetzen.

Die Finanzverwaltung hatte bisher die Auffassung vertreten, dass die Aufwendungen für Möblierung und Hausrat den nur beschränkt abziehbaren Unterkunftskosten zuzurechnen seien.

(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs)

Wann liegt ein steuerlich zu berücksichtigendes Finanzplandarlehn eines GmbH Gesellschafters vor?

Hat ein wesentlich beteiligter GmbH‑Gesellschafter bis zum 27. September 2017 seiner GmbH eine eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfe in Form eines sog. Finanzplandarlehns gegeben, gehört dies zu den Anschaffungskosten der GmbH‑Beteiligung. Fällt das Darlehn z. B infolge einer Insolvenz der GmbH aus, kann der Verlust steuerlich zu 60 % einkommensmindernd berücksichtigt werden.

Der Bundesfinanzhof hat in einer neuen Entscheidung nochmals dargestellt, wann ein Finanzplandarlehn vorliegt. Maßgebend sind die zwischen dem Gesellschafter und der GmbH getroffenen Vereinbarungen, denen zufolge die eingesetzten Mittel einlageähnlichen Charakter haben sollen, obwohl sie als Darlehn bezeichnet werden. Für ein Finanzplandarlehn sprechen etwa

  • eine fehlende Kündigungsmöglichkeit des Darlehnsgebers,
  • unter Fremden unübliche Konditionen der Darlehnsgewährung,
  • zeitlicher Zusammenhang zwischen Gesellschaftsgründung und Darlehnsvertrag sowie
  • eine langfristige, den Geldbedarf der GmbH abdeckende Darlehnsüberlassung.

Hinweis:
Finanzplandarlehn, die nach dem 27. September 2017 gegeben wurden, sind nach der Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts durch das „Gesetz zur Modernisierung des GmbH‑Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen“ keine Anschaffungskosten der GmbH‑Beteiligung mehr. Sie können zwar nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs gegebenenfalls als Verlust bei den Einkünften aus Kapitalvermögen berücksichtigt werden. Jedoch liegen bereits Pläne des Gesetzgebers vor, dies zu unterbinden.

Gewerbliche Tätigkeit durch nachhaltig ausgeübte Warenverkäufe auf der Internetplattform eBay

Wer kostengünstig oder kostenlos Gegenstände erwirbt, um sie anschließend über eBay in Form von Versteigerungen mit Gewinn zu verkaufen, übt eine gewerbliche Tätigkeit aus. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Hessischen Finanzgerichts.

Die Klägerin will diese Entscheidung nicht akzeptieren. Sie ist der Auffassung, dass es sich bei ihrer Tätigkeit um eine reine Vermögensverwaltungstätigkeit gehandelt habe. Ihre Verkaufsaktivitäten habe sie nur zufällig, unprofessionell und ungeplant vorgenommen. Es habe sich um einen Zeitvertreib bzw. ein Hobby gehandelt.

Ob diese Argumentation Bestand haben wird, muss abgewartet werden. Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.

Fortbildungstag und neuer Thüringer Feiertag

Am 19. September 2019 findet bei Ruschel & Collegen der diesjährige kanzleiweite Fortbildungstag für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt. Außerdem hat der Thüringer Landtag bereits im Februar beschlossen, den Weltkindertag am 20. September als zusätzlichen gesetzlichen Feiertag in Thüringen einzuführen.Kalender 19.09._20.09.

Bitte beachten Sie deshalb: Unsere Büros in Erfurt und Stadtilm sind  am 19. und 20. September 2019 geschlossen. An beiden Tagen finden keine Beratungstermine statt. Auch E-Mails oder telefonische Anfragen werden an diesen Tagen von uns nicht bearbeitet. Ab dem 23. September ist unser Team wieder für Sie erreichbar und steht Ihnen für steuerliche Fragen zur Verfügung.

Neues vom FiBuTroniker

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) initiierte eine Einzelevaluierung zur Ausbildung der Steuerfachangestellten über das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), um den Modernisierungsbedarf der Berufsausbildung zu untersuchen. Die BStBK plant, die Berufsausbildung in Zusammenarbeit mit dem BIBB und den fachlich zuständigen Bundesministerien bis Ende 2020 zu überarbeiten und zu aktualisieren.

FiBuTroniker – die Zukunft im Steuerbüro

Der Abschlussbericht zeigt, dass weniger die inhaltlichen  sondern vielmehr die formellen Aspekte der beruflichen Bildung zu erneuern sind. So ist unter anderem geplant, die neuen digitalen Arbeitsprozesse in steuer- und betriebswirtschaftlichen Kanzleigeschäftsfeldern stärker in der Ausbildung hervorzuheben und die Auszubildenden mit neuen Kommunikationsstrategien besser auf den Kanzleialltag vorzubereiten. Bereits heute vereint die neue Generation der Finanzbuchhalter bei Ruschel & Collegen steuerliches Fachwissen mit technologischem Know How. Deshalb werden sie umgangssprachlich auch gern „FiBuTroniker“ genannt. Unsere angehenden Steuerfachangestellten werden von uns im praktischen Teil ihrer dualen Berufsausbildung schon zum „FiBuTroniker“ qualifiziert. Damit sichern wir die kompetente und zugleich effiziente Beratung unserer Mandanten.

Fit in Erster Hilfe

Führt ein Arbeitgeber ein Unternehmen mit mindestens zwei versicherten Mitarbeitern, ist dieser dazu verpflichtet, einen Betriebsersthelfer ausbilden zu lassen. Bei Ruschel & Collegen haben sich unsere Mitarbeiterinnen Simone Celny, Diana Wähler und Christiane Roth bereiterklärt, sich zu Ersthelfern qualifizieren zu lassen.

In keinem Betrieb können Arbeitsunfälle völlig ausgeschlossen werden. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dazu, dass ein Mitarbeiter verunglückt, darf die anschließende Meldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft nicht vergessen werden. Doch bevor es dazu kommt, hat die Erstversorgung des Verletzten höchste Priorität. Und hier kommt der betriebliche Ersthelfer zum Einsatz.

Es gibt verschiedene Institutionen welche die Ausbildung zum Ersthelfer im Betrieb durchführen. Wir haben uns für das DRK (Deutsches Rote Kreuz) in Erfurt entschieden. Für den Erste-Hilfe-Kurs des DRK benötigt man keine Vorkenntnisse. Der Kurs dauerte einen Tag und war strukturiert aufgebaut.

Themen und Anwendungen des Erste-Hilfe-Kurses waren unter anderem:

  • Eigenschutz und Absichern von Unfällen
  • Helfen bei Unfällen
  • Wundversorgung
  • Umgang mit Gelenkverletzungen und Knochenbrüchen
  • Verbrennungen, Hitze- und Kälteschäden
  • Verätzungen
  • Vergiftungen
  • lebensrettende Sofortmaßnahmen wie stabile Seitenlage und Wiederbelebung
  • zahlreiche praktische Übungsmöglichkeiten

Damit man als Ersthelfer in solchen Situationen besonnen und ruhig bleibt, muss man immer wissen, worauf es ankommt und auf seine Fähigkeiten vertrauen können. Die DRK-Ausbilderin hatte den Kurs sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet. Trotzdem kam der Spaß nicht zu kurz und es war nie langweilig. Unseren Teilnehmern hat der Wechsel zwischen Theorie und Praxis gut gefallen. Wir hoffen natürlich, dass wir das Wissen unserer Ersthelfer möglichst selten oder nie in Anspruch nehmen müssen. Aber das gute Gefühl für den Notfall kompetente Hilfe zu haben, ist für alle Mitarbeiter beruhigend.

Noch ein Tipp für Alle:

Einmalhandschuhe, egal ob aus Plastik oder Latex, sollten immer griffbereit sein. Sie bieten Schutz vor Infektionen und werden klassisch in der Medizin und der Ersten Hilfe angewendet. Aber auch bei fernen Reisen, oder beim Reifenwechseln und beim Lackieren sind Einmalhandschuhe ein prima Schutz. Die Frage ist immer wieder: Wohin steck ich die nur?

Unser Tipp:

Überraschungseier haben innen eine Plastekapsel. In diesen Plastekapseln lassen sich problemlos ein Paar Handschuhe wasserdicht verstauen. Sie bleiben sauber und sind schnell einsetzbar. So passt das Pack in jede Tasche (Hosen- und Handtasche), ins Handschuhfach oder sogar in Werkzeugtaschen und –kästen (auch am Fahrrad)! Durch die knallgelbe Farbe ist dieses Pack sofort zu finden.

 

Technologiewechsel für Telefon- und Faxkommunikation

Ein von der Deutschen Telekom initiierter und von allen anderen Providern unterstützter Technologiewechsel wirkt sich auf die künftige Telefon- und Faxkommunikation aus. Bereits vor einigen Monaten wurden unsere ISDN-Anschlüsse durch VoIP-Anschlüsse (Voice over IP) ersetzt. Im nächsten Schritt werden unsere Telefonanlagen noch aktualisiert. Deshalb kann es im September zu temporären Störungen bei der telefonischen Erreichbarkeit unserer beiden Niederlassungen kommen. Die genauen Termine geben wir kurzfristig auf unserer Internetseite www.ruschel-collegen.de sowie auf unseren Social-Media-Kanälen www.twitter.com/ruschelcollegen und www.facebook.com/ruschelcollegen bekannt.

Unser Softwarepartner Datev geht noch einen Schritt weiter: Zum 30. September 2019 stellt Datev die Kommunikation per Fax vollständig ein. Das bedeutet für Geschäftspartner der Datev: Schriftliche Anfragen, Bestellungen etc. können dann nur noch per E-Mail oder über den Servicekontakt auf der Homepage an Datev geschickt werden.

Ruschel & Coll. ist Partner der BUGA 2021

In 2021 findet die Bundesgartenschau in Erfurt statt. Derzeit bereiten sich die ganze Stadt sowie die Außenstandorte auf dieses Großereignis vor. An vielen Stellen wird gegraben, gebaut und gepflanzt. Grün, witzig, ein bisschen frech, außergewöhnlich und richtig sympathisch – so ist das Gesicht der BUGA Erfurt 2021, das mit der ersten Informationskampagne in Erfurt präsentiert wird. Knapp 700 Tage vor dem Start der Bundesgartenschau zaubern unverwechselbare Motive auf Großplakaten in Erfurt den Betrachtern ganz sicher ein Lächeln ins Gesicht.

Das Marketing-Team bei Ruschel & Collegen wurde vom BUGA-Spirit angesteckt. Als Erfurter Unternehmen war es für unsere Geschäftsleitung schnell klar, dass auch wir Markenbotschafter der BUGA 2021 werden wollen. Wir sind stolz, dass wir nun offizieller Kooperationspartner der BUGA in Erfurt sind und werden dies auch in unserer Außenkommunikation zeigen. Freuen Sie sich mit uns auf die Bundesgartenschau in Erfurt und seien Sie gespannt, welche Überraschung wir für unsere Mandanten und Geschäftspartner gemeinsam mit der BUGA entwickelt haben.

Wir begrüßen neue Azubis

Schon seit vielen Jahren setzen wir uns bei Ruschel & Collegen für die Berufsausbildung von Steuerfachangestellten ein. Unsere Steuerberaterinnen Steffi Lorenz und Ivonne Dittmar sind im Prüfungsausschuss der Steuerberaterkammer Thüringen tätig und nehmen regelmäßig die Abschlussprüfungen des Berufsnachwuchses ab. Auch innerbetrieblich haben wir mit Marco Blaurock einen engagierten Teamleiter, der sich um die Belange unserer Auszubildenden kümmert.

v.l.n.r. Marco Blaurock (Teamleiter Azubis), Dustin Montag, Marcel Trunk, Mathias Kött (Mentor)

Im August haben Dustin Montag und Marcel Trunk ihre Ausbildung zu Steuerfachangestellten begonnen. Nach einigen Praxiswochen bei uns im Steuerbüro, hat inzwischen auch die theoretische Ausbildung in der Berufsschule begonnen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen für die Ausbildung in den nächsten drei Jahren viel Erfolg.