Überraschungsfund bei Umbau: Umsatzsteuererklärung 1944

Wer alte Immobilien saniert und modernisiert kennt das häufige Problem: Oftmals verbergen sich hinter Trockenbauwänden und Zwischendecken unerwartete Überraschungen. Nicht selten führen unentdeckte Feuchtigkeitsschäden plötzlich zu einem wesentlich höheren Sanierungsaufwand. Auch wir bei Ruschel & Collegen haben diese Erfahrung im Laufe der Jahre schon das eine oder andere Mal erlebt.

Bei unserem aktuellen Projekt, der Sanierung und dem Umbau der Dachgeschossetage unseres Bürohauses in der Goethestraße 22 in Erfurt staunten wir nicht schlecht, was sich unter der Decke unseres Besprechungsraums versteckte! Das was zunächst nach einer primitiven Form von Papierdämmung aussah, entpuppte sich nach erster Analyse als ein historisches Steuerformular. Sofort waren die Erinnerungen an das Jahr 2010 und die Entdeckung eines Exemplars des dritten Rechenbuchs von Adam Ries, der „Practica“ von 1550, wieder da. Damals gelang dem Adam-Ries-Fachwissen e.V., unter anderem mit Unterstützung durch Ruschel & Collegen, die Restaurierung des historischen Rechenbuchs.

So ist es verständlich, dass gerade in einem Steuerbüro das Interesse geweckt wurde, die gefundenen Fragmente noch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Und tatsächlich: Es handelt sich dabei um ein Formular einer Umsatzsteuererklärung aus dem Jahr 1944! Das Formular ist in der Struktur und dem tabellarischen Aufbau dem aktuellen Vordruck für das Jahr 2022 auffällig ähnlich. Gleich zu Beginn des Formulars wurde der Steuerpflichtige über den Abgabetermin 31.03.1945 belehrt und darauf hingewiesen, dass auch „diejenigen Umsätze angegeben werden müssen, von denen der Unternehmer etwa meinen sollte, sie unterliegen nicht der Steuerpflicht“. Im historischen Kontext kann diese Belehrung wohl als Indiz gedeutet werden, dass Steuertrickserei und Steuerhinterziehung keine Phänomene des 21. Jahrhunderts sind.

Wie dem Formular weiter zu entnehmen ist, wurde auch schon 1944 die Umsatzbesteuerung nach vereinnahmten und vereinbarten Entgelten unterschieden. Allerdings wurde damals, anders als heute, zwischen „ermäßigtem Steuersatz“ (0,5 %), „normalem Steuersatz“ (1,0 % – 2,0%) und „erhöhtem Steuersatz“ (2,5 %) unterschieden.

Es ist schon ein großer Zufall, dass ausgerechnet das Gebäude, welches vor Jahrzehnten vermutlich aus Materialmangel mit Steuerklärungsformularen saniert wurde, heute von einem Steuerbüro genutzt wird. Dem inzwischen 78 Jahre alten Steuerformular sieht man sein Alter deutlich an. Aber trotzdem haben wir es natürlich nicht mit dem Bauschutt entsorgt. Es wird einen repräsentativen Platz in unserem Besprechungsraum „Adam Ries“ im Dachgeschoss unseres Bürohauses bekommen. Übrigens, das 2010 restaurierte historische Rechenbuch des Namensgebers unseres Besprechungsraums wird heute im Bestand des Thüringer Hauptstaatsarchivs in Weimar verwahrt.

 

Christel Gruß in den Ruhestand verabschiedet

Nach fast 29 Jahren Betriebszugehörigkeit hatte unsere Kollegin Christel Gruß am 16.02.2022 ihren letzten aktiven Arbeitstag bei Ruschel & Collegen und verabschiedete sich in den Ruhestand. Gemeinsam mit Christina Mönning war sie eine Mitarbeiterin der ersten Stunde und baute seit 1993 unsere Abteilung Lohn-/Gehaltsbuchhaltung kontinuierlich auf. Dabei konnten sie auch ihre Erfahrungen aus ihrer früheren beruflichen Tätigkeit als Finanzkauffrau gut einsetzen.

Mehrere Tausend Löhne und Gehälter hat Frau Gruß im Laufe der Jahre für unsere Mandanten abgerechnet. Kein Wunder also, dass sich an Ihrem letzten Arbeitstag auch einige langjährige Mandanten persönlich bedanken und verabschieden wollten. Ein großes Dankeschön gab es auch von der Geschäftsleitung, den Kollegen und ehemaligen Auszubildenden. Zur Erinnerung überreichten die Kollegen neben einem Präsentkorb noch ein Buch mit persönlichen Grüßen und ein Motto-T-Shirt. Wir wünschen Christel Gruß alles Gute und eine schöne Zeit im (Un)ruhestand.

Das Transparenzregister – Ab sofort ein Vollregister

Zum 1. August 2021 ist das Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz (TraFinG) in Kraft getreten, welches das Geldwäschegesetz (GWG) in Teilen neu gestaltet hat. Das entsprechende Transparenzregister wird von der Bundesanzeiger Verlag GmbH geführt. Die Bundesanzeiger Verlag GmbH als registerführende Stelle unterliegt der Rechts-und Fachaufsicht durch das Bundesverwaltungsamt (BVA).

Der Kreis der Betroffenen, die in dieses Register einzutragen sind, sowie der inhaltliche Umfang der Meldepflicht sind erweitert worden. Die wesentliche Änderung besteht aber darin, dass das Register mit dem Wegfall der bisher geltenden Mitteilungsfiktion die Gestalt eines Vollregisters annimmt. Der Meldepflicht wird nicht länger dadurch genüge getan, dass die erforderlichen Angaben über ein anderes öffentlich geführtes Register wie z. B. das Handelsregister abrufbar sind. Bisher war eine Mitteilung nur dann notwendig, wenn die zu machenden Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten nicht über andere öffentlich geführte Register wie z. B. über das Handelsregister elektronisch zugänglich waren (Meldefiktion).

Mit Wirkung zum 1. August 2021 ist die Meldefiktion weggefallen und das Transparenzregister zum Vollregister erstarkt. Dies hat zur Folge, dass zuvor entbehrliche Mittelungen nun erforderlich werden. Als Erleichterung hat der Gesetzgeber für Vereinigungen, die bis zum 31. Juli 2021 von einer Mitteilungspflicht befreit waren Übergangsfristen normiert.

Demnach müssen

  • Aktiengesellschaften, SE und Kommanditgesellschaften auf Aktien bis spätestens 31. März 2022,
  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Genossenschaften, europäische Genossenschaften oder Partnerschaften bis spätestens 30. Juni 2022 und
  • alle anderen Mitteilungspflichtigen bis spätestens 31. Dezember 2022

ihre Mitteilung vornehmen und auf aktuellem Stand halten.

Bei juristischen Personen und bei sonstigen Gesellschaften zählt zu den wirtschaftlich Berechtigten jede natürliche Person, die unmittelbar oder mittelbar

  1. mehr als 25 Prozent der Kapitalanteile hält,
  2. mehr als 25 Prozent der Stimmrechte kontrolliert oder
  3. auf vergleichbare Weise Kontrolle ausübt.

Sollte keine natürliche Person zu ermitteln sein, gilt der gesetzliche Vertreter oder geschäftsführende Gesellschafter als wirtschaftlich Berechtigter.

Die nötigen Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten (Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnort, Staatsangehörigkeit sowie Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses) müssen über das Portal www.transparenzregister.de an das Register gemacht werden. Bei Verstößen gegen die Meldepflicht drohen Sanktionen in Form von empfindlichen Bußgeldern. Der aktuelle Bußgeldkatalog ist auf der Internetpräsenz des Bundesverwaltungsamtes einsehbar.

Tipp:

Für das Führen des Transparenzregisters werden jährliche Gebühren von der Bundesanzeiger Verlag GmbH erhoben. Steuerbegünstigte Organisationen i. S. von § 52 – § 54 AO (beispielsweise gemeinnützige Vereine) können sich jedoch auf Antrag von der Gebührenpflicht befreien lassen. Dieser Antrag kann elektronisch bei der registerführenden Stelle auf www.transparenzregister.de gestellt werden. Die Befreiung wird aber nicht rückwirkend für bereits abgelaufene Geschäftsjahre genehmigt.

Menschen mit Behinderung: Gesundheitskosten und Pauschbetrag steuermindernd geltend machen

Auch Menschen mit einer Behinderung können ihre Gesundheitskosten steuermindernd geltend machen, wenn diese den Eigenanteil übersteigen. Neben den anfallenden Gesundheitskosten kann der Behindertenpauschbetrag zu tragen kommen. Dieser deckt alle Kosten ab, die typisch für die Behinderung sind und die regelmäßig entstehen.

Berechtigt ist, wer einen Bescheid des zuständigen Versorgungsamtes oder ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 einen Schwerbehindertenausweis nachweisen kann. Der Pauschbetrag gilt auch, wenn die Behinderung erst während des Jahres eintritt oder wegfällt. Die Höhe des Pauschbetrags (Angaben hier für 2021) ist abhängig vom Grad der Behinderung. Wenn dieser bei 20 liegt, gibt es einen Pauschbetrag von 384 Euro, bei einem Grad von 60 bereits 1.440 Euro. Bei Menschen mit einem Behinderungsgrad von 100 liegt der Pauschbetrag bei 2.840 Euro – bei hilflosen, blinden und taubblinden Menschen bei 7.400 Euro. Im Schwerbehindertenausweis müssen dafür die Merkmale „H“ (hilflos), „Bl“ (blind) oder „TBl“ (taubblind) eingetragen sein.

Einmalige oder besondere Aufwendungen wie für eine Kur, Krankheit oder eine Haushaltshilfe sind zusätzlich zum Pauschbetrag als außergewöhnliche Belastung absetzbar, wenn sie den Eigenanteil übersteigen.

Wichtige Neuregelungen ab Januar 2022

Zum Jahreswechsel sind einige steuerrechtliche Änderungen in Kraft getreten, die wir hier kurz vorstellen möchten. Der Grundfreibetrag steigt um 204 Euro. Damit soll das Existenzminimum für Erwachsene steuerfrei gestellt werden. Bei einem Ledigen wird demnach erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 9.948 Euro im Jahr Einkommensteuer fällig. Bei Ehepaaren bzw. eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 19.896 Euro.

Vorsorgeaufwendungen für das Alter können 2022 steuerlich besser abgesetzt werden. Für die Berücksichtigung der Sonderausgaben gilt 2022 ein Höchstbetrag von 25.639 Euro. Maximal können davon im kommenden Jahr 94 % abgesetzt werden. Alleinstehende können demnach 24.101 Euro und Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartner 48.202 Euro steuerlich geltend machen.

Bei der Rentenbesteuerung erhöht sich seit 1. Januar der steuerpflichtige Rentenanteil von 81 auf 82 %. Somit bleiben nur noch 18 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Dieser Anteil gilt für im Jahr 2022 neu hinzukommende Rentnerjahrgänge. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag bestehen.

Wer seit 2019 eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen hat, bekommt 15 % Zuschuss vom Arbeitgeber. Ab 2022 muss dieser Zuschuss auch für Altverträge gezahlt werden. Den vollen Zuschuss erhält, wessen Verdienst unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung liegt – die beträgt 58.050 Euro brutto im Jahr 2022. Bei höherem Verdienst darf der Zuschuss gleitend abgesenkt werden.

Corona-Bonus läuft aus: Arbeitgeber können Mitarbeitern einen Bonus von bis zu 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die Beschäftigte zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2022 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Sonderzahlung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgt.

Zum 1. Januar 2022 wurde die Sachbezugsfreigrenze von bisher 44 Euro monatlich auf 50 Euro angehoben. Die Freigrenze gilt für Sachzuwendungen, etwa Gutscheine, die Beschäftigten monatlich überlassen werden. Bis zur Freigrenze können die Zuwendungen steuerfrei behandelt werden. Das Überschreiten der Freigrenze führt zu einer Steuerpflicht des gesamten zugewendeten Betrages. Ein Zusammenrechnen der monatlichen Beträge auf einen Jahresbetrag ist nicht zulässig.

Der Verbraucherpreisindex ist im maßgeblichen Zeitraum von Juni 2020 bis Juni 2021 um 2,8 Prozentpunkte gestiegen. Auf dieser Grundlage wurden die Sachbezugswerte 2022 für Verpflegung von 263 Euro auf 270 Euro (Frühstück 56 Euro, Mittag- und Abendessen jeweils 107 Euro) angehoben. Der Wert für Mieten und Unterkunft erhöht sich um 1,7 % von 237 Euro auf 241 Euro.

Der gesetzliche Mindestlohn steigt seit dem 1. Januar von 9,60 Euro auf 9,82 Euro pro Stunde. Zum 1. Juli 2022 soll er dann noch einmal auf 10,45 Euro pro Stunde angehoben werden. Der neue Mindestlohn gilt auch für Minijobs. Aber: Der Verdienst darf 450 Euro monatlich trotzdem nicht überschreiten. Ansonsten wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig.

Mit der Kurzarbeitergeldverlängerungsverordnung (KugverlV) vom 24. November 2021 wird die Möglichkeit, die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von bis zu 24 Monaten nutzen zu können, für weitere drei Monate bis zum 31. März 2022 verlängert. Auch die Erleichterungen und Sonderregelungen für den Bezug des Kurzarbeitergeldes sind entsprechend verlängert. Die bisherige vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge wird auf die Hälfte reduziert. Besonderheit: Arbeitgebern werden weitere 50 % der Sozialversicherungsbeiträge erstattet, wenn ihre Beschäftigten während der Kurzarbeit an einer unter bestimmten Voraussetzungen geförderten beruflichen Weiterbildung teilnehmen. Lehrgangskosten für diese Weiterbildungen können, abhängig von der Betriebsgröße, ganz oder teilweise erstattet werden.

Ab 1 Januar 2022 ist die Steuer-ID gewerblicher Mini-jobber über das elektronische Meldeverfahren an die Minijob-Zentrale zu übermitteln – unabhängig davon, ob der Arbeitgeber die Steuer pauschal an die Minijob-Zentrale zahlt oder die individuelle Besteuerung nach der Lohnsteuerklasse über das Finanzamt vornimmt. Außerdem muss in der Datenübermittlung die Art der Versteuerung angegeben werden. Im Haushaltsscheck-Verfahren erfragt die Minijob-Zentrale die Steuer-ID nur in den Fällen, in denen ausnahmsweise keine Pauschsteuer gezahlt wird.

 

Steuerliche Corona-Hilfsmaßnahmen verlängert

Die Omikron-Variante des Corona-Virus breitet sich in Deutschland aus. Allerdings scheint der Höhepunkt der Omikron-Welle in den meisten Ländern überschritten zu sein. Deshalb hat die Ministerpräsidenten-Konferenz am 16.02.2022 eine stufenweise Reduzierung von Corona-Schutzmaßnahmen für die nächsten Wochen beschlossen.

Verlängerung der Corona-Hilfsmaßnahmen 2022

Gleichzeitig steigt aber in einigen Bundesländern, so auch in Thüringen, das Infektionsgeschehen noch weiter an. Deshalb wurden diverse steuerliche Hilfsmaßnahmen nochmals verlängert. Dazu zählt beispielsweise die Möglichkeit der zinslosen Stundung von Steuerschulden, die bis 31.03.2022 fällig werden, um bis zu drei Monate. Darüber hinaus ist eine weitere Stundung mit einer Ratenzahlungsvereinbarung möglich. Das aktuelle Antragsformular haben wir im Downloadbereich auf unserer Homepage bereitgestellt.

Außerdem wurden Steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene (gem. BMF-Schreiben vom 09.04.2020) bis zum 31.12.2022 verlängert. Somit sind  beispielsweise Spenden für Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, unabhängig von der Höhe, mit dem vereinfachten Spendennachweis steuerlich berücksichtigungsfähig. Außerdem werden weiterhin Arbeitslohnspenden und Spenden von Aufsichtsratsvergütungen steuerlich begünstigt.

Mit dem Wander-RuC(sack) auf Wandertour

Nachdem das aktuelle Jahr auch bei Ruschel & Collegen (RuC) für alle Mitarbeiter mit zahlreichen persönlichen Einschränkungen verbunden war, hat sich unser Marketing-Team für das nächste Jahr etwas Besonderes ausgedacht. Unter dem Motto „Gemeinsam auf RuC(sack)-Tour 2022“ werden unsere Kollegen, sofern uns die Pandemie keinen Strich durch die Planung macht, von Ihren Wochenendausflügen oder Urlaubsreisen in unserem Newsletter SteuerBares berichten. Eigens dafür statten wir jeden Mitarbeiter mit einen Wanderrucksack aus.

Als kleinen Vorgeschmack gibt es heute schon mal einen Bericht von unserer Kollegin Christiane Roth. Im September verbrachte sie Ihren Urlaub auf der griechischen Insel Kreta. Den nachfolgenden Auszug aus dem Wandertagebuch sowie persönliche Fotos der Wandertour hat sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Die Samaria Schlucht (Kreta) ist die längste Trekking-Schlucht in Europa und zugleich auch die Berühmteste von allen. Die Länge der Schlucht erreicht 18 km. Je nach Trekkinggeschwindigkeit benötigt man 4-7 Stunden um von Omalos nach Agia Roumeli zu wandern.

Beginnend bei einer Höhe von 1.250 m am nördlichen Eingang endet sie an den Ufern des libyschen Meeres in Agia Roumeli. Das Highlight und der Höhepunkt der Samaria Schlucht ist die „Eiserne Pforte“ genannte engste Stelle der Samaria Schlucht. Hier beträgt der Abstand der Felswände gerade einmal rund drei Meter.

Es ist schon ein eigenartig-aufregendes Gefühl, durch diese Enge zu gehen, fast schon abenteuerlich.

 

Eingeschränkte Bürozeiten zum Jahreswechsel

Unsere Niederlassungen in Erfurt und Stadtilm sind bis einschließlich 23.12.2021 geöffnet. In der Zeit vom 24.12.2021 bis 02.01.2022 bleiben unsere Büros geschlossen. Ab 03.01.2022 sind unsere Mitarbeiter vorzugsweise wieder per Telefon oder E-Mail für Sie erreichbar.

 

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass wir zur Reduzierung von Infektionsrisiken derzeit nur in dringenden Fällen persönliche Gesprächstermine für unsere Mandanten anbieten. Diese persönlichen Gesprächstermine können nur stattfinden, wenn uns ein gültiger Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung oder einen Genesenennachweis, der nicht länger als 6 Monate zurückliegt, vorgelegt wird. Alternativ kann auch eine Bescheinigung über einen negativen Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist, bzw. einen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorgelegt werden. Ein Selbsttest vor Ort ist jedoch nicht möglich, da uns hierfür die personellen und räumlichen Kapazitäten fehlen.

Neuregelungen im Bereich Gesundheit und Pflege

Zum 1. Januar 2022 werden im Bereich des Bundesgesundheitsministeriums zahlreiche Änderungen wirksam. Hier informieren wir über die wichtigsten Neuerungen:

Entlastung für Pflegebedürftige in stationärer Pflege

Um Pflegebedürftige vor Überforderung durch steigende Pflegekosten zu schützen, zahlt die Pflegeversicherung bei der Versorgung im Pflegeheim einen Zuschlag zu dem nach Pflegegrad differenzierten Leistungsbetrag. Er steigt mit der Dauer der Pflege: Im ersten Jahr trägt die Pflegekasse 5 % des pflegebedingten Eigenanteils, im zweiten Jahr 25 %, im dritten Jahr 45 % und danach 70 %.

In der ambulanten Pflege werden die Sachleistungsbeträge um 5 % erhöht, um den steigenden Vergütungen Rechnung zu tragen.

Es werden gesetzlich starke Anreize für den Ausbau der Kurzzeitpflege gesetzt. Um die Pflegebedürftigen nicht zu belasten, wird der Leistungsbetrag der Pflegeversicherung zur Kurzzeitpflege zudem um 10 % angehoben.

Zur Finanzierung der Pflegeversicherung wird ein Bundeszuschuss in Höhe von 1 Milliarde Euro pro Jahr eingeführt. Der Beitragszuschlag für Kinderlose steigt um 0,1 Prozentpunkte.

Weiterhin längeres Kinderkrankengeld

Diese pandemiebedingte Sonderregelung für Kinderkrankengeld wird verlängert: Das Kinderkrankengeld kann auch 2022 je versichertem Kind grundsätzlich für 30 statt 10 Tage (bei Alleinerziehenden 60 statt 20 Tage) in Anspruch genommen werden.

Sozialversicherungsrechengrößen 2022 beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 20.10.2021 die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2022 beschlossen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung turnusgemäß angepasst und für das Jahr 2022 bekannt gegeben.

Die Bezugsgröße, die für viele Werte in der Sozialversicherung Bedeutung hat (u. a. für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung und für die Beitragsberechnung von versicherungspflichtigen Selbstständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung), bleibt unverändert bei 3.290 Euro/Monat. Die Bezugsgröße (Ost) steigt auf 3.150 Euro/Monat (2021: 3.115 Euro/Monat).

Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (West) sinkt auf 7.050 Euro/Monat (2021: 7.100 Euro/Monat) und die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) steigt auf 6.750 Euro/Monat (2021: 6.700 Euro/Monat).

Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) bleibt unverändert bei 64.350 Euro. Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2022 in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt unverändert 58.050 Euro jährlich bzw. 4.837,50 Euro monatlich.