Online-Workshop Kurzarbeitergeld kompakt

Das Kurzarbeitergeld ist eine wichtige wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahme für Unternehmen in der COVID19-Pandemie. Die täglich bei uns eingehenden Anfragen zeigen, dass der Informationsbedarf rund um dieses Thema unverändert hoch ist. Deshalb führen unsere Spezialisten vom Team Lohnbuchhaltung am 16. Juni 2021 ab 14:00 Uhr einen kostenlosen Online-Workshop „Kurzarbeitergeld kompakt“ durch, um über alle gesetzlichen Regelungen zu informieren.

Im zweiten Teil des Workshops wird ab 15:00 Uhr Rechtsanwältin Petra Geißinger brandaktuelle Themen aus dem Arbeitsrecht in Zeiten der Corona-Krise vorstellen. Frau Geißinger ist Fachanwältin für Arbeitsrecht und Online-Trainerin auf dem Gebiet des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts für verschiedene Berufsverbände in Bayern und Thüringen.

Im Anschluss haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, individuelle Fragen an unsere Dozenten zu stellen. Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Den Zugangslink für den Workshop erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per Mail: workshop@ruschel-collegen.de oder
Telefon: 0361 – 340 66 42.

Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe

Bereits seit Monaten beschäftigt sich unser Team Wirtschaftsberatung umfassend mit den staatlichen Corona-Hilfsprogrammen. Schon im Sommer 2020 hatte die Ruschel Audit & Consulting GmbH die Akkreditierung beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) abgeschlossen, so dass wir für von der COVID19-Pandemie wirtschaftlich betroffene Unternehmen staatliche Fördergelder beantragen konnten. Nach gut 9 Monaten können wir eine positive Zwischenbilanz ziehen: In mehr als 90 Antragsverfahren haben wir für unsere Mandanten bisher Corona-Hilfen von rund 1 Million Euro akquiriert. Insbesondere unsere Thüringer Mandanten konnten dabei nicht nur von den Förderprogrammen des Bundes profitieren, sondern auch von diversen Zusatzförderungen des Freistaates Thüringen.

Aktuell können wir Anträge für die Phase III der Überbrückungshilfe für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 stellen. Darüber hinaus ist in bestimmten Fällen ein erweiterter Förderzeitraum auch für die Monate November und Dezember 2020 möglich. Grundvoraussetzung ist, wie bei allen bisherigen Förderprogrammen auch, ein pandemiebedingter Umsatzrückgang. Dieser Rückgang muss pro Monat mindestens 30 % im Vergleich zum jeweiligen Referenzmonat aus 2019 betragen.

Bezuschusst werden betriebliche Fixkosten wie beispielsweise Mieten, Zinsen, Abschreibungen, Energie-/Betriebskosten oder auch Abos und Versicherungen. Auch zwingend notwendige Instandhaltungsarbeiten sind förderfähig. Darüber hinaus werden auch Aufwendungen für Hygienemaßnahmen gefördert. Zu den förderfähigen Hygienemaßnahmen gehören neben Verbrauchsartikeln wie Schnelltests, Desinfektionsmittel und Schutzmasken auch investive Maßnahmen in Luftreiniger (HEPA-Filter oder UVC-Licht).

Interessant ist auch die Förderfähigkeit von Neuinvestitionen von bis zu 20.000 EUR zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Neben klassischer IT-Hardware sind auch Kosten für Social-Media-Aktivitäten oder die Einrichtung von Online-Shops inklusive Kosten für Fotoarbeiten und Suchmaschinenoptimierungen begünstigt. Auch die Anschaffung von Video-Konferenzsystemen ist in diesem Zusammenhang förderfähig.

Seit Mitte April werden die erweiterten Förderkonditionen bei der Antragstellung automatisch berücksichtigt:

Zusätzlich gibt es für besonders betroffene Unternehmen (Umsatzrückgang von mindestens 50 % in mindestens drei Monaten des Förderzeitraums) einen gestaffelten Eigenkapitalzuschuss von 25 % bis 40 % auf die zuvor genannte Fixkostenerstattung.

Für Soloselbständige und Ein-Personen-GmbHs, die regelmäßig keine großen Fixkostenblöcke haben, ist die Neustarthilfe oftmals die bessere Alternative. Diese Unternehmen können einmalig als Unterstützungsleistung die Neustarthilfe i.H.v. 50 % des im Vergleichszeitraum (Januar – Juni) erwirtschafteten Referenzumsatzes erhalten. Die Neustarthilfe beträgt maximal 7.500 Euro.

Unser Team Wirtschaftsberatung steht Ihnen gern für Fragen rund um die Corona-Hilfsprogramme zur Verfügung.

Kontakt-Hotline: 0361 – 340 66 67 oder Kontakt-Mail: consulting@ruschel-collegen.de

Abschied und Neuanfang bei Ruschel & Collegen

Im März ist unsere langjährige Mitarbeiterin der Niederlassung Stadtilm, Heidrun Schmidt, in den Ruhestand getreten. Seit der Eröffnung unserer Büros in Stadtilm (und zuvor in Nahwinden) war Frau Schmidt das prägende Gesicht dieser Niederlassung. Pandemiebedingt konnte die Verabschiedung nur im kleinen Rahmen und ohne Gäste stattfinden. Die Geschäftsleitung sowie die Kolleginnen und Kollegen wünschen Heidrun Schmidt alles Gute für die Zukunft und vor allem viel Spaß bei den geplanten Wanderungen.

Gleichzeitig konnten wir in den vergangenen Monaten auch zwei neue Auszubildende bei uns begrüßen. Natalie Umbreit, Jahrgang 1996, und Jasmin Vogel, Jahrgang 1999, haben sich für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement entschieden.

Frau Umreit gehört seit Februar 2021 zu unserem Auszubildenden – Team. Vor dem Beginn ihrer Umschulung, für die sie bei Ruschel & Coll. ein Langzeitpraktikum absolviert, war sie in der Gastronomie sowie auch einige Jahre im Kundenservice tätig. Als Mutter einer vierjährigen Tochter entschied sich Frau Umbreit letztendlich für einen Beruf mit Zukunftsperspektive sowie geregelten Arbeitszeiten.

Bereits seit Ende November 2020 absolviert Frau Vogel im Team-Sekretariat die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Zuvor hat sie die schulische Ausbildung mit Abitur abgeschlossen und nebenbei gejobbt. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit unseren jungen Kolleginnen.

Einkommensteuererklärung bei Bezug von Kurzarbeitergeld

Der Bezug von Kurzarbeitergeld kann für viele Arbeitnehmer in 2021 erstmalig zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 führen. Die Finanzverwaltung wies darauf hin, dass eine Einkommensteuererklärung abzugeben ist, wenn in 2020 Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro zugeflossen sind. Es empfiehlt sich daher rechtzeitig zu prüfen, ob für das Jahr 2020 eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden muss. Dabei ist zu beachten, dass die Abgabefrist für steuerlich nicht beratene Bürger der 02.08.2021 ist.

Das Kurzarbeitergeld ist als Lohnersatzleistung steuerfrei – dies gilt ebenso für die Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld, zum Saison-Kurzarbeitergeld und zum Transferkurzarbeitergeld bis zu einer gewissen Höhe. Lohnersatzleistungen, wie z. B. Arbeitslosengeld, Krankengeld, Elterngeld oder Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt. D. h., diese Leistungen werden im Einkommensteuerveranlagungsverfahren bei der Ermittlung des individuellen Steuersatzes einbezogen. Dieser individuelle Steuersatz wird jedoch nur auf das tatsächlich steuerpflichtige Einkommen (also ohne Kurzarbeitergeld und etwaige andere Lohnersatzleistungen) angewendet. Dadurch ergibt sich ein höherer Steuersatz für das restliche Einkommen, wodurch es zu Steuernachzahlungen kommen kann.

Steuerliche Erleichterungen für freiwillige Helfer in Impfzentren

Bund und Länder haben sich auf eine steuerliche Entlastung von freiwilligen Helfern in Impfzentren festgelegt. Die freiwilligen Helfer können nun vom Übungsleiter- oder vom Ehrenamtsfreibetrag profitieren, wonach Vergütungen für bestimmte Tätigkeiten bis zu einem festgelegten Betrag steuerfrei sind. Hierauf macht das Finanzministerium des Landes Baden-Württemberg aktuell aufmerksam.

  • Für all diejenigen, die direkt an der Impfung beteiligt sind – also in Aufklärungsgesprächen oder beim Impfen selbst – gilt der „Übungsleiterfreibetrag“ (auch Übungsleiterpauschale genannt). Diese Regelung gilt für Einkünfte in den Jahren 2020 und 2021. Der Übungsleiterfreibetrag lag 2020 bei 2.400 Euro, 2021 wurde er auf 3.000 Euro jährlich erhöht. Bis zu dieser Höhe bleiben Einkünfte für eine freiwillige Tätigkeit steuerfrei.
  • Wer sich in der Verwaltung und der Organisation von Impfzentren engagiert, kann den „Ehrenamtsfreibetrag“ (auch Ehrenamtspauschale genannt) in Anspruch nehmen. Für das Jahr 2020 betrug er bis zu 720 Euro, seit 2021 sind bis zu 840 Euro steuerfrei.

Sowohl Übungsleiter- als auch Ehrenamtsfreibetrag greifen lediglich bei Vergütungen aus nebenberuflichen Tätigkeiten. Dies ist i. d. R. der Fall, wenn sie im Jahr nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitstelle in Anspruch nehmen. Dabei können auch solche Helfer nebenberuflich tätig sein, die keinen Hauptberuf ausüben, etwa Studenten oder Rentner. Zudem muss es sich beim Arbeitgeber oder Auftraggeber entweder um eine gemeinnützige Einrichtung oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts (z. B. Bund, Länder, Gemeinden) handeln.

Der Übungsleiter- und der Ehrenamtsfreibetrag sind Jahresbeträge, die einmal pro Kalenderjahr gewährt werden. Bei verschiedenen begünstigten Tätigkeiten müssen die Einnahmen zusammengerechnet werden.

Nichtbeanstandungsfrist der Länder bei Kassen läuft ab!

Mit dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen (sog. Kassengesetz) wurde der Einsatz einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) zum Schutz der Kassenaufzeichnungen grundsätzlich mit Wirkung zum 01.01.2020 eingeführt. Grundsätzlich deshalb, da nach einer erstmaligen Fristverlängerung bis zum 30.09.2020 die zweite Fristverlängerung zum 31.03.2021 ausgelaufen ist.

Hintergrund: Innerhalb der gewährten Frist sind die Finanzverwaltungen angewiesen, Kassensysteme bis zum 31.03.2021 auch weiterhin nicht zu beanstanden, wenn:

  • die TSE bei einem Kassenfachhändler, einem Kassenhersteller oder einem anderen Dienstleister bis zum 30.09.2020 nachweislich verbindlich bestellt (und in einigen Ländern gilt zusätzlich: den Einbau verbindlich in Auftrag gegeben hat) oder
  • der Einbau einer cloudbasierten TSE vorgesehen, eine solche jedoch nachweislich noch nicht verfügbar ist.

Ein gesonderter Antrag bei den Finanzämtern ist hierfür nicht erforderlich. Vielfach wird es nicht möglich sein, diese Vorgaben fristgerecht umzusetzen, wenn ein cloudbasierter Einbau ansteht. Dies deshalb, da die Lösungen einer cloudbasierten TSE vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert werden müssen (bis zum 19.02.2021 ist nur die cloudbasierte TSE-Lösung der Anbieter Deutsche Fiskal/D-Trust durch das BSI zertifiziert worden.)

Praxishilfe: Betroffene Unternehmen sollten umgehend ein Antrag nach § 148 Abgabenordnung zur Verlängerung der Frist beim zuständigen Finanzamt stellen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat dazu auf seiner Homepage eine detaillierte Praxishilfe eingestellt.

Hinweis

Betriebe mit einer ungeschützten Kasse laufen Gefahr, nach diesem Zeitpunkt, nicht rechtmäßig zu handeln mit der Folge von drohenden Schätzungen und Ordnungswidrigkeitsverfahren

Thüringen legt Corona-Härtefallfonds auf

Der Freistaat Thüringen hat einen Corona-Härtefallfonds für diejenigen Thüringer Unternehmen eingerichtet, die trotz pandemiebedingt schwieriger wirtschaftlicher Lage keinen Zugang zu den regulären Hilfsprogrammen haben. Es gibt eine Reihe von Einzelfällen, in denen Unternehmen oder Selbständige durch das Netz der Wirtschaftshilfen von Bund und Land gefallen sind. Mit der Thüringer Härtefallhilfe soll dieser speziellen Zielgruppe Unterstützung angeboten werden.

Unter die Härtefallregelung fallen beispielsweise:

  • atypischen Umsatzentwicklungen oder Saisongeschäfte, aufgrund derer andere als die üblichen Vergleichszeiträume in Betracht gezogen werden müssen;
  • Auseinanderfallen von Bestell- und Lieferzeiträumen;
  • Nebenerwerbstätigkeit mit Gewerbeschein (soweit die Einkünfte aus dieser Tätigkeit im Jahr 2019 mindestens 30 Prozent der Gesamteinkünfte betrugen)

Die ausführliche Richtlinie zum Härtefallfonds ist auf der Internetseite der Thüringer Aufbaubank unter www.aufbaubank.de/foerderprogramme/haertefallfonds einsehbar. Förderanträge können ab Mitte Mai 2021 über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden.

Über die Härtefallanträge entscheidet eine Härtefallkommission, der jeweils ein Vertreter von Wirtschaftsministerium, Finanzministerium und Staatskanzlei sowie der Thüringer Aufbaubank angehören und die von Vertretern der Thüringer Kammern beraten wird. Insgesamt sei die Förderrichtlinie jedoch bewusst offen formuliert worden, um ausreichend flexibel auch auf noch unbekannte oder unvorhersehbare Einzelfälle reagieren zu können.

Aktuelle Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung und Thüringer Landesregierung

Um die wirtschaftlichen Folgen der COVID19-Pandemie abzumildern, hat die Bundesregierung die Fortsetzung der Überbrückungshilfe bis Dezember 2020 beschlossen. Wie schon die Überbrückungshilfe I kann auch die Überbrückungshilfe II nur durch akkreditierte Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragt werden. Die Ruschel Audit & Consulting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist beim Antragsportal akkreditiert.

Die Überbrückungshilfe II können Unternehmen beantragen, die durch Corona-bedingte Auflagen eingetretene Umsatzrückgänge

  • zwischen April und August gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum im Durchschnitt von mindestens 30 % oder
  • in zwei aufeinanderfolgenden Monaten zwischen April und August 2020 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum von mindestens 50 % nachweisen können.

Darüber hinaus müssen die Einkünfte der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit mindestens 51 % der Gesamteinkünfte betragen und das Unternehmen darf sich zum Stichtag 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten gemäß EU-Definition befunden haben.

Mit der Überbrückungshilfe II werden in Abhängigkeit vom tatsächlichen Umsatzrückgang im Zeitraum September bis Dezember 2020 Fixkosten mit 40 % bis 90 % bezuschusst.

Zusätzlich stockt die Thüringer Landesregierung die Überbrückungshilfe II auf und zahlt an betroffene Soloselbständige pro Monat 1.180 Euro. Außerdem wurde in Thüringen für besonders stark betroffene Branchen (u.a. Gastronomie, Beherbergung, Reiseveranstaltung, Sportdienstleistung) die Mindestgrenze beim Umsatzrückgang von 30 % auf 20 % reduziert, um möglichst viele Unternehmen unterstützen zu können.

Als weitere Hilfsmaßnahme wurde von der Bundesregierung die außerordentliche Wirtschaftshilfe auf den Weg gebracht. Mit dieser sogenannten „Novemberhilfe“ sollen Unternehmen, die direkt oder indirekt von Betriebsschließungen des aktuellen Lockdowns betroffen sind, 75 % des Vergleichsumsatzes des Vorjahres erstattet werden.

Unsere Spezialisten der Ruschel Audit & Consulting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben bereits bei der Überbrückungshilfe I umfangreiche praktische Erfahrungen bei der Antragsstellung gesammelt und werden inzwischen auch überregional zu diesen Themen angefragt. Gern unterstützen wir auch Sie und prüfen mit unserem Überbrückungshilfe-Quick-Test ob Ihr Unternehmen die Fördervoraussetzungen erfüllt.

Kontaktieren Sie uns einfach telefonisch unter: 0361 – 340 66 67 oder per Mail: consulting@ruschel-collegen.de

Ein neuer Name, aber ein bekanntes Gesicht – von Ilona Ruschel-Schilling

Vor 12 Jahren haben wir uns in Sri Lanka kennengelernt. Jetzt haben wir uns getraut. Siegfried Schilling und ich sind in den Hafen der Ehe eingefahren.

Auf unserer Weltreise haben wir uns im Februar in Neuseeland in Auckland das „Ja-Wort“ gegeben. Eigentlich wollten wir dann in Deutschland ordentlich mit Ihnen nachfeiern, aber der Corona-Virus hat unsere Pläne durchkreuzt und die Feier musste ausfallen.

Durch den Lockdown, sowohl in Neuseeland als auch Deutschland, wurde die Ehe erst nach nunmehr 7 Monaten standesamtlich eingetragen. Gleichzeitig habe ich mich entschieden, den Namen meines Mannes anzunehmen. Seit dem 29.09.2020 heiße ich jetzt Ilona Ruschel-Schilling.

Deshalb werden Sie auf den künftigen Dokumenten auch diesen Namen finden. Ansonsten ändert sich nichts und ich bleibe für Sie die Gleiche.

Ilona Ruschel Schilling

Unverhältnismäßig hohe Geschäftsführervergütungen – Fehlende Gemeinnützigkeit

Das Finanzamt hatte einer gGmbH, die sich in der psychiatrischen Arbeit engagierte und in erster Linie Leistungen im Bereich der Gesundheits- und Sozialbranche erbrachte, wegen unangemessen hoher Geschäftsführerbezüge die Gemeinnützigkeit für die Jahre 2005 – 2010 versagt. Das Finanzgericht hatte die dagegen erhobene Klage abgewiesen.

Der Bundesfinanzhof bestätigte diese Entscheidung im Wesentlichen. Ob im Einzelfall unverhältnismäßig hohe Vergütungen anzunehmen seien, sei durch einen sog. Fremdvergleich zu ermitteln. Als Ausgangspunkt hierfür könnten allgemeine Gehaltsstrukturuntersuchungen für Wirtschaftsunternehmen herangezogen werden, ohne dass dabei ein „Abschlag“ für Geschäftsführer von gemeinnützigen Organisationen vorzunehmen sei. Da sich der Bereich des Angemessenen auf eine Bandbreite erstrecke, seien nur diejenigen Bezüge als unangemessen zu bewerten, die den oberen Rand dieser Bandbreite um mehr als 20 % übersteigen. Wenn ein unangemessen hohes Geschäftsführergehalt vorliege, sei unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsprinzips ein Entzug der Gemeinnützigkeit allerdings erst dann gerechtfertigt, wenn es sich nicht lediglich um einen geringfügigen Verstoß gegen das Mittelverwendungsgebot handele.