Antrag auf Corona-Überbrückungshilfe

Unsere Wirtschaftsprüfungs-/ und Beratungsgesellschaft Ruschel Audit & Consulting hat das Akkreditierungsverfahren beim BMWi abgeschlossen. Für unsere Mandanten können wir nun die Anträge auf Corona-Überbrückungshilfe stellen. Auch betroffenen Unternehmen, die bisher noch nicht durch unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betreut werden, bieten wir diesen Service an:

Kontakt-Hotline: 0361 – 340 66 67

Die Corona-Überbrückungshilfe können sowohl Soloselbständige und Freiberufler als auch Unternehmen und gemeinnützige Organisationen beantragen. Gern prüfen wir vorab mit unserem Überbrückungshilfe-Quick-Test, ob für Sie die Zuschussvoraussetzungen (Umsatz, Mitarbeiter, Fixkosten etc.) erfüllt sind.

Corona-Hilfe-App im Infocenter auf www.ruschel-collegen.de

Insbesondere unsere Thüringer Mandanten möchten wir auf die erweiterten Fördermöglichkeiten der Thüringer Richtlinie für KMU-Überbrückungshilfe hinweisen:

  • für Unternehmen der Branchen Beherbergung, Gastronomie, Reise-/Messeveranstaltung, Sportdienstleistung, Unterhaltungs-/Erholungsdienstleistung, Solarien und Bäder wird  Überbrückungshilfe bereits ab 30 % Umsatzrückgang (Juni-August 2020) gezahlt
  • für Soloselbständige kann zusätzlich zur Überbrückungshilfe ein Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten i.H.v. 1.180 EUR monatlich (max. 2 Monate) gezahlt werden

 

RUN 2020 – Sicherheit geht vor

Der ursprünglich für diesen Monat geplante Unternehmenslauf RUN 2020 musste, wie so viele andere Großveranstaltungen, coronabedingt abgesagt werden. Die Veranstalter haben nun ein geändertes Konzept entwickelt, welches den Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln besser Rechnung tragen soll. Unter anderem soll der Lauf aus der Erfurter Innenstadt in das Stadion und den angrenzenden Park verlagert werden. Als Ersatztermin ist der 16. September vorgesehen.

Auch unsere BSG Bleistift respektiert die geänderten Rahmenbedingungen. Sofern der Lauf tatsächlich am 16.09.2020 stattfindet kann, wird eine stark verkleinerte Mannschaft für Ruschel & Collegen an den Start gehen.

Denn bei allem Spaß am Sport: Sicherheit geht vor!

Glückwünsche zur bestandenen Abschlussprüfung

Unter erschwerten Rahmenbedingungen stellten sich unsere Auszubildenden in diesem Jahr der Prüfungskommission der Steuerberaterkammer Thüringen. Denn auch der Berufsschulunterricht konnte in den vergangenen Wochen nur eingeschränkt stattfinden. Umso erfreulicher ist es, dass wir an unseren beiden Standorten in Erfurt und Stadtilm jeweils zwei Auszubildenden zur bestandenen Prüfung gratulieren konnten.

In der Niederlassung Stadtilm nahmen Meike Garbrecht und Laura Münchhof die Glückwünsche von Geschäftsführerin Ivonne Dittmar entgegen. Am Hauptsitz des Unternehmens in Erfurt wurden Olga König und Marcel Schröder von Geschäftsführerin Ilona Ruschel und Prokuristin Steffi Lorenz beglückwünscht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren frischgebackenen Kolleginnen und Kollegen und wünschen ihnen für die berufliche Zukunft alles Gute!

Online-Fortbildung für unsere Mitarbeiter

Bereits seit vielen Jahren greifen wir bei Ruschel & Collegen für fachliche Fortbildungen gern auf das Seminarangebot der Steuerakademie Thüringen zurück. Eine qualitativ hochwertige Fortbildung ist in der Steuerberatungsbranche eine notwendige Voraussetzung für eine optimale Mandantenbetreuung.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten jedoch in den letzten Monaten viele geplante Präsenzfortbildungen abgesagt werden. Doch sehr schnell haben viele Anbieter von Fortbildungen, so auch die Steuerakademie, sogenannte Webinare konzeptionell umgesetzt und angeboten. Damit konnten auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer auf den aktuellen Stand gebracht werden. Die Menge an neuen Gesetzen, Verordnungen oder BMF-Schreiben der letzten Wochen hat gezeigt, wie wichtig eine qualifizierte Fortbildung ist.

Konjunkturpaket der Bundesregierung

Konjunkturpaket – Bild von Markus Winkler auf Pixabay

Das Bundeskabinett hat sich in seiner 101. Sitzung am 12. Juni 2020 mit den Maßnahmen zur Umsetzung der Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 3. Juni 2020 befasst.
Wir haben die geplanten Gesetzesänderungen mit Auswirkungen für wirtschaftliche und gemeinnützige Unternehmen zusammengefasst:

Umsatzsteuersatz 

Der Umsatzsteuersatz (Regelsteuersatz) wird befristet vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 branchenübergreifend von 19% auf 16% und der ermäßigte Steuersatz von 7% auf 5% gesenkt. Für Detailfragen zur praktischen Umsetzung dieser geplanten Gesetzesänderung hat das BMF vorab am 15.06.2020 den Entwurf eines Schreibens veröffentlicht.


Steuerlicher Verlustrücktrag

Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro (aktuell: 1 Mio. Euro) erweitert. Der Rücktrag soll bereits unmittelbar finanzwirksam schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden, z.B. über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage. Die Auflösung der Rücklage hat bis spätestens zum Ende des Jahres 2022 zu erfolgen.


Kurzarbeitergeld

Bei einer Aufstockung auf über 80 % des bisherigen Entgelts bedarf es bei steuerbegünstigten (gemeinnützigen) Organisationen einer entsprechenden Begründung, insbesondere zur Marktüblichkeit und Angemessenheit der Aufstockung. Sehen kollektivrechtliche Vereinbarungen des Arbeitsrechts, wie zum Beispiel Tarifverträge, eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes vor, reicht für den Nachweis der „Marktüblichkeit und Angemessenheit“ die Vorlage dieser Vereinbarung. Übernehmen kollektivrechtlich nicht gebundene Unternehmen in individuellen Verträgen mit allen Mitarbeitern einheitlich die kollektivrechtlichen Vereinbarungen der Branche zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, dient ein Mustervertrag dem Nachweis der Marktüblichkeit und Angemessenheit.


Überbrückungshilfen

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird für Corona-bedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt. Die Hilfen werden für die Monate Juni bis August gewährt und gelten branchenübergreifend, wobei den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen wie Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, als Sozialunternehmen geführte Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe etc. angemessen Rechnung zu tragen ist.


KfW Kredit-Sonderprogramm

Zur Stabilisierung gemeinnütziger Organisationen stellt der Bund für die Jahre 2020 und 2021 ein Kredit-Sonderprogramm über die KfW bereit. Die Bundesmittel allein sollen eine 80-prozentige Haftungsfreistellung der zu fördernden Maßnahmen der landeseigenen Förderinstitute (LFI) gestatten.


Förderungen im Kulturbereich

Zur Milderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kulturbereich wird ein Programm aufgelegt, aus dem insbesondere die Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur, Nothilfen, Mehrbedarfe von Einrichtungen und Projekten und die Förderung alternativer, auch digitaler Angebote gefördert werden sollen.


Sportstätten-Investitionen

Für die Jahre 2020 und 2021 werden zusätzliche 150 Millionen Euro für Sportstätten zur Verfügung gestellt. Dazu wird der Investitionsplan Sportstätten von 110 Millionen Euro auf 260 Millionen Euro aufgestockt.


Investitionsprogramm Kinderbetreuungs- und Schulungseinrichtungen

Für Erweiterungen, Um- und Neubauten in den Jahren 2020 und 2021 werden zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt. Die Gelder können auch für Umbaumaßnahmen zur Verbesserung der Hygienesituation eingesetzt werden. Ebenso wird im Digitalpakt Schule der Katalog förderfähiger Investitionen erweitert.


Forschungszulage

Der Fördersatz der steuerlichen Forschungszulage wird rückwirkend zum 1.1.2020 und befristet bis zum 31.12.2025 auf eine Bemessungsgrundlage von bis zu 4 Mio. Euro pro Unternehmen gewährt.


Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen

In der anwendungsorientierten Forschung werden die Mitfinanzierungspflichten für Unternehmen, die wirtschaftlich durch die Coronakrise besonders betroffen sind, reduziert. Der Bund unterstützt die großen außeruniversitären Forschungsorganisationen mit jeweils einem Fonds, aus dem erfolgversprechende Projekte in solchen Fällen eine Ersatzfinanzierung erhalten können, um den Abbruch der Forschungsarbeiten zu verhindern.


Flottenaustauschprogramm

Für Soziale Dienste wird ein auf die Jahre 2020 und 2021 befristetes Flottenaustauschprogramm „Sozial & Mobil“ aufgelegt, um Elektromobilität im Stadtverkehr zu fördern und die gemeinnützigen Träger bei der Flottenumrüstung zu unterstützen.

 

Im Interview: Bilanzbuchhalterin Mandy Rosenkranz

Aus- und Fortbildung ist bei Ruschel & Collegen ein wesentlicher Bestandteil der Mitarbeiterbindung. Unsere Kollegin Mandy Rosenkranz hat vor wenigen Monaten ihre Qualifikation zur Bilanzbuchhalterin erfolgreich abgeschlossen. Im folgenden Interview berichtet sie über Details und Hintergründe dieser beruflichen Qualifizierung.

 

Wie war dein Weg zur geprüften Bilanzbuchhalterin? 

Nach meiner bestandenen Abschlussprüfung zur Steuerfachangestellten suchte ich nach einer Weiterqualifizierung. Ich vereinbarte einen Beratungstermin bei der Aus- und Fortbildungsabteilung der IHK Erfurt. In wenigen Minuten fanden wir den Lehrgang „geprüfte Bilanzbuchhalterin“. Die Inhalte des Kurses und die beruflichen Chancen überzeugten mich und ich meldete mich für den Kurs an. Hilfreich war auch die im Vorfeld bereits zugesicherte Unterstützung meines Arbeitgebers Ruschel & Coll. für diese Qualifizierungsmaßnahme.

 

Muss man sich automatisch weiterqualifizieren? 

Automatisch sicherlich nicht. Aber die ständige Fortbildung ist in unserem Beruf zwingend notwendig. Und warum sollte man sich dann nicht auf dem Weg der Weiterqualifizierung fortbilden? Denn dieser Weg hat dann nicht nur persönliche Vorteile sondern die Kanzlei hat auch qualifizierte Mitarbeiter.

 

Wann hast du die Ausbildung zur Bilanzbuchhalterin absolviert? 

Bei der IHK kann man die Fortbildung in zwei Varianten absolvieren. Die erste Variante ist die Ausbildung mit Vollzeitunterricht. Diese Variante schied für mich aus, da ich bei Ruschel & Collegen in Vollzeit beschäftigt bin. Somit wählte ich die zweite Kursmöglichkeit der IHK und absolvierte die Weiterbildung im Teilzeitunterricht. Meine Ausbildung zur geprüften Bilanzbuchhalterin begann im Oktober 2017 und endete im Januar 2020.

 

Wieso hast du dich gerade für diese Qualifizierungsvariante entschieden? 

Für meine praktischen Tätigkeiten erschien mir die Ausbildung zur Bilanzbuchhalterin sinnvoller, als die alternative Qualifikation zur Steuerfachwirtin. Insbesondere im Bereich Finanzbuchhaltung und Jahresabschluss konzentriert sich die Ausbildung zur Bilanzbuchhalterin auf die Besonderheiten der Bilanzierung und der Kosten- und Leistungsabrechnung.

 

Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein? 

Um die Ausbildung zur Bilanzbuchhalterin beginnen zu können, benötigt man einen anerkannten kaufmännischen Berufsabschluss. Außerdem muss eine umfassende (mindestens 3-jährige) Tätigkeit im betrieblichen Rechnungswesen nachgewiesen werden.

 

Wie siehst du deine berufliche Entwicklung bei Ruschel & Collegen? 

Natürlich hilft eine Weiterqualifizierung auch bei der eigenen beruflichen Entwicklung im Unternehmen. In meinen Fall habe ich neben der Finanzbuchhaltung nun auch die Erstellung von Jahresabschlüssen für Unternehmen verschiedener Rechtsformen übernommen. Das im Rahmen dieser Qualifizierung erlangte Wissen ermöglicht mir auch die Unterstützung meiner Kollegen bei Problemlösungen und fachlichen Beratung von unseren Mandanten. Deshalb folgte auch mein innerbetrieblicher Wechsel in unser Team Beratung/Jahresabschluss mit dem Fachbereich Gemeinnützigkeit.

Vorgestellt: Unser Fachbereich Gemeinnützigkeit

Vereine, Stiftungen und Kapitalgesellschaften insbesondere im Rahmen von gemeinnützigen und mildtätigen Organisationen haben ganz spezielle Beratungsbedürfnisse. Zur Erfüllung dieser Bedürfnisse haben wir bereits im Jahr 2005 unseren Fachbereich Gemeinnützigkeit installiert und seitdem ausgebaut.

Unsere grundsätzlichen Lösungsvorschläge im täglichen Geschäft zur Finanz- und Lohnbuchhaltung, zu handelsrechtlichen und steuerlichen Jahresabschlüssen und zu Steuererklärungen sind im Rahmen des Fachbereichs Gemeinnützigkeit speziell auf gemeinnützige und mildtätige Organisationen hin ausgerichtet, denn auch für diese Einrichtungen gelten die Vorgaben zu ordnungsgemäßer Finanz- und Lohnbuchhaltung sowie die gesetzlichen Fristen.

Unsere Schwerpunkte liegen vor allem in der Begleitung bis zur Anerkennung als gemeinnützige oder mildtätige Organisation sowie der Erfüllung der besonderen Anforderungen durch das Finanzamt für Satzung, tatsächlicher Geschäftsführung und Mittelverwendung. Hierbei kommt vor allem der Beratung zu Spenden, Zustiftungen und Zuwendungen bei Mittelbeschaffung oder Mittelverwendungen als auch bei der Gestaltung von Rücklagen und der Bildung von Rückstellungen eine große Bedeutung zu.

Im Laufe von 15 Jahren Beratung und Betreuung ist es Ruschel & Coll. zudem gelungen, sehr gute Kontakte zu Finanzämtern, Branchenverbänden, Stiftungsaufsicht und Banken, speziell im gemeinnützigen und mildtätigen Bereich, zu knüpfen. Unser Fachbereich Gemeinnützigkeit geht mit neuen und bekannten Mitarbeitern gestärkt daran, unsere exzellenten und qualitativ hochwertigen Leistungen weiter für Sie auszubauen. Neben Wirtschaftsprüferin/Steuerberaterin Ilona Ruschel, Steuerberater Christian Ruschel, Steuerberaterin Ivonne Dittmar und Steuerberater Sebastian Mey mit Erfahrung auf dem Gebiet des Gemeinnützigkeitsrecht, stehen Ihnen vier kompetente Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für fachliche Anfragen zur Verfügung.

  • Mandy Rosenkranz (geprüfte Bilanzbuchhalterin): 03629– 830 619
  • Marco Blaurock (Steuerfachangestellter): 0361 – 340 66 81
  • Ute Müller (staatl. geprüfte Betriebswirtin): 0361 – 340 66 44
  • Ann-Christin Machowski (Steuerfachangestellte): 0361 – 340 66 50

Darüber hinaus können Sie sich bei Fragen rund um Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie individuelle Beratungsleistungen zu Lohnsachverhalten von gemeinnützigen Organisationen gern an unser Team Lohnbuchhaltung wenden:

  • Christina Mönning (Steuerfachangestellte): 0361 – 340 66 40
  • Christel Gruß (Finanzkauffrau): 0361 – 340 66 45
  • Evelyn Barth (Bürokauffrau): 0361 – 340 66 42
  • Diana Wähler (Steuerfachangestellte): 0361 – 340 66 69

Corona-Krise: Anspruch eines Arbeitnehmers auf Entgelt bei behördlichen Infektionsschutzmaßnahmen

Wenn ein Arbeitnehmer Adressat einer behördlichen Maßnahme ist, wie z. B. Tätigkeitsverbot oder Quarantäne, kann er einen Entgeltanspruch gegen seinen Arbeitgeber haben. Das Bundesarbeitsministerium weist darauf hin, dass aus Sicht des Bundesgerichtshofs in einem solchen Fall ein vorübergehender, in der Person des Arbeitnehmers liegender Verhinderungsgrund bestehen kann, der den Arbeitgeber trotz Wegfalls der Pflicht zur Arbeitsleistung zur Entgeltfortzahlung verpflichtet (§ 616 BGB). Die Dauer der Entgeltfortzahlung hängt von den Umständen des Einzelfalles ab (BGH-Az.: III ZR 43/77, hier: für höchstens 6 Wochen).

In Fällen, in denen die gesetzliche Regelung durch Einzel- oder Tarifvertrag eingeschränkt oder ausgeschlossen ist oder aus anderen Gründen nicht greift, besteht in vielen Konstellationen ein öffentlich-rechtlicher Entschädigungsanspruch. Personen, die als Ansteckungsverdächtige auf Anordnung des zuständigen Gesundheitsamts isoliert werden und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, erhalten eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes gewährt. Arbeitnehmer erhalten von ihrem Arbeitgeber für die Dauer der Isolierung, längstens für sechs Wochen, eine Entschädigung in Höhe des Nettolohns. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag erstattet. Nach sechs Wochen zahlt der Staat in Höhe des Krankengeldes weiter.

Gravierende Mängel bei der Kassenführung führen zu Hinzuschätzungen des Finanzamts

Der Betreiber eines Sushi-Restaurants, der die meisten Einnahmen in bar erzielte, setzte eine elektronische Registrierkasse älteren Baujahres ein. Fiskaljournaldaten konnte die Kasse nicht speichern und in der Kasse zunächst gespeicherte Daten wurden aufgrund begrenzter Speichermöglichkeiten überschrieben. Die ausgedruckten Tagesendsummenbons (Z-Bons) wurden am Ende des Geschäftstages aufbewahrt, aber die von der Kasse ausgedruckten Warengruppenberichte wurden vernichtet.

Für unbare Kreditkarten- und EC-Karten-Umsätze gab es ein entsprechendes Kartenlesegerät. Im Kassensystem fand aber keine Trennung der baren von den unbaren Einnahmen statt, weshalb sämtliche Einnahmen als Bareinnahmen ausgewiesen wurden. Die Tageseinnahmen wurden in einem Kassenbuch erfasst, das mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms erstellt wurde. Eine Außenprüfung ergab, dass die eingesetzte Kasse Aufzeichnungsmängel aufweist, weil die erfassten Tageseinnahmen täglich gelöscht würden, bis auf das Benutzerhandbuch weder Organisationsunterlagen noch die Verfahrensdokumentation zur elektronischen Registrierkasse vorgelegt werden konnten und bar und unbar vereinnahmte Einnahmen jeweils nicht gesondert festgehalten würden. Es wurden daher Hinzuschätzungen vorgenommen und der Fall ging vor Gericht.

Doch das Finanzgericht Münster stellte klar, dass eine Schätzungsbefugnis gegeben ist, weil die Buchführung der Besteuerung nicht zugrunde gelegt werden kann und auch die Höhe der vom Finanzamt vorgenommenen Hinzuschätzungen im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Es liege ein gravierender formeller Mangel bereits darin, dass der Betreiber des Sushi-Restaurants seine Aufzeichnungen mittels Tabellenkalkulationsprogramm (hier Standardsoftware: Numbers für Mac) geführt hat. Des Weiteren sei die sog. Kassensturzfähigkeit im Betrieb des Sushi-Restaurants nicht gewährleistet.

Corona-Krise: Werbungskostenabzug für ein Arbeitszimmer?

Ob Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht werden können, hängt zunächst davon ab, ob ein „Arbeitszimmer“ im steuerrechtlichen Sinn zur Verfügung steht. Es muss sich um einen separaten Raum handeln. Ein Schreibtisch im Schlafzimmer oder Wohnzimmer genügt nicht. Ebenso ist ein Raum, der auch als Gästezimmer dient, kein „Arbeitszimmer“.

Wenn in Zeiten von Corona ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber empfohlen bekommen hat, in den nächsten Tagen/Wochen von Zuhause zu arbeiten, das Bürogebäude aber nach wie vor offen ist, könnte er also auch an seinen üblichen Arbeitsort gehen. Wer aber lieber im Homeoffice arbeitet, kann „keinen“ Werbungskostenabzug geltend machen, da ein anderer Arbeitsplatz vorhanden und zugänglich wäre.

Muss jedoch ein Arbeitnehmer auf Anordnung des Arbeitgebers in den nächsten Tagen/Wochen von Zuhause aus arbeiten, weil das Bürogebäude abgesperrt ist und es keiner betreten darf, ist ein Werbungskostenabzug möglich, da kein anderer Arbeitsplatz zugänglich ist.