Aktuelle Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung und Thüringer Landesregierung

Um die wirtschaftlichen Folgen der COVID19-Pandemie abzumildern, hat die Bundesregierung die Fortsetzung der Überbrückungshilfe bis Dezember 2020 beschlossen. Wie schon die Überbrückungshilfe I kann auch die Überbrückungshilfe II nur durch akkreditierte Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragt werden. Die Ruschel Audit & Consulting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist beim Antragsportal akkreditiert.

Die Überbrückungshilfe II können Unternehmen beantragen, die durch Corona-bedingte Auflagen eingetretene Umsatzrückgänge

  • zwischen April und August gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum im Durchschnitt von mindestens 30 % oder
  • in zwei aufeinanderfolgenden Monaten zwischen April und August 2020 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum von mindestens 50 % nachweisen können.

Darüber hinaus müssen die Einkünfte der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit mindestens 51 % der Gesamteinkünfte betragen und das Unternehmen darf sich zum Stichtag 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten gemäß EU-Definition befunden haben.

Mit der Überbrückungshilfe II werden in Abhängigkeit vom tatsächlichen Umsatzrückgang im Zeitraum September bis Dezember 2020 Fixkosten mit 40 % bis 90 % bezuschusst.

Zusätzlich stockt die Thüringer Landesregierung die Überbrückungshilfe II auf und zahlt an betroffene Soloselbständige pro Monat 1.180 Euro. Außerdem wurde in Thüringen für besonders stark betroffene Branchen (u.a. Gastronomie, Beherbergung, Reiseveranstaltung, Sportdienstleistung) die Mindestgrenze beim Umsatzrückgang von 30 % auf 20 % reduziert, um möglichst viele Unternehmen unterstützen zu können.

Als weitere Hilfsmaßnahme wurde von der Bundesregierung die außerordentliche Wirtschaftshilfe auf den Weg gebracht. Mit dieser sogenannten „Novemberhilfe“ sollen Unternehmen, die direkt oder indirekt von Betriebsschließungen des aktuellen Lockdowns betroffen sind, 75 % des Vergleichsumsatzes des Vorjahres erstattet werden.

Unsere Spezialisten der Ruschel Audit & Consulting GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben bereits bei der Überbrückungshilfe I umfangreiche praktische Erfahrungen bei der Antragsstellung gesammelt und werden inzwischen auch überregional zu diesen Themen angefragt. Gern unterstützen wir auch Sie und prüfen mit unserem Überbrückungshilfe-Quick-Test ob Ihr Unternehmen die Fördervoraussetzungen erfüllt.

Kontaktieren Sie uns einfach telefonisch unter: 0361 – 340 66 67 oder per Mail: consulting@ruschel-collegen.de

Ein neuer Name, aber ein bekanntes Gesicht – von Ilona Ruschel-Schilling

Vor 12 Jahren haben wir uns in Sri Lanka kennengelernt. Jetzt haben wir uns getraut. Siegfried Schilling und ich sind in den Hafen der Ehe eingefahren.

Auf unserer Weltreise haben wir uns im Februar in Neuseeland in Auckland das „Ja-Wort“ gegeben. Eigentlich wollten wir dann in Deutschland ordentlich mit Ihnen nachfeiern, aber der Corona-Virus hat unsere Pläne durchkreuzt und die Feier musste ausfallen.

Durch den Lockdown, sowohl in Neuseeland als auch Deutschland, wurde die Ehe erst nach nunmehr 7 Monaten standesamtlich eingetragen. Gleichzeitig habe ich mich entschieden, den Namen meines Mannes anzunehmen. Seit dem 29.09.2020 heiße ich jetzt Ilona Ruschel-Schilling.

Deshalb werden Sie auf den künftigen Dokumenten auch diesen Namen finden. Ansonsten ändert sich nichts und ich bleibe für Sie die Gleiche.

Ilona Ruschel Schilling

Unverhältnismäßig hohe Geschäftsführervergütungen – Fehlende Gemeinnützigkeit

Das Finanzamt hatte einer gGmbH, die sich in der psychiatrischen Arbeit engagierte und in erster Linie Leistungen im Bereich der Gesundheits- und Sozialbranche erbrachte, wegen unangemessen hoher Geschäftsführerbezüge die Gemeinnützigkeit für die Jahre 2005 – 2010 versagt. Das Finanzgericht hatte die dagegen erhobene Klage abgewiesen.

Der Bundesfinanzhof bestätigte diese Entscheidung im Wesentlichen. Ob im Einzelfall unverhältnismäßig hohe Vergütungen anzunehmen seien, sei durch einen sog. Fremdvergleich zu ermitteln. Als Ausgangspunkt hierfür könnten allgemeine Gehaltsstrukturuntersuchungen für Wirtschaftsunternehmen herangezogen werden, ohne dass dabei ein „Abschlag“ für Geschäftsführer von gemeinnützigen Organisationen vorzunehmen sei. Da sich der Bereich des Angemessenen auf eine Bandbreite erstrecke, seien nur diejenigen Bezüge als unangemessen zu bewerten, die den oberen Rand dieser Bandbreite um mehr als 20 % übersteigen. Wenn ein unangemessen hohes Geschäftsführergehalt vorliege, sei unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsprinzips ein Entzug der Gemeinnützigkeit allerdings erst dann gerechtfertigt, wenn es sich nicht lediglich um einen geringfügigen Verstoß gegen das Mittelverwendungsgebot handele.

Hinweise zur Vergabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) weist darauf hin, dass die Vergabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) ausschließlich auf schriftlichen Antrag erfolgt. Dies gilt auch für allgemeine Fragen zur Vergabe bzw. zu allen Fragen bzgl. der gespeicherten Daten oder der Eintragung von Euroadressen.

Mit diesem Hinweis reagiert das BZSt auf vermehrte Anträge auf Vergabe einer USt-IdNr. bzw. Mitteilung der dazu gespeicherten Daten.

Der Antrag muss folgende Informationen enthalten:

  • Name und Anschrift der Antragstellerin oder des Antragstellers,
  • Finanzamt, bei dem das Unternehmen geführt wird,
  • Steuernummer, unter der das Unternehmen geführt wird.

Er kann über ein Kontaktformular zum Thema „Vergabe der USt-IdNr.“ gestellt werden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Bearbeitung des Antrags ist, dass der Antragsteller als Unternehmer bei seinem zuständigen Finanzamt umsatzsteuerlich geführt wird und dem BZSt diese Daten bereits übermittelt wurden.

Eine Bearbeitung des Antrags erfolgt in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

Handwerkerkosten steuermindernd geltend machen

Wer für Arbeiten im Privathaushalt Handwerker beauftragt, kann einen Teil der Ausgaben steuerlich absetzen, wenn der Leistungserbringer gegenüber dem Leistungsempfänger mit einer ordnungsgemäßen Rechnung abrechnet und wenn der Empfänger den Betrag durch Überweisung auf das Konto des Leistenden bezahlt. Barzahlungen gegen Quittung werden vom Finanzamt nicht anerkannt.

Begünstigt sind alle handwerklichen Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden.

Steuerpflichtige können die Ausgaben bis zu einer Höchstgrenze von 6.000 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen. Das Finanzamt berücksichtigt nur Lohn- und Arbeitskosten. Daher ist darauf zu achten, dass diese auch aus der Rechnung hervorgehen. Von den nachgewiesenen Kosten können 20 Prozent direkt auf die zu zahlende Einkommensteuer angerechnet werden. Somit lässt sich der Einkommensteuerbetrag um bis zu 1.200 Euro reduzieren.

Wenn die absetzbaren Handwerkerkosten 6.000 Euro im Jahr übersteigen, sollten Steuerpflichtige, falls möglich, die Arbeiten am Haus oder in der Wohnung ggf. auf mehrere Jahre verteilen, um vom Steuerabzug zu profitieren.

Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Mandanten

Bitte Mund-Nasen-Schutz benutzen!
Bild: Julien Tromeur by pixabay.com

Nachdem es im Sommer kurzzeitige Anzeichen einer Entspannung bei SARS-CoV2-Neuinfektionen gab, steigen die Infektionszahlen aktuell wieder sehr stark an. Zum Schutz unserer Mitarbeiter und Mandanten haben wir deshalb bei Ruschel & Collegen unser bestehendes Hygiene-Konzept erweitert und bitten um entsprechende Beachtung:

Der Kontakt zwischen unseren Mitarbeitern und Mandanten soll grundsätzlich nur noch telefonisch oder auf elektronischem Weg (per E-Mail, Online-Kontaktformular oder Datev-Portal „Unternehmen online“) erfolgen. Persönliche Termine möchten wir auf ein Mindestmaß beschränken. Da wir bereits mehrfach praktische Erfahrungen mit Telefonkonferenzen und Online-Besprechungen gesammelt haben, bieten wir diese Kommunikationswege auch im Mandantenverkehr an.

Für die persönlichen Übergabe von Unterlagen nutzen Sie bitte unsere Boxen in den Empfangsbereichen der Kanzleiräume oder alternativ den Aktenbriefkasten am Büro Goethestraße 22 (Parkplatzseite). Sollten dringende Gründe für ein persönliches Beratungsgespräch im Steuerbüro bestehen, bitten wir unsere Mandanten, einen Mund-Nase-Schutz in den öffentlichen Bereichen zu tragen und das Abstandsgebot zu berücksichtigen. Beim Betreten und Verlassen unserer Büroräume benutzen Sie bitte die bereitgestellten Desinfektionsspender. Wir danken für Ihre Unterstützung

30 Jahre Ruschel & Collegen

30 Jahre Ruschel & Collegen, das sind 30 Jahre intensiver Zusammenarbeit mit unseren Mandanten und 30 Jahre mit MItarbeitern welche zu unserer Familie gehören.

Wir bedanken uns bei unseren Mandanten für das Vertrauen welches Sie in uns gesetzt haben und freuen uns auf die nächsten 30 Jahre mit Ihnen.

Lesen Sie nun Grußworte und Gastbeiträge zu unserem 30 jährigen Jubiläum.

Grußwort von Rechtsanwalt Martin Wiederhold

Grußwort von Rechtsanwalt Heinz Jochen Spilker

Stimmen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

Ein persönlicher Rückblick von Ivonne Dittmar

 

 

30 Jahre Ruschel & Collegen in Zeiten der Coronapandemie von Ilona Ruschel

 

 

30 Jahre Ruschel & Collegen Bildergalerie von unserer „verlängerten Mittagspause“ zum Betriebsjubiläum

 

 

 

 

30 Jahre Ruschel & Coll. Bildergalerie

Eindrücke und Impressionen von unserer „verlängerten Mittagspause“ zum 30-jährigen Betriebsjubiläum haben wir in dieser Bildergalerie zusammengefasst:

Umsatzsteuersatzsenkung

Durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung wird die Umsatzsteuer befristet vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 abgesenkt.
Dadurch gibt es einiges zu beachten.

Anpassung bei Vermietung von Gewerberäumen nötig

Für Mietverhältnisse, die der Umsatzbesteuerung unterliegen, gilt ab 1. Juli ein niedrigerer Steuersatz. Er sinkt vorübergehend von 19 Prozent auf 16 Prozent.

Vermieter von Gewerberäumen müssen daher eine Anpassung vornehmen, sonst besteht die Gefahr, dass der Vermieter die fälschlich ausgewiesenen 19 Prozent Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen muss, obwohl der Mieter nur 16 Prozent Umsatzsteuer entrichtet.

Wenn ein Gewerbemietvertrag keine konkrete Angabe zum Steuersatz enthält, sondern nur einen Passus wie „gesetzliche Mehrwertsteuer“, kann eine ergänzende Dauerrechnung einfach von 19 Prozent auf 16 Prozent umgestellt werden. Mietverträge, in denen die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist, sollten zeitlich befristet geändert werden.

Rechnung selbst kürzen nicht erlaubt

Verbraucher dürfen aber die Mehrwertsteuer auf Rechnungen, die nicht die abgesenkte Mehrwertsteuer ausweisen, nicht eigenständig korrigieren und daher weniger zahlen. Wer als Kunde Forderungen einseitig kürzt, gerät unter Umständen automatisch in Verzug mit seiner Zahlung.

Was bei laufenden Verträgen zu beachten ist

Bei Strom, Gas, Wärme oder Wasser ist in der Regel entscheidend, wann die Ablesung erfolgt. Darauf weist das Bundesfinanzministerium in seinen FAQs zu den anstehenden Umsatzsteuersatzsenkungen hin.

Der dann geltende Umsatzsteuersatz sei für den gesamten Abrechnungszeitraum anzuwenden. Die Versorgungsunternehmen könnten aber auch Zeiträume vor dem 1. Juli 2020 und Zeiträume im zweiten Halbjahr getrennt abrechnen. Für Zeiträume vor dem 1. Juli 2020 gelte dann der alte Umsatzsteuersatz, für Zeiten im zweiten Halbjahr 2020 der neue Umsatzsteuersatz.

Beim Telefon sei das Ende des Rechnungszeitraums entscheidend. Werde das Telefon beispielsweise vom 15. Juni 2020 bis zum 14. Juli 2020 abgerechnet, gilt der neue Umsatzsteuersatz von 16 Prozent.

Stichtag für die Berechnung der Umsatzsteuer

Wesentlich ist, welcher Stichtag für die Berechnung der Umsatzsteuer gilt. Entscheidend ist in der Regel, wann eine Ware geliefert oder eine Dienstleistung vollständig erbracht ist. Der Umsatzsteuersatz, der zu diesem Zeitpunkt gilt, ist anzuwenden.

Daraus folgt, dass auf Handwerkerleistungen, die in der Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 beendet werden, grundsätzlich die neuen Umsatzsteuersätze anzuwenden sind.

Beim Kauf von Waren ist entscheidend, wann der Verbraucher diese erhält. Erfolgt die Lieferung in der Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020, sind die neuen Umsatzsteuersätze anzuwenden. Allerdings folgt hieraus nicht zwangsläufig, dass ein geringerer Kaufpreis bezahlt werden muss. Dies ist vom Vertrag und den darin mit dem Verkäufer getroffenen Vereinbarungen abhängig. Das heißt aber nicht, dass jetzt alle längerfristigen Verträge neu geschrieben werden müssen. Gibt der Unternehmer die Umsatzsteuersenkung an seine Kunden weiter, genügt es, in einem weiteren Dokument die neuen Angaben unter Bezugnahme auf den Vertrag schriftlich festzuhalten.

Bei Anzahlungen ist grundsätzlich entscheidend, wann eine Ware geliefert oder eine Dienstleistung vollständig erbracht ist. Ob eine Anzahlung erfolgt ist, ist für die Höhe der Umsatzsteuer nicht entscheidend.

Für Bestellungen bei Unternehmen innerhalb der EU gelten die gleichen Regelungen wie bei Bestellungen im Inland.

Geplante steuerliche Entlastungen von Familien

Am 3. Juli 2020 hat das Bundesministerium der Finanzen den Entwurf eines „Zweiten Gesetzes zur steuerlichen Entlastung von Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen“ (2. FamEntlastG) veröffentlicht, um Familien wirtschaftlich weiter zu fördern und zu stärken. Die Regelungen sollen zur angemessenen Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit von Familien bei der Bemessung der Einkommensteuer nunmehr für die Jahre 2021 und 2022 angepasst werden.

Die geplanten Maßnahmen (Stand: 30. Juni 2020):

  • Das Kindergeld erhöht sich ab dem 1. Januar 2021 um 15 Euro pro Kind und Monat.
  • Die steuerlichen Kinderfreibeträge werden ab 1. Januar 2021 von 7.812 Euro auf 8.388 Euro angehoben (Kinderfreibetrag je Elternteil: 2.730 Euro, Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf je Elternteil: 1.464 Euro).
  • Der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen sowie der Grundfreibetrag werden ab dem Veranlagungszeitraum 2021 von 9.408 Euro auf 9.696 Euro angehoben, ab dem Veranlagungszeitraum 2022 um weitere 288 Euro auf 9.984 Euro.
  • Zum Ausgleich der kalten Progression werden die übrigen Eckwerte des Einkommensteuertarifs für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 nach rechts verschoben.
  • Darüber hinaus werden auf Basis der bisherigen Praxiserfahrungen Aktualisierungen zum automatisierten Kirchensteuereinbehalt bei Kapitalerträgen vorgenommen.