Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer 2014 beantragen

Dauerfristverlängerung_für_Umsatzsteuer_2014_beantragenAuf Grund der Abschaffung der so genannten Abgabe-Schonfrist für Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie der Verpflichtung, die Anmeldungen elektronisch zu übertragen, bietet sich ein Antrag auf Fristverlängerung ab 2014 auch für diejenigen an, die ihre Voranmeldungen bisher monatlich oder vierteljährlich abgegeben haben.

Voranmeldungszeitraum für die Umsatzsteuer ist

  • das Kalendervierteljahr,
  • der Kalendermonat, wenn die Steuer (Summe der Vorauszahlungen) des Jahres 2013 mehr als 7.500 € betragen hat.

Hat die Steuer im Vorjahr nicht mehr als 1.000 € betragen, kann das Finanzamt den Unternehmer von der Abgabe von Voranmeldungen und von der Entrichtung von Vorauszahlungen befreien.

Wenn sich im Jahr 2013 ein Vorsteuer-Überschuss von mehr als 7.500 € ergeben hat, kann durch Abgabe der Voranmeldung Januar 2014 oder eines Antrags auf Dauerfristverlängerung für 2014 bis zum 10.2.2014 der monatliche Voranmeldungszeitraum beibehalten werden.

Unternehmer, die ihre Umsatzsteuervoranmeldungen monatlich abgeben, können Fristverlängerung für 2014 in Anspruch nehmen, wenn sie bis zum 10.2.2014 einen Antrag beim Finanzamt stellen. Voranmeldungen und Vorauszahlungen sind dann jeweils einen Monat später fällig.

Die Fristverlängerung ist davon abhängig, dass eine Sondervorauszahlung in Höhe eines Elftels der Summe der Vorauszahlungen für 2013 angemeldet und bis zum 10.2.2014 geleistet wird. Diese Sondervorauszahlung wird auf die am 10.2.2015 fällige Vorauszahlung für Dezember 2014 angerechnet. Ob das so bleibt, ist abzuwarten.

Dies hat zur Folge, dass die o. a. Anmeldungen ab Voranmeldungszeitraum Januar 2014 grundsätzlich bis zum 10. des dem Anmeldungszeitpunkt folgenden Monats abgegeben werden müssen. Fällt der 10. auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, ist der nächste Werktag der Stichtag.

Vierteljahreszahler müssen keine Sondervorauszahlung entrichten. Für sie gilt die für ein Kalenderjahr genehmigte Fristverlängerung auch für die folgenden Kalenderjahre weiter, wenn sich die Verhältnisse nicht geändert haben. Ein erstmaliger Antrag ist in diesen Fällen bis zum 10.4.2014 zu stellen.

Zu beachten ist, dass ein einmal gestellter und genehmigter Antrag so lange gilt, bis der Unternehmer den Antrag zurücknimmt oder das Finanzamt die Fristverlängerung widerruft.

Für Unternehmer, die ihre berufliche oder gewerbliche Tätigkeit neu begründen, ist im Jahr der Aufnahme der Tätigkeit und im folgenden Jahr grundsätzlich der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum.

Freie Verpflegung als Sachbezug ab 1.1.2014

Freie_Verpflegung_als_Sachbezug_ab_1.1.2014 Erhalten Arbeitnehmer als Arbeitsentgelt Sachbezüge in Form von Verpflegung, richtet sich der Wert nach der Sachbezugsverordnung.

Die sich aus der Sachbezugsverordnung ergebenden Werte werden in die Berechnung der Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge einbezogen.

Die freie Verpflegung umfasst die Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Stellt der Arbeitgeber nicht alle Mahlzeiten zur Verfügung, ist der anteilige Sachbezugswert nur für die gewährte Mahlzeit anzusetzen. Für Jugendliche und Auszubildende gibt es keinen Abschlag mehr. Für Familienangehörige sind geringere Werte anzusetzen.

Freie_Verpflegung_als_Sachbezug_ab_1.1.2014

Bei der Gewährung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten im Betrieb sind für sämtliche Arbeitnehmer einheitlich anzusetzen:

  • 1,63 € für das Frühstück
  • 3,00 € für Mittag-/Abendessen

 

Beitragszuschuss für nicht Krankenversicherungspflichtige und für in der privaten Krankenversicherung versicherte Beschäftigte im Jahr 2014

Beitragszuschuss_für_nicht_KrankenversicherungspflichtigeBeschäftigte, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung oder in einer privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sind, haben Anspruch auf einen Zuschuss des Arbeitgebers. Der Arbeitgeber hat dem freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Arbeitnehmer einen Zuschuss in Höhe der Hälfte des Gesamtbeitrags zu zahlen.

Der Zuschuss für einen in einer privaten Krankenversicherung versicherten Arbeitnehmer ist abhängig vom durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatz der Krankenkassen, der weiterhin 14,6 % beträgt. Daraus errechnet sich für 2014 ein monatlicher Zuschuss von maximal 295,65 € (14,6 % von 4.050,00 € Beitragsbemessungsgrenze = 591,30 €; davon die Hälfte = 295,65 €).

Sind die Bezüge niedriger, ist der Zuschuss entsprechend der obigen Berechnung zu ermitteln. Grundsätzlich darf aber nur die Hälfte des tatsächlich vom Arbeitnehmer gezahlten Beitrags als Zuschuss gewährt werden.

Hinweis: Der maximale Zuschuss des Arbeitgebers zur Pflegeversicherung in der PKV beträgt monatlich 41,51 €, in Sachsen 21,26 €.

Mitwirkungspflicht bei Einbuchung ungeklärter Einnahmen in die betriebliche Kasse

Wird Kapital aus dem Privatvermögen in das Betriebsvermögen eingelegt, so trifft den einlegenden Unternehmer eine erhöhte Mitwirkungspflicht. Er hat nachzuweisen, welchen Ursprung der eingelegte Betrag hat. Bleibt die Herkunft unklar, kann die ungeklärte Kapitalzuführung als nicht versteuerte Einnahme behandelt werden.

In der hierzu ergangenen Entscheidung des Bundesfinanzhofs ging es um einen KfzHändler, der einen sechsstelligen Betrag bar in seine Kasse eingebucht und als Herkunft dieser Mittel einen Spielbankgewinn angegeben hatte. Gerade bei Spielbankgewinnen ist die besondere Nachweispflicht von Bedeutung. Eine schriftliche Bestätigung durch das Kasino ist ohne Probleme zu erlangen, sodass insoweit ein eindeutiger Nachweis möglich gewesen wäre. Fehlt ein solcher Nachweis, kann die Einlage eine bisher nicht erfasste Betriebseinnahme darstellen.

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Lose-Blatt-Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß

Lose-Blatt-Fahrtenbuch_nicht_ordnungsgemäßWerden Aufzeichnungen für Fahrten mit einem betrieblichen Kraftfahrzeug monatlich auf losen Blättern geführt, stellt dies kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch dar. Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch muss in gebundener oder in sich geschlossener Form zeitnah geführt werden. Das gilt für den gesamten Zeitraum der Ermittlung innerhalb eines Kalenderjahres.

Ein Handelsvertreter stellte seine Fahrten jeweils für einen Monat auf einem so genannten Reisekosten-Nachweis-Vordruck zusammen. Als Grundlage diente sein Terminkalender, in dem er die Fahrten notiert hatte. Bei diesem Geschehensablauf war davon auszugehen, dass die Aufzeichnungen nicht zeitnah vorgenommen wurden. Insoweit fehlte es neben der gebundenen Form an einer wesentlichen Voraussetzung für die Anerkennung eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs.

(Quelle: Beschluss der Bundesfinanzhofs)

Berücksichtigung von Umsatzsteuerzahlungen als Betriebsausgaben

Berücksichtigung von Umsatzsteuerzahlungen als BetriebsausgabenSchreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten, die beim Erlass eines Verwaltungsakts unterlaufen sind, können jederzeit berichtigt werden. Offenbare Unrichtigkeiten sind mechanische Versehen wie z. B. Eingabe- oder Übertragungsfehler. Fehler bei der Auslegung oder Anwendung einer Rechtsnorm, eine unrichtige Tatsachenwürdigung oder die unzutreffende Annahme eines in Wirklichkeit nicht vorliegenden Sachverhalts schließen dagegen die Annahme einer offenbaren Unrichtigkeit aus. Die Vorschrift ist auch dann anwendbar, wenn das Finanzamt offenbar fehlerhafte Angaben des Steuerzahlers als eigene übernimmt. Offenbar ist eine Unrichtigkeit dann, wenn der Fehler bei Offenlegung des Sachverhalts für jeden Dritten klar und eindeutig als offenbare Unrichtigkeit erkennbar ist.

Ein Ingenieur hatte seine selbst erstellten Einnahmenüberschussrechnungen für die Jahre 2002 bis 2005 beim Finanzamt eingereicht. Darin hatte er die geleisteten Umsatzsteuerzahlungen nicht berücksichtigt, obwohl er diese in den zeitgleich abgegebenen Umsatzsteuererklärungen ausgewiesen und das Finanzamt die Umsatzsteuer erklärungsgemäß veranlagt hatte.

Nachdem die Einkommensteuerbescheide bestandskräftig waren, bemerkte der Ingenieur seinen Fehler und beantragte den Betriebsausgabenabzug. Dies lehnten Finanzamt und Finanzgericht ab.

Der Bundesfinanzhof bestätigte, dass es sich um eine offenbare Unrichtigkeit handelte und ließ die Umsatzsteuerzahlungen im Jahr des Abflusses als Betriebsausgaben zu. Aus der maßgeblichen Sicht eines objektiven Dritten und damit auch aus der Sicht des Finanzamts ergab sich, dass die umsatzsteuerlich berücksichtigten Umsatzsteuerzahlungen nur aufgrund eines mechanischen Versehens des Ingenieurs nicht in seinen Einkommensteuererklärungen erfasst worden waren. Dafür, dass der zuständige Sachbearbeiter des Finanzamts hätte annehmen können, die geleisteten Umsatzsteuerzahlungen seien wegen vollständiger Zuordnung zu einem anderen Veranlagungszeitraum insgesamt nicht angesetzt worden, fehlte jeglicher Anhaltspunkt.

Abzugsfähigkeit von Bewirtungsaufwendungen

Abzugsfähigkeit_von_BewirtungsaufwendungenAufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass sind nur beschränkt abziehbare Betriebsausgaben. Bewirtung ist jede Darreichung von Speisen, Getränken oder sonstigen Genussmitteln zum sofortigen Verzehr. Voraussetzung für den Betriebsausgabenabzug ist u. a. die Buchung auf ein getrenntes Konto in der Buchführung.

Ein Finanzdienstleister arbeitete mit selbstständigen Vermögensberatern, die als seine Untervertreter tätig wurden. Das Unternehmen organisierte Aus- und Weiterbildungen auf verschiedenen Gebieten. Bei allen Veranstaltungen gab es unterschiedliche Verpflegung, Kaffee oder Kaltgetränke in Kaffeepausen bis zur Gewährung von Verpflegung bei mehrtägigen Veranstaltungen und davon abhängige von den Vermögensberatern zu zahlende Teilnahmeentgelte.

Die Rechnungen für diese Veranstaltungen enthielten meist Tagungspauschalen, die auch Raumkosten und Übernachtungskosten enthielten. Das Unternehmen buchte die Aufwendungen über verschiedene Konten, die nicht ausschließlich Bewirtungskosten bzw. beschränkt abziehbare Betriebsausgaben enthielten. Vierteljährlich wurde ein Pauschalsatz pro Teilnehmer und Tag in einer Nebenbuchhaltung erfasst.

Dies entsprach nicht den Anforderungen des Gesetzes an eine getrennte Aufzeichnung, sodass die Aufwendungen nicht abzugsfähig waren.

(Quelle: Beschluss des Bundesfinanzhofs)

Vorgestellt: Adam-Ries-Sportverein e.V.

adam_ries_sportAus einem kleinen Kreis interessierter Sportler der Adam Ries Fachhochschule entwickelte sich in kürzester Zeit, durch viel Engagement und Beharrlichkeit ein gemeinnütziger Verein, der im Stadtbild von Erfurt seinen Platz bei Veranstaltungen wie „Erfurt rennt“ oder dem „Unternehmenslauf“ gefunden hat. Unsere Studierende Madeleine Lambrecht ist seit 2012 aktives Vereinsmitglied. Bis heute zählt der Verein über 70 Mitglieder mit steigender Tendenz. Darüber hinaus bietet der Adam Ries Sportverein e.V. allen interessierten Menschen zu einem bezahlbaren Mitgliedsbeitrag die Möglichkeit in der Gruppe Breitensport zu betreiben. In der Gründerversammlung wurde Wert darauf gelegt, dass die Freude an der Bewegung und nicht den Druck des Leistungssports im Mittelpunkt stehen.

Im Angebot des Sportvereins ist jeden Montag Hallenfußball in der Kannegießer Sporthalle Berliner Platz. Jeden Freitag findet in der Riethsporthalle ZUMBA, Badminton, Speedbadminton, Tischtennis, Volleyball und Basketball statt. Jeden Mittwoch treffen sich laufbegeisterte Sportler, um ihre Ausdauer zu steigern und um für die anstehenden Wettkämpfe zu trainieren. Wie auch in den vergangenen Jahren beteiligte sich unser Sportverein an einigen Wettkämpfen. Darunter „Erfurt rennt“, „Erfurter Unternehmenslauf“, „Erfurter Nachtlauf“, „Weimarer Stadtlauf“ und „Bad Hersfelder Lollslauf“. Bei einigen dieser Veranstaltungen erzielten wir Achtungserfolge. Einmal im Jahr veranstaltete der Sportverein eine Weihnachtsfeier an der die Mitglieder gemütlich in der Festungsbäckerei auf dem Petersberg beisammen sind. Selbstverständlich sind wir immer auf der Suche nach Starken Partnern auf unserer Seite, die uns unterstützen.

Ergebnisse Mandantenumfrage

Im Oktober haben wir unter unseren Mandanten eine Zufriedenheitsumfrage durchgeführt. Für die Teilnahme möchten wir uns recht herzlich bedanken. Sie haben uns damit geholfen, unsere Stärken und Schwächen herauszufiltern.

Insgesamt haben Sie uns mit einer Durchschnittsnote von 1,7 bewertet. Gegenüber unserer letzten Umfrage aus dem Jahr 2010 stellt diese Durchschnittsnote eine Verbesserung um ein Zehntel dar. Gleichwohl konnten wir nicht unsere Spitzenbewertung aus 2008 (1,6) erreichen.

Besonders kritisch haben Sie unsere Hilfsbereitschaft über die originären Aufgaben hinaus eingeschätzt. Außerdem erwarten Sie von uns mehr Eigeninitiative. Unser Ansporn ist es jetzt, Sie gerade in diesen beiden Punkten zukünftig besser zu überzeugen.

Besonders positiv haben Sie unsere Termintreue, Zeiteffizienz und die Höflichkeit unserer Mitarbeiter bewertet.

Fast 90% unserer Mandanten kennen unsere Homepage und zwei von drei Mandanten kennen zusätzlich auch unsere Social-Media-Profile auf Twitter und Facebook. Diese Auswertung bestätigt uns darin, auch die modernen Medien stärker in unsere Außenkommunikation einzubeziehen.

Das war unser Mandantenabend

mandantenabendZu unserem diesjährigen Herbst-Mandantenabend konnten wir am 21.11. mehr als 50 Gäste in der Rotunde des Sparkassenfinanzzentrums Erfurt begrüßen.

Im Mittelbunkt standen die fiskalischen Regelungen im Zusammenhang mit elektronischen Registrierkassen. In Ihrem Vortrag zeigte Steuerberaterin Steffi Lorenz gemeinsam mit Tino Dittrich steuerliche Fallstricke im Zusammenhang mit Bargeldgeschäften auf. Die Präsentation zu diesem Vortrag haben wir im Infocenter auf unserer Homepage bereitgestellt.