30 Jahre Ruschel & Collegen

30 Jahre Ruschel & Collegen, das sind 30 Jahre intensiver Zusammenarbeit mit unseren Mandanten und 30 Jahre mit MItarbeitern welche zu unserer Familie gehören.

Wir bedanken uns bei unseren Mandanten für das Vertrauen welches Sie in uns gesetzt haben und freuen uns auf die nächsten 30 Jahre mit Ihnen.

Lesen Sie nun Grußworte und Gastbeiträge zu unserem 30 jährigen Jubiläum.

Grußwort von Rechtsanwalt Martin Wiederhold

Grußwort von Rechtsanwalt Heinz Jochen Spilker

Stimmen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

Ein persönlicher Rückblick von Ivonne Dittmar

 

 

30 Jahre Ruschel & Collegen in Zeiten der Coronapandemie von Ilona Ruschel

 

 

30 Jahre Ruschel & Collegen Bildergalerie von unserer „verlängerten Mittagspause“ zum Betriebsjubiläum

 

 

 

 

30 Jahre Ruschel & Coll. Bildergalerie

Eindrücke und Impressionen von unserer „verlängerten Mittagspause“ zum 30-jährigen Betriebsjubiläum haben wir in dieser Bildergalerie zusammengefasst:

Stimmen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dustin Montag
Auszubildender, Niederlassung Erfurt

Die Kollegen sind allesamt sehr freundlich, verständnisvoll und jederzeit hilfsbereit. Dies sorgt nicht nur für ein gutes Zusammenarbeiten sondern erleichtert auch den Alltag für Azubis. Wenn einer grübeln muss oder eine Frage nicht beantworten kann, so kann es ein anderer. Auch dies fördert das Kollegialgefühl.



Simone Celny
Steuerfachangestellte, Niederlassung Stadtilm

In all den Jahren, ich bin inzwischen 25 Jahre im Büro Stadtilm dabei, hat sich das Unternehmen stetig weiter entwickelt. Durch Fleiß, Achtung und Zusammenhalt wurde der Grundstein für den heutigen Erfolg gelegt. Wenn wir uns das bewahren und die neuen Herausforderungen annehmen, dann wird Ruschel & Collegen auch in der Zukunft ein Name sein den man kennt.



Sergei Galinger
Finanzbuchhalter, Niederlassung Erfurt

Meine Aufgaben sind ganz anders als im Vergleich mit meiner vorherigen Tätigkeit bei der Steuerverwaltung im Staatsdienst. Viel weniger Stress, Zeitdruck und überhaupt keine schwierigen Situationen. Früher musste ich in begrenzter Zeit beliebige Branchen und ihre Geschäftsprozesse präzise kennenlernen, um Steuerhinterziehung oder andere Missbräuche aufzudecken – egal ob es um Bergbau, Chemie, kommunale Dienstleistungen usw. ging.

 

Grußwort von Martin Wiederhold

Rechtsanwalt, Geschäftsführer Steuerakademie & Steuerberaterverband Thüringen

Die Steuerakademie Thüringen gratuliert der Kanzlei Ruschel & Collegen zu ihrem 30-jährigen Jubiläum. Die Kanzleigründerin Ilona Ruschel ist seit vielen Jahren als Vorstandsmitglied der Steuerakademie Thüringen ehrenamtlich tätig. Ihr vehementes Engagement für die Aus- und Weiterbildung ist verbunden mit der praktischen Umsetzung in der Kanzlei. Dabei gehen die Steuerberaterinnen und Steuerberater voran und bilden sich in vielen Seminaren zu den Neuerungen des Steuerrechts, im Rechnungswesen, der betriebswirtschaftlichen Beratung und zum Kanzleimanagement fort. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ebenso konsequent auf ihrem Karriereweg begleitet. Ob regelmäßiges Ausbilden der Steuerfachangestellten oder die Weiterbildung zur Fachassistentin Lohn und Gehalt sowie die Aufstiegsfortbildung zur Steuerfachwirtin – Ruschel und Collegen sorgt mit einem breiten Wissensfundament und Spezialwissen, dass die Mandanten umfassend beraten werden können.

Wir bedanken uns für die Treue zur Steuerakademie Thüringen und wünschen für die nächsten 30 Jahre alles erdenklich Gute!

 

Grußwort von Heinz Jochen Spilker

Rechtsanwälte Spilker & Coll. Partnerschaftsgesellschaft mbB

In einem seit 30 Jahre andauernden permanenten Evaluierungsprozess hat sich die Erfurter Steuerberatungskanzlei Ruschel & Coll. zu einer der – wenn nicht sogar der – führenden Steuerberatungskanzlei Thüringens entwickelt. Nicht einfach nur Buchführungsroutine, sondern kompetente und kämpferische Steuerberatung mit dem Ziel einer möglichst geringen Steuerbelastung für den Mandanten, zeichnet Ruschel & Coll. aus.

Es war uns eine Freude, die außerordentliche dynamische Aufwärtsentwicklung von Ruschel & Coll. über die 30 Jahre beobachten und begleiten zu dürfen. Die Fälle gemeinsamer Zusammenarbeit unserer beiden Kanzleien waren für uns stets ein besonderes Highlight an Strategie und Ergebnis. Besonders gerne erinnert sich der Unterzeichnete an die Kreativität von Frau Steuerberaterin Ruschel bei den Fällen des Überganges vom DDR-Steuerrecht zum BRD-Steuerrecht, die vielen Firmen 1990 den Start in die neue Zeit erleichtert hat.

Die Steuerkanzlei Ruschel & Coll. ist bis heute ein exzellenter zuverlässiger Pfadfinder im bundesdeutschen Steuerdschungel.

Ad multos annos

Ein persönlicher Rückblick

von Ivonne Dittmar (Geschäftsführerin, Partnerin bei Ruschel & Coll.)

Seit 6 Jahren bin ich nun schon ein Mitglied der „Ruschel-Familie“. Als Ilona Ruschel 1990 den Schritt in Selbständigkeit wagte, stand ich noch vor der Entscheidung nach der neunten Klasse den Wechsel von der POS in die Leistungsklasse der Theodor Neubauer Oberschule, dem späteren Neideckgymnasium in Arnstadt, zu wagen. Ein Schritt, der mich persönlich vor eine große Herausforderung stellte, aber letztlich der erste auf einem langen und spannenden Weg in meiner beruflichen Zukunft war.

Dieser Weg führte mich zwar nicht direkt zu Ruschel und Collegen, aber bereits in den vielen Jahren bis zum 01.09.2014 kreuzte Frau Ruschel öfter meinen beruflichen Weg. Im Juli 1996 war Frau Ruschel ein Mitglied der Prüfungskommission, die mir die Prüfung zur Fachgehilfin in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen abgenommen hat.

Bereits zu dieser Zeit war sie sehr aktiv und ein hoch angesehenes Mitglied der Steuerberaterschaft in Thüringen. Die Kanzlei, in der ich meine Ausbildung absolvierte und danach meine beruflichen Erfahrungen weiter ausbauen konnte, war schon immer gut mit Ilona Ruschel vernetzt. So gab es einige Zeiten in denen Frau Ruschel beispielsweise die Kanzleivertretung für meine damalige Chefin übernommen hat. Immer wieder waren Frau Ruschel und ihre Kanzlei eine Inspiration für neue Wege und eine kompetente Größe in der fachlichen Ausrichtung der Steuerberatung in Thüringen.

2009 war es wieder Frau Ruschel, die mein Prüfungszeugnis zur Steuerfachwirtin unterzeichnete. Und im Februar 2010 stand ich ihr wieder mit klopfenden Herzen und gefühlt leerem Kopf zu meiner Steuerberaterprüfung gegenüber. Ihre große fachliche Kompetenz und ihre Ansprüche an die Qualität unserer Arbeit hat uns alle schon sehr beeindruckt. Aber ihre offene und faire Art gab uns auch die Sicherheit diese Prüfung erfolgreich abzulegen.

Mit der Bestellung zur Steuerberaterin nahm ich nun auch aktiv an der berufsständig organisierten Arbeit der Steuerberaterkammer teil. Immer wieder kreuzten sich unsere Wege und ich lernte Ruschel und Collegen immer mehr als eine Kanzlei kenne, die Ihre Standards deutlich höher ansetzte und immer innovativ mit neuen Ideen und Strategien ihren Weg ging.

Als sich für mich deutlich abzeichnete, dass ich in der Position, in der ich mich Ende 2013 befand, nicht die Ansprüche an meinen Beruf ausleben kann, entschied ich mich nach 20 Jahren zu einem Wechsel. Wohin, war mir da noch nicht klar. Die Bewerbung bei Ruschel & Collegen verlangte mir einiges an Selbstvertrauen ab, da ich massiv von dieser Kanzlei und den Inhabern beeindruckt war.

Es war jedoch der richtige Schritt. Die hohen fachlichen Ansprüche sind mit einem sehr guten Betriebsklima gepaart. Offen und freundlich wurde ich in der großen „Ruschel-Familie“ aufgenommen. Es zeigte sich deutlich, warum diese Kanzlei über die letzten Jahre so erfolgreich gewachsen ist. Frau Ruschel scheut sich nicht neue Wege zu gehen und steht Ideen oder Anregungen aufgeschlossen gegenüber. Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Ich fühlte mich angekommen. Seit 2018 bin ich nun Gesellschafterin und Geschäftsführerin bei Ruschel & Collegen. Das ist eine Entwicklung, die in dieser kurzen Zeit für mich nicht absehbar war, aber ich bereue keinen Tag. Viele neue Menschen bereichern jetzt meine Leben und ich kann meinen Beruf so ausleben, dass ich Mandaten und Mitarbeiter als Menschen positiv beeinflussen kann.

Jetzt gibt es Steuerberatung unter dem Namen Ruschel schon 30 Jahre und es wird auch immer weiter als Begriff für Kreativität und fachliche Spitzenleistung in Thüringen stehen. Denn Ilona Ruschel hat mit einer aktiven Nachfolgeplanung den Weg bereitet, den wir – Christian Ruschel, Steffi Lorenz und ich- erfolgreich und gut gerüstet den nächsten 30 Jahren gehen können.

30 Jahre Ruschel & Collegen in Zeiten der Coronapandemie

von Ilona Ruschel (Geschäftsführerin, Seniorpartnerin bei Ruschel & Coll.)

Ein 30-jähriges Betriebsjubiläum ist ein guter Grund zu feiern. Allerdings hatte das Coronavirus in diesem Jahr etwas dagegen. Aber: die Jubiläums-Feier wollen wir nachholen, sobald es die äußeren Umstände erlauben. Auch wenn es solche Einschnitte wie in diesem Jahr bisher noch nicht gab, können wir doch auf bewegte Jahrzehnte zurückblicken.

1990 – die Wendejahre – Aufbruchstimmung

Die Neunziger Jahre waren voller Power. Sie haben auch gezeigt, dass nach schwierigen Einschnitten ein Neubeginn möglich ist. Es war eine tolle Chance. Meine Berufswahl hat sich mit dieser Aussage immer wieder positiv bestätigt: „Nichts ist so sicher wie der Tod und die Steuer“.

Auch wenn alles ringsherum neu aufgebaut werden musste, forderte die Finanzverwaltung ihren Tribut, um wiederum Neues entstehen zu lassen. Für die viel zitierten „blühenden Landschaften“ braucht man auch „blühende Unternehmen“. Fast täglich klopften Mandanten an und baten um Hilfe. Auch manche Wochenenden opferten wir, um Jahresabschlüsse und Steuererklärungen pünktlich abzugeben. Die Mandanten dankten es uns und empfahlen uns weiter. Gemeinsam mit unseren Mandanten wuchs auch unser Steuerbüro in Erfurt und Stadtilm. Die Mitarbeiter schwärmen heute noch von diesen Zeiten.

2000 – das Millennium – unser 1. Sommerfest anlässlich des 10-jährigen Jubiläums

Wir hatten inzwischen eine beachtliche Größe erreicht! Mit 26 Mitarbeitern und 6 Auszubildenden stellt man sich die Frage: „Wie geht es weiter?“ Die Entwicklungsmöglichkeiten einer typischen Einzelkanzlei waren lange erreicht.

Hübners „Höhenflüge“ brachten damals die notwendigen Veränderungen ins Steuerbüro: Erste Flyer, Homepages, Coachings… Das Unternehmen wuchs weiter und brauchte passende Partner. Mit einigen konnte man nur kurze Wege gehen, mit anderen auch längere Wegstrecken erfolgreich bestreiten, wiederum andere sind heute noch dabei. Da Konzepte entwickelt und umgesetzt. Einige stehen stabil, andere muss man auch mal korrigieren oder wieder neu aufbauen.

All die Jahre haben wir unsere Unternehmenskultur gepflegt, haben hart zusammen gearbeitet, aber auch intensiv zusammen gefeiert.

2010 – die Digitalisierungsjahre – „Ruschel“ ist zu einer Marke geworden

Eines war sicher: Das Finanzamt fordert regelmäßig, rechtzeitig und in der richtigen Höhe die Steuern ab. Um das im Laufe der Zeit immer wieder zufriedenstellend für unsere Mandanten zu erledigen, mussten auch wir uns verändern. Technische Innovationen, Prozessoptimierung, regelmäßige Fortbildungen, Strukturanpassungen, Führungsqualifikation begleiteten uns über die Jahre. Coacher wie Stefan Lami haben uns dabei geholfen. Und dann kann es passieren, dass man als Steuerberaterin zum Unternehmer des Jahres gekürt wird.

Auch wenn die durchschnittliche Beschäftigungsdauer unserer Mitarbeiter inzwischen kürzer wird, beträgt sie derzeit noch immer 9 Jahre und 6 Monate. 10 von den 44 Mitarbeitern haben uns 20 Jahre und länger im Unternehmen begleitet. So sind Heidrun Schmidt und Elke Schillig bereits 29 bzw. 28 Jahre dabei. Von derzeit 11 Auszubildenden und Studierenden übernehmen wir in diesem Jahr 5 nach Beendigung der Ausbildung bzw. des Studiums.

Seit 2018 haben wir wieder mit einer Neuausrichtung begonnen. Jetzt bin als Seniorpartnerin in der Kanzlei angekommen. Ivonne Dittmar, Christian Ruschel und Steffi Lorenz sind neben mir die alten und neuen Partner der Ruschel & Coll. Steuerbereatung GmbH & Co KG. Dank ihrer guten Vertretung konnte ich sogar eine Weltreise unternehmen. Die Partner-und Mitarbeiter-Struktur hat sich verjüngt und wird es weiter tun. Unser jüngster Steuerberater Herr Sebastian Mey ist gerade 34 Jahre alt. Einige Mitarbeiter, die mit mir diese 3 Jahrzehnte gemeistert haben, bereiten sich auf den Ruhestand vor. Ein Generationswechsel ist im Gange. Die Weichen sind gestellt.

Dazu kommt der Coronavirus. Manches konnte man in dieser Zeit ruhiger angehen, anderes wurde beschleunigt. Das Büro war nicht einen Tag pandemiebedingt geschlossen. Gut, dass wir schon seit einiger Zeit auf Digitalisierung gesetzt haben und nicht von Online-Buchhaltung und -Sitzungen überrascht wurden.

Sofort konnten wir den Mandanten in dieser Situation zur Seite stehen und Unterstützung bei der Zuschussbeantragung und Kurzarbeitergeldberechnung bieten. Die letzten 30 Jahre haben uns gut auf die Coronakrise vorbereitet.

Umsatzsteuersatzsenkung

Durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung wird die Umsatzsteuer befristet vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 abgesenkt.
Dadurch gibt es einiges zu beachten.

Anpassung bei Vermietung von Gewerberäumen nötig

Für Mietverhältnisse, die der Umsatzbesteuerung unterliegen, gilt ab 1. Juli ein niedrigerer Steuersatz. Er sinkt vorübergehend von 19 Prozent auf 16 Prozent.

Vermieter von Gewerberäumen müssen daher eine Anpassung vornehmen, sonst besteht die Gefahr, dass der Vermieter die fälschlich ausgewiesenen 19 Prozent Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen muss, obwohl der Mieter nur 16 Prozent Umsatzsteuer entrichtet.

Wenn ein Gewerbemietvertrag keine konkrete Angabe zum Steuersatz enthält, sondern nur einen Passus wie „gesetzliche Mehrwertsteuer“, kann eine ergänzende Dauerrechnung einfach von 19 Prozent auf 16 Prozent umgestellt werden. Mietverträge, in denen die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist, sollten zeitlich befristet geändert werden.

Rechnung selbst kürzen nicht erlaubt

Verbraucher dürfen aber die Mehrwertsteuer auf Rechnungen, die nicht die abgesenkte Mehrwertsteuer ausweisen, nicht eigenständig korrigieren und daher weniger zahlen. Wer als Kunde Forderungen einseitig kürzt, gerät unter Umständen automatisch in Verzug mit seiner Zahlung.

Was bei laufenden Verträgen zu beachten ist

Bei Strom, Gas, Wärme oder Wasser ist in der Regel entscheidend, wann die Ablesung erfolgt. Darauf weist das Bundesfinanzministerium in seinen FAQs zu den anstehenden Umsatzsteuersatzsenkungen hin.

Der dann geltende Umsatzsteuersatz sei für den gesamten Abrechnungszeitraum anzuwenden. Die Versorgungsunternehmen könnten aber auch Zeiträume vor dem 1. Juli 2020 und Zeiträume im zweiten Halbjahr getrennt abrechnen. Für Zeiträume vor dem 1. Juli 2020 gelte dann der alte Umsatzsteuersatz, für Zeiten im zweiten Halbjahr 2020 der neue Umsatzsteuersatz.

Beim Telefon sei das Ende des Rechnungszeitraums entscheidend. Werde das Telefon beispielsweise vom 15. Juni 2020 bis zum 14. Juli 2020 abgerechnet, gilt der neue Umsatzsteuersatz von 16 Prozent.

Stichtag für die Berechnung der Umsatzsteuer

Wesentlich ist, welcher Stichtag für die Berechnung der Umsatzsteuer gilt. Entscheidend ist in der Regel, wann eine Ware geliefert oder eine Dienstleistung vollständig erbracht ist. Der Umsatzsteuersatz, der zu diesem Zeitpunkt gilt, ist anzuwenden.

Daraus folgt, dass auf Handwerkerleistungen, die in der Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 beendet werden, grundsätzlich die neuen Umsatzsteuersätze anzuwenden sind.

Beim Kauf von Waren ist entscheidend, wann der Verbraucher diese erhält. Erfolgt die Lieferung in der Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020, sind die neuen Umsatzsteuersätze anzuwenden. Allerdings folgt hieraus nicht zwangsläufig, dass ein geringerer Kaufpreis bezahlt werden muss. Dies ist vom Vertrag und den darin mit dem Verkäufer getroffenen Vereinbarungen abhängig. Das heißt aber nicht, dass jetzt alle längerfristigen Verträge neu geschrieben werden müssen. Gibt der Unternehmer die Umsatzsteuersenkung an seine Kunden weiter, genügt es, in einem weiteren Dokument die neuen Angaben unter Bezugnahme auf den Vertrag schriftlich festzuhalten.

Bei Anzahlungen ist grundsätzlich entscheidend, wann eine Ware geliefert oder eine Dienstleistung vollständig erbracht ist. Ob eine Anzahlung erfolgt ist, ist für die Höhe der Umsatzsteuer nicht entscheidend.

Für Bestellungen bei Unternehmen innerhalb der EU gelten die gleichen Regelungen wie bei Bestellungen im Inland.

Geplante steuerliche Entlastungen von Familien

Am 3. Juli 2020 hat das Bundesministerium der Finanzen den Entwurf eines „Zweiten Gesetzes zur steuerlichen Entlastung von Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen“ (2. FamEntlastG) veröffentlicht, um Familien wirtschaftlich weiter zu fördern und zu stärken. Die Regelungen sollen zur angemessenen Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit von Familien bei der Bemessung der Einkommensteuer nunmehr für die Jahre 2021 und 2022 angepasst werden.

Die geplanten Maßnahmen (Stand: 30. Juni 2020):

  • Das Kindergeld erhöht sich ab dem 1. Januar 2021 um 15 Euro pro Kind und Monat.
  • Die steuerlichen Kinderfreibeträge werden ab 1. Januar 2021 von 7.812 Euro auf 8.388 Euro angehoben (Kinderfreibetrag je Elternteil: 2.730 Euro, Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf je Elternteil: 1.464 Euro).
  • Der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen sowie der Grundfreibetrag werden ab dem Veranlagungszeitraum 2021 von 9.408 Euro auf 9.696 Euro angehoben, ab dem Veranlagungszeitraum 2022 um weitere 288 Euro auf 9.984 Euro.
  • Zum Ausgleich der kalten Progression werden die übrigen Eckwerte des Einkommensteuertarifs für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 nach rechts verschoben.
  • Darüber hinaus werden auf Basis der bisherigen Praxiserfahrungen Aktualisierungen zum automatisierten Kirchensteuereinbehalt bei Kapitalerträgen vorgenommen.

Verlustfreie Bewertung von Vorratsvermögen

Im Zuge der Bilanzaufstellung ist nach der Bewertung des Vorratsvermögens mit den üblichen Maßstäben von Anschaffungskosten und Herstellungskosten eine Kontrolle der so gefundenen Werte im Hinblick auf die voraussichtlichen Verkaufspreise nach dem Bilanzstichtag vorzunehmen. Im Handelsrecht ist eine Bewertung höchstens mit dem Börsen- oder Marktpreis, wenn dieser nicht festzustellen ist, mit dem „beizulegenden Wert“ zulässig. Im Steuerrecht gilt im Prinzip das Gleiche für die Bewertung, der höchstens anzusetzende Wert wird allerdings als „Teilwert“ bezeichnet. Im Ergebnis führen beide Maßstäbe zum gleichen Wert.

Für Warenvorräte erfolgt die Kontrollrechnung in der Weise, dass vom voraussichtlichen Verkaufspreis die noch anfallenden Vertriebskosten und der vom Unternehmer für die betreffende Warengruppe üblicherweise angesetzte kalkulatorische Gewinnaufschlag abgezogen wird. Aus dem Vergleich mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten ergibt sich dann der Abschlag für Bilanzierungszwecke. Bei dem übrigen Vorratsvermögen (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) sind die Wiederbeschaffungskosten als Kontrollmaßstab anzusetzen.

Eine in der Praxis bedeutsame Kontrollrechnung bezieht sich auf teilfertige Erzeugnisse und Bauten. Es handelt sich hierbei i. d. R. um Einzelaufträge mit fest vereinbarten Preisen oder um Werkleistungen, bei denen ein fester Einheitensatz oder die Stunden bzw. Tagewerke oder beides vereinbart wurden. Für diese Aufträge muss eine Kontrolle für die gesamten noch zu erbringenden Leistungen ermittelt werden, nicht nur für den Anteil der angefangenen Leistungen. Nur so ist für den Gesamtauftrag festzustellen, ob sich aus der Abrechnung ein Verlust oder Gewinn ergibt.

Das hat dann zur Folge, dass der gesamte Verlust bereits im Bilanzierungsjahr berücksichtigt wird, allerdings kann ein negativer Wert unter 0 Euro nicht berücksichtigt werden. Als Bewertungsgrundsatz gilt also: Bei der Vorratsbewertung müssen auch im Folgejahr anfallende Verluste aus dem Verkauf oder der Fertigstellung der Aufträge bereits im Bilanzierungsjahr berücksichtigt werden. Im Steuerrecht ist aber nur eine Abwertung der aktivierten Kosten auf 0 Euro zulässig.