Steffi Lorenz, Steuerberaterin – Prokuristin und Gesellschafterin der Ruschel & Coll. GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft.

Seit 2008 bin ich nun Gesellschafterin und seit 2014 Prokuristin bei Ruschel & Collegen. Durch die Veränderungen der Geschäftsführung bei Ruschel & Collegen ergeben sich für mich neue Aufgabenfelder und neue Anreize in der Zusammenarbeit mit Frau Ruschel, Frau Dittmar und Herrn Ruschel.

Nach meinem Abitur im Jahr 1991 standen mir vielen Türen offen. Mehr oder minder durch Zufall und Beratung begann ich eine Ausbildung. Für mich stand schnell fest, dass es nicht bei einer Ausbildung zur Steuerfachangestellten bleibt und so ging mein Weg über die Weiterbildung zur Steuerfachwirtin (2002) zur Steuerberaterin (2004).

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Prüfung zur Steuerberaterin hat mir eine Berufskollegin geraten: „Probiere es doch mal bei Frau Ruschel!“. Was soll ich sagen, es passt. In der Struktur und dem familiären Umfeld von Ruschel & Collegen fühle ich mich sehr wohl. Das Unternehmensleitbild stimmt mit meinen persönlichen Vorstellungen einer positiven Arbeitskultur und einer sich schnell an Veränderungen anpassenden Firma überein.

Meine Tätigkeitsschwerpunkte bei Ruschel & Collegen liegen in der steuerlichen Betreuung von Personen- und Kapitalgesellschaften, den betrieblichen Steuern (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer), der Nachfolgeberatung (Erbschaft- und Schenkungssteuer) sowie der Fachbereichsleitung „private Steuern“.

Gesellschaftlich engagiere ich mich berufsbezogen als Mitglied des Vorstandes der Steuerberaterkammer Thüringen und als Vorsitzende der Prüfungsausschüsse der Steuerberaterkammer Thüringen im Bereich Steuerfachangestellte und Fachassistenten Lohn & Gehalt sowie als Mitglied im Prüfungsausschuss der Steuerberaterkammer im Bereich Steuerfachwirte.

Meine Freizeit verbringe ich mit dem studieren von Literatur über verschiedenste Bereiche, doch besonders gern über Geschichte. Ich begeistere mich für Städtereisen und darstellende Kunst.

Jahrgang: 1972

Neue Mitarbeiterin im Lohn-Team

Frau Diana Wähler unterstützt unser Lohn-Team seit dem 01.08.2018. Als Steuerfachangestellte bereichert sie das Team bei den vielfältigen Aufgaben in der Lohn- und Gehaltsabrechnung für unsere Mandanten. Neben durchschnittlich 1.200 Arbeitnehmer-Lohnabrechnungen im Monat betreuen wir unsere Mandanten auch am Telefon und bei Beratungsgesprächen in unseren Räumlichkeiten. Auch das Thema Digitalisierung beschäftigt uns, sei es beim elektronischen Senden der Auswertungen und Zahlungslisten oder dem Thema Arbeitnehmer Online. Haben Sie Beratungsbedarf, so kommen Sie gern auf die Kolleginnen im Team Lohn zu.

Teamevent Azubis Rätsel und Spannung – Azubis gefangen im Escape Room

Wer träumt nicht einmal davon in den Traumurlaub zu fliegen, Mitglied einer Spezialeinheit zu sein oder auf der Suche nach dem langersehnten Erbe eines Großonkels Geheimnisse zu lüften?

Dies ging für die Auszubildenden und Studierenden von Ruschel & Collegen in Erfüllung. Ihr Teamevent führte sie in den Escape Room Erfurt. Hier gibt es verschiedene Themenwelten mit entsprechenden Rätseln zu lösen.

Die 3 Teams waren schnell gefunden und dann ging es auch schon los. Die Azubis wurden alle in die verschiedenen Räume eingeschlossen und mussten sich nun aus dieser Lage selbst, mittels kniffliger Aufgaben, befreien. Mit guter Laune, hoher Motivation und Schnelligkeit wurden die Köpfe zusammengesteckt. Gemeinsam wurde um die Ecke gedacht und geknobelt. Denn nur miteinander konnte man die Rätsel in der vorgeschriebenen Zeit lösen. Ziel war es, in 60 Minuten den Schlüssel zu finden. Eine gelungene Abwechslung zum Büroalltag sowie großer Spaß für alle, bei dem die Teamfähigkeit unter Beweis gestellt und gestärkt wurde.

Zur Zufriedenheit Aller wurden die gestellten Hürden erfolgreich gemeistert und alle Rätsel in der vorgeschriebenen Zeit gelöst. Eine Gruppe schrammte sogar nur um Haaresbreite am Rekord vorbei.

Nachdem sich ausgiebig über die Geschehnisse ausgetauscht wurde, ging man nun zu dem gemütlichen Teil des Tages über. So ließ man den Abend gemeinsam im Irish Pub, bei leckerem Essen, guten Getränken und Bundesliga- Fußball ausklingen und konnte sich auch mal abseits der Arbeit austauschen. Gerade für die neuen Auszubildenden war dies von großem Wert, da sie dadurch noch schneller und besser ins Team integriert werden können.

Teamevent Beratung „In stürmischen Zeiten eine ruhige Kugel schieben“

Trotz des nahenden bzw. bereits vorhandenen Jahresendgeschäftes ließen es sich die Teams Beratung, WP und NPO nicht nehmen, im November in der Vilnius Passage eine gemütliche Runde zu bowlen.

Auf 4 Bahnen wurden die Sieger der zuvor ausgelosten Teams ermittelt. Im Folgenden spielten dann die Sieger der einzelnen Bahnen um den Gesamtsieg. Diesen sicherte sich an diesen Abend Robert Sittig. Die Auszeichnung für den schwungvollsten Einsatz konnte sich unangefochten Elke Schillig sichern. Bei einem kühlen Getränk und deftigem Essen klang dann der Freitag und die Woche aus, um am Wochenende neue Energie für die kommenden Aufgaben  zu sammeln.

Neue Öffnungszeiten

Seit dem 01.02.2019 haben wir geänderte Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 12:30 Uhr und 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr, am Freitag bis 15:00 Uhr. Sollten Sie es nicht ermöglichen können, in dieser Zeit einen Termin mit uns zu vereinbaren, sind wir gern bereit, individuell eine Lösung zu finden.

Unsere Briefkästen können genutzt werden, um uns Unterlagen außerhalb der Öffnungszeiten zukommen zu lassen.

Nichtberücksichtigung steuermindernder Faktoren bei einer Umsatzzuschätzung aufgrund einer Nachkalkulation

Ist die Buchführung eines Unternehmers nicht ordnungsgemäß, darf das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen. Dabei sind auch steuermindernde Ausgaben zu schätzen, wenn sie nicht ermittelt oder berechnet werden können.

Das Finanzgericht Hamburg hat im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes entschieden, dass auf die Schätzung steuermindernder Faktoren zu verzichten ist, wenn das nach Schätzung ermittelte Gesamtergebnis mit dem untersten Wert der Rohgewinnaufschlagsätze übereinstimmt oder diese sogar unterschreitet.

Im zugrunde liegenden Fall war die Buchführung eines Bäckers mangelhaft. Nach einer Betriebsprüfung schätzte das Finanzamt die Umsätze im Bereich der Torten mittels einer Nachkalkulation. Auf Basis von eingekauften Feuerwerksfontänen zur Dekoration von Torten legte das Finanzamt über 4.000 zusätzlich verkaufte Torten zu einem Durchschnittspreis von 20 € je Stück zugrunde. Das Finanzgericht sah es nicht für geboten an, einen weiteren Wareneinsatz als Betriebsausgabe zu berücksichtigen. Neben der Aktenlage, die im Rahmen des vorläufigen Rechtsschutzes maßgeblich ist, sprachen auch die Werte der Richtsatzsammlung des Bundesministeriums für Finanzen für Bäckereibetriebe dagegen. Das Gesamtergebnis des Bäckers unter Einbeziehung der Schätzung lag in den Streitjahren im untersten Bereich des dort ausgewiesenen Rohgewinnsatzes von 163 % bzw. 156 % oder unterschritt diesen sogar.

Ermittlung des für die Erbschaft- und Schenkungsteuer maßgeblichen Steuersatzes

Ein Sohn hatte von seinem Vater einen Miteigentumsanteil an zwei Grundstücken unentgeltlich übertragen bekommen. Seinen steuerpflichtigen Erwerb von 246.800 € in Steuerklasse I besteuerte das Finanzamt einheitlich mit 11 %. Der Sohn meinte, es müsse in entsprechender Anwendung der Grundsätze des Urteils des Bundesfinanzhofs zur Berechnung der zumutbaren Belastung auf 75.000 € ein Steuersatz von 7 % und erst auf den Restbetrag ein Steuersatz von 11 % angewandt werden.

Dem widersprach das Finanzgericht Baden‑Württemberg. Aus der Gesetzesformulierung „steuerpflichtiger Erwerb bis einschließlich“ ergebe sich die Einordnung in die einzelnen betragsmäßigen Stufen des steuerpflichtigen Erwerbs anhand von Absolutbeträgen. Dadurch wird der gesamte steuerpflichtige Erwerb in vollem Umfang mit dem seiner Wertstufe als Obergrenze entsprechenden Steuersatz erfasst, weshalb sich bei einem nur geringfügigen Überschreiten der jeweiligen Obergrenze ein Progressionseffekt ergeben kann. Für dessen Abmilderung gibt es den sog. Härteausgleich. Dieser soll sicherstellen, dass bei einem nur geringfügigen Überschreiten einer Wertstufe die Mehrsteuer, die der höhere Steuersatz zur Folge hat, aus einem bestimmten Vomhundertsatz des die Wertgrenze übersteigenden Betrags des Erwerbs gedeckt werden kann.

Der Bundesfinanzhof muss möglicherweise abschließend entscheiden.

Keine Grundsteuerbefreiung von Ferienwohnungen eines gemeinnützigen Vereins

Ferienhäuser eines gemeinnützigen Vereins sind als Wohnungen im bewertungsrechtlichen Sinne anzusehen und unterliegen der Grundsteuer. Zwar sind gemeinnützige Vereine von der Grundsteuer befreit, wenn der Grundbesitz dem Verein gehört und von ihm selbst oder einem anderen begünstigten Träger genutzt wird. Für Wohnungen gilt diese Befreiung aber nicht. Sie sind stets grundsteuerpflichtig, auch wenn sie zu gemeinnützigen Zwecken genutzt werden.

Die im Jahr 1960 errichteten Ferienwohnungen eines gemeinnützigen Vereins wurden zunächst nicht bewertet, weil die Finanzverwaltung davon ausgegangen war, dass keine Grundsteuerpflicht bestand. Nach Überprüfung der Rechtslage vertrat sie die Auffassung, dass die Befreiung nicht mehr zu gewähren sei. Das Finanzamt stellte auf den 1. Januar 2012 Einheitswerte fest, auf deren Grundlage sodann Grundsteuer erhoben wurde.

Das Finanzgericht Münster bestätigte die Erhebung der Grundsteuer. Eine Steuerbefreiung greife nicht, weil die Ferienhäuser Wohnungen im bewertungsrechtlichen Sinne seien.

Freie Verpflegung als Sachbezug ab 1. Januar 2019

Erhalten Arbeitnehmer als Arbeitsentgelt Sachbezüge in Form von Verpflegung, richtet sich der Wert nach der Sachbezugsverordnung. Die sich daraus ergebenden Werte werden in die Berechnung der Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge einbezogen.

Die freie Verpflegung umfasst die Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Stellt der Arbeitgeber nicht alle Mahlzeiten zur Verfügung, ist der anteilige Sachbezugswert nur für die gewährte Mahlzeit anzusetzen. Für Jugendliche und Auszubildende gibt es keinen Abschlag mehr. Für Familienangehörige sind geringere Werte anzusetzen.

Ab dem 1. Januar 2019 gelten folgende Werte:

Bei der Gewährung unentgeltlicher oder verbilligter Mahlzeiten im Betrieb sind für sämtliche Arbeitnehmer einheitlich anzusetzen:

  • 1,77 € für das Frühstück
  • 3,30 € für Mittag-/Abendessen.

Freie Unterkunft oder freie Wohnung als Sachbezug ab 1. Januar 2019

Die Gewährung freier Unterkunft oder freier Wohnung ist bei der Berechnung der Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge zu berücksichtigen.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen

  • freier Wohnung:
  • Stellt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Wohnung unentgeltlich zur Verfügung, ist der ortsübliche Mietpreis zu berücksichtigen. Für Nebenkosten ist der Endpreis am Abgabeort anzusetzen.
  • Unter einer Wohnung ist eine geschlossene Einheit von Räumen zu verstehen, in denen ein selbstständiger Haushalt geführt werden kann.
  • freier Unterkunft:
  • Werden Räume überlassen, die keine Wohnung sind, handelt es sich um eine Unterkunft.

Ab dem 1. Januar 2019 gelten für eine mit nur einem Beschäftigten belegte Unterkunft folgende Sachbezugswerte:

  • Heizung und Beleuchtung sind in diesen Werten enthalten. Der Wert der Unterkunft kann mit dem ortsüblichen Mietpreis bewertet werden, wenn der Tabellenwert nach Lage des Einzelfalls unbillig wäre.
  • Ist der Arbeitnehmer in den Haushalt des Arbeitgebers aufgenommen oder erfolgt die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft, vermindert sich der Wert von 231,00 € um 15 % auf 196,35 €.
  • Für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs und für Auszubildende beträgt der Sachbezugswert 196,35 € im Monat (6,55 € kalendertäglich).
  • Bei der Belegung einer Unterkunft mit mehreren Beschäftigten vermindert sich der Wert der Unterkunft um bis zu 60 %.