Fortbildungstag und neuer Thüringer Feiertag

Am 19. September 2019 findet bei Ruschel & Collegen der diesjährige kanzleiweite Fortbildungstag für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt. Außerdem hat der Thüringer Landtag bereits im Februar beschlossen, den Weltkindertag am 20. September als zusätzlichen gesetzlichen Feiertag in Thüringen einzuführen.Kalender 19.09._20.09.

Bitte beachten Sie deshalb: Unsere Büros in Erfurt und Stadtilm sind  am 19. und 20. September 2019 geschlossen. An beiden Tagen finden keine Beratungstermine statt. Auch E-Mails oder telefonische Anfragen werden an diesen Tagen von uns nicht bearbeitet. Ab dem 23. September ist unser Team wieder für Sie erreichbar und steht Ihnen für steuerliche Fragen zur Verfügung.

Neues vom FiBuTroniker

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) initiierte eine Einzelevaluierung zur Ausbildung der Steuerfachangestellten über das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), um den Modernisierungsbedarf der Berufsausbildung zu untersuchen. Die BStBK plant, die Berufsausbildung in Zusammenarbeit mit dem BIBB und den fachlich zuständigen Bundesministerien bis Ende 2020 zu überarbeiten und zu aktualisieren.

FiBuTroniker – die Zukunft im Steuerbüro

Der Abschlussbericht zeigt, dass weniger die inhaltlichen  sondern vielmehr die formellen Aspekte der beruflichen Bildung zu erneuern sind. So ist unter anderem geplant, die neuen digitalen Arbeitsprozesse in steuer- und betriebswirtschaftlichen Kanzleigeschäftsfeldern stärker in der Ausbildung hervorzuheben und die Auszubildenden mit neuen Kommunikationsstrategien besser auf den Kanzleialltag vorzubereiten. Bereits heute vereint die neue Generation der Finanzbuchhalter bei Ruschel & Collegen steuerliches Fachwissen mit technologischem Know How. Deshalb werden sie umgangssprachlich auch gern „FiBuTroniker“ genannt. Unsere angehenden Steuerfachangestellten werden von uns im praktischen Teil ihrer dualen Berufsausbildung schon zum „FiBuTroniker“ qualifiziert. Damit sichern wir die kompetente und zugleich effiziente Beratung unserer Mandanten.

Fit in Erster Hilfe

Führt ein Arbeitgeber ein Unternehmen mit mindestens zwei versicherten Mitarbeitern, ist dieser dazu verpflichtet, einen Betriebsersthelfer ausbilden zu lassen. Bei Ruschel & Collegen haben sich unsere Mitarbeiterinnen Simone Celny, Diana Wähler und Christiane Roth bereiterklärt, sich zu Ersthelfern qualifizieren zu lassen.

In keinem Betrieb können Arbeitsunfälle völlig ausgeschlossen werden. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dazu, dass ein Mitarbeiter verunglückt, darf die anschließende Meldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft nicht vergessen werden. Doch bevor es dazu kommt, hat die Erstversorgung des Verletzten höchste Priorität. Und hier kommt der betriebliche Ersthelfer zum Einsatz.

Es gibt verschiedene Institutionen welche die Ausbildung zum Ersthelfer im Betrieb durchführen. Wir haben uns für das DRK (Deutsches Rote Kreuz) in Erfurt entschieden. Für den Erste-Hilfe-Kurs des DRK benötigt man keine Vorkenntnisse. Der Kurs dauerte einen Tag und war strukturiert aufgebaut.

Themen und Anwendungen des Erste-Hilfe-Kurses waren unter anderem:

  • Eigenschutz und Absichern von Unfällen
  • Helfen bei Unfällen
  • Wundversorgung
  • Umgang mit Gelenkverletzungen und Knochenbrüchen
  • Verbrennungen, Hitze- und Kälteschäden
  • Verätzungen
  • Vergiftungen
  • lebensrettende Sofortmaßnahmen wie stabile Seitenlage und Wiederbelebung
  • zahlreiche praktische Übungsmöglichkeiten

Damit man als Ersthelfer in solchen Situationen besonnen und ruhig bleibt, muss man immer wissen, worauf es ankommt und auf seine Fähigkeiten vertrauen können. Die DRK-Ausbilderin hatte den Kurs sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet. Trotzdem kam der Spaß nicht zu kurz und es war nie langweilig. Unseren Teilnehmern hat der Wechsel zwischen Theorie und Praxis gut gefallen. Wir hoffen natürlich, dass wir das Wissen unserer Ersthelfer möglichst selten oder nie in Anspruch nehmen müssen. Aber das gute Gefühl für den Notfall kompetente Hilfe zu haben, ist für alle Mitarbeiter beruhigend.

Noch ein Tipp für Alle:

Einmalhandschuhe, egal ob aus Plastik oder Latex, sollten immer griffbereit sein. Sie bieten Schutz vor Infektionen und werden klassisch in der Medizin und der Ersten Hilfe angewendet. Aber auch bei fernen Reisen, oder beim Reifenwechseln und beim Lackieren sind Einmalhandschuhe ein prima Schutz. Die Frage ist immer wieder: Wohin steck ich die nur?

Unser Tipp:

Überraschungseier haben innen eine Plastekapsel. In diesen Plastekapseln lassen sich problemlos ein Paar Handschuhe wasserdicht verstauen. Sie bleiben sauber und sind schnell einsetzbar. So passt das Pack in jede Tasche (Hosen- und Handtasche), ins Handschuhfach oder sogar in Werkzeugtaschen und –kästen (auch am Fahrrad)! Durch die knallgelbe Farbe ist dieses Pack sofort zu finden.

 

Technologiewechsel für Telefon- und Faxkommunikation

Ein von der Deutschen Telekom initiierter und von allen anderen Providern unterstützter Technologiewechsel wirkt sich auf die künftige Telefon- und Faxkommunikation aus. Bereits vor einigen Monaten wurden unsere ISDN-Anschlüsse durch VoIP-Anschlüsse (Voice over IP) ersetzt. Im nächsten Schritt werden unsere Telefonanlagen noch aktualisiert. Deshalb kann es im September zu temporären Störungen bei der telefonischen Erreichbarkeit unserer beiden Niederlassungen kommen. Die genauen Termine geben wir kurzfristig auf unserer Internetseite www.ruschel-collegen.de sowie auf unseren Social-Media-Kanälen www.twitter.com/ruschelcollegen und www.facebook.com/ruschelcollegen bekannt.

Unser Softwarepartner Datev geht noch einen Schritt weiter: Zum 30. September 2019 stellt Datev die Kommunikation per Fax vollständig ein. Das bedeutet für Geschäftspartner der Datev: Schriftliche Anfragen, Bestellungen etc. können dann nur noch per E-Mail oder über den Servicekontakt auf der Homepage an Datev geschickt werden.

Ruschel & Coll. ist Partner der BUGA 2021

In 2021 findet die Bundesgartenschau in Erfurt statt. Derzeit bereiten sich die ganze Stadt sowie die Außenstandorte auf dieses Großereignis vor. An vielen Stellen wird gegraben, gebaut und gepflanzt. Grün, witzig, ein bisschen frech, außergewöhnlich und richtig sympathisch – so ist das Gesicht der BUGA Erfurt 2021, das mit der ersten Informationskampagne in Erfurt präsentiert wird. Knapp 700 Tage vor dem Start der Bundesgartenschau zaubern unverwechselbare Motive auf Großplakaten in Erfurt den Betrachtern ganz sicher ein Lächeln ins Gesicht.

Das Marketing-Team bei Ruschel & Collegen wurde vom BUGA-Spirit angesteckt. Als Erfurter Unternehmen war es für unsere Geschäftsleitung schnell klar, dass auch wir Markenbotschafter der BUGA 2021 werden wollen. Wir sind stolz, dass wir nun offizieller Kooperationspartner der BUGA in Erfurt sind und werden dies auch in unserer Außenkommunikation zeigen. Freuen Sie sich mit uns auf die Bundesgartenschau in Erfurt und seien Sie gespannt, welche Überraschung wir für unsere Mandanten und Geschäftspartner gemeinsam mit der BUGA entwickelt haben.

Wir begrüßen neue Azubis

Schon seit vielen Jahren setzen wir uns bei Ruschel & Collegen für die Berufsausbildung von Steuerfachangestellten ein. Unsere Steuerberaterinnen Steffi Lorenz und Ivonne Dittmar sind im Prüfungsausschuss der Steuerberaterkammer Thüringen tätig und nehmen regelmäßig die Abschlussprüfungen des Berufsnachwuchses ab. Auch innerbetrieblich haben wir mit Marco Blaurock einen engagierten Teamleiter, der sich um die Belange unserer Auszubildenden kümmert.

v.l.n.r. Marco Blaurock (Teamleiter Azubis), Dustin Montag, Marcel Trunk, Mathias Kött (Mentor)

Im August haben Dustin Montag und Marcel Trunk ihre Ausbildung zu Steuerfachangestellten begonnen. Nach einigen Praxiswochen bei uns im Steuerbüro, hat inzwischen auch die theoretische Ausbildung in der Berufsschule begonnen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen für die Ausbildung in den nächsten drei Jahren viel Erfolg.

Auswirkungen der Übungsleiterpauschale auf die Versicherungspflicht

Die Versicherungspflicht in der Sozialversicherung setzt die Erzielung von Arbeitsentgelt voraus.

Einnahmen von Übungsleiterinnen und -leitern sind bis zur Höhe von 2.400 € jährlich steuerfrei. Sie sind als steuerfreie Aufwandsentschädigungen und nicht als Arbeitsentgelt anzusehen. Damit sind sie auch sozialversicherungsfrei. Bis zu dieser Höhe spielt es keine Rolle, ob die Zahlung als Vergütung für eine abhängige oder eine selbstständige Tätigkeit geleistet wurde.

(Quelle: Urteil des Landessozialgerichts Baden‑Württemberg)

Umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Abmahnungen bei Urheberrechtsverletzungen

Ein Tonträgerhersteller mahnte die rechtswidrige Verbreitung von Tonaufnahmen im Internet ab. Er bot gleichzeitig an, gegen Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung und Zahlung von pauschal 450 € (netto) von Klagen abzusehen. Die erhaltenen Zahlungen behandelte der Tonträgerhersteller als nicht umsatzsteuerbaren Schadensersatz.

Der Bundesfinanzhof sah dies anders: Nach dem Urheberrecht hat der in seinem Urheberrecht Verletzte einen Unterlassungsanspruch. Vor Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens auf Unterlassung soll der Rechtsverletzer abgemahnt und ihm Gelegenheit gegeben werden, den Streit durch Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung beizulegen. Daneben besteht ein Schadensersatzanspruch. Zweck der Abmahnung ist die Beseitigung und Unterlassung der Verletzungshandlung. Sie soll auf das rechtsverletzende Verhalten aufmerksam machen, vor einem drohenden Gerichtsverfahren warnen, auf eine außergerichtliche Streitbeilegung hinwirken und einen kostspieligen Prozess vermeiden.

Die Abmahnung erfolgte zumindest auch im Interesse des jeweiligen Rechtsverletzers, weil er die Möglichkeit erhält, einen kostspieligen Prozess zu vermeiden. Dies ist als umsatzsteuerpflichtige sonstige Leistung des Tonträgerherstellers anzusehen. Die geleisteten Zahlungen der Abgemahnten sind entsprechend das Entgelt.

Identität von Rechnungsaussteller und leistendem Unternehmer als Voraussetzung für den Vorsteuerabzug

Ein Unternehmer verkaufte umsatzsteuerpflichtig Computer und Software. Er machte Vorsteuer aus dem Erwerb von Elektronikartikeln von den Zulieferfirmen T und F geltend. Die Waren wurden ihm von der A‑AG angeboten, von der er die Waren entweder abholte oder sie von der A‑AG direkt an seine Abnehmer verschicken ließ.

Das Finanzamt war der Ansicht, dass T und F als sog. missing trader (Nichtunternehmer) und der Unternehmer als sog. buffer (Zwischenhändler) in eine Umsatzsteuerbetrugskette eingebunden waren und versagte dem Unternehmer den Vorsteuerabzug.

Der Bundesfinanzhof entschied unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union, dass für den Vorsteuerabzug u. a. leistender Unternehmer und Rechnungsaussteller identisch sein müssen. Das war hier nicht der Fall, denn die Lieferungen wurden von der A‑AG und nicht von T und F ausgeführt. Mithin wurden die von T und F abgerechneten Lieferungen nicht erbracht und die von der A‑AG ausgeführte Lieferung nicht abgerechnet.

Solaranlagen und Co. müssen ins Marktstammdatenregister eingetragen werden

Das Marktstammdatenregister ist ein amtliches Register für alle stromerzeugenden Anlagen. Das System löst seit Anfang 2019 alle bisherigen Meldewege für Anlagen nach dem Erneuerbare‑Energien‑Gesetz oder Kraft‑Wärme‑Kopplungs‑Gesetz ab. In ihm müssen alle Stromerzeugungsanlagen registriert werden.

Eintragen muss sich beispielsweise auch, wer mit einer mit dem Netz verbundenen Solaranlage privaten Strom erzeugt. Das gilt für alle Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke, Batteriespeicher, Kraft‑Wärme‑Kopplungs‑Anlagen, Windenergieanlagen und Notstromaggregate. Das gilt auch dann, wenn die Anlage bereits seit vielen Jahren läuft.

Bereits vor dem 31. Januar 2019 in Betrieb befindliche Anlagen müssen grundsätzlich bis 31. Januar 2021 eingetragen werden. Für Batteriespeicher gilt eine kürzere Frist. Die Registrierung muss hier bis zum 31. Dezember 2019 erfolgen. Jede Neuanlage, die ab Februar 2019 an den Start gegangen ist, muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme ins Marktstammdatenregister eingetragen werden.

Hinweis: Jede Strom erzeugende Anlage muss einzeln registriert werden. Für eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher bedarf es daher zweier einzelner Eintragungen.

(Quelle: Verordnung zur Änderung der Marktstammdatenregisterverordnung)