Sie haben uns bewertet

Bereits zum 5. Mal haben wir unsere Mandanten um eine Bewertung unserer Arbeit gebeten. Wie bereits in vorangegangenen Jahren, haben wir auch in diesem Jahr für unsere Umfrage einen standardisierten Fragenkatalog verwendet.

Die Befragung lief im Zeitraum vom 01.03.2017 bis 15.04.2017. Insgesamt haben wir mehr als 300 Fragebögen per Post versandt und 39 % der Befragten haben uns geantwortet. Das ist die höchste Rücklaufquote seit 2006, als wir erstmals eine Mandantenumfrage durchführten. Wir möchten uns bei allen Mandanten, die teilgenommen haben, sehr herzlich für Ihre Meinung bedanken.

Der erste Teil der Fragen bezog sich auf unsere Dienstleistungen, die wir Ihnen tagtäglich anbieten. Die Gesamtbewertung erfolgte mit Wertnoten von 1 bis 6, wobei 6 der beste Wert ist. Mit einer Gesamtnote von 5,36 ist die Bewertung sehr gut ausgefallen. Auch gegenüber den Vorjahren konnte eine Steigerung verzeichnet werden, was uns natürlich sehr freut. Es lässt uns erkennen, dass unser Bestreben, für Sie vollumfänglich zufriedenstellend tätig zu werden, gute Früchte trägt.

Natürlich werden wir uns auch weiterhin bemühen, unsere Dienstleistungen Ihnen gegenüber auszubauen und insbesondere Ihre individuellen Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen und mit Ihnen gemeinsam kreative Lösungsansätze zu finden. Dafür werden wir unsere Kommunikation intensivieren und auch neue Wege gehen. Denn eins haben wir auch mitgenommen: beide Erwartungshaltungen können nur durch Gespräche aufeinander abgestimmt werden, so dass optimale Ergebnisse erzielt werden können.

Der zweite Teil war in diesem Jahr dem Thema „Digitaler Wandel in der Geschäftswelt“ gewidmet. Auf diesem Gebiet können wir Ihnen in vielen Bereichen unterstützend zur Seite stehen. Wir haben erkannt, dass viele Bereiche in Ihrem unternehmerischen Leben bereits digital abgebildet werden bzw. dass ein großes Interesse besteht, sich neuen Medien zu öffnen. Gern werden wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen und mögliche Lösungen finden. Wichtig ist uns, dass alle Maßnahmen mit Ihrem täglichen Geschäft vereinbar sind und uns gegenseitig Nutzen bringen.

Insbesondere die Möglichkeit der digitalen Belegbearbeitung im Programm „Unternehmen online“ fand in der Umfrage ein großes Interesse. Da wir bereits seit langer Zeit diesen Weg des Belegtransfers nutzen, werden wir in Zukunft verstärkt die Möglichkeit prüfen, dieses Programm auch bei Ihnen zum Einsatz zu bringen und Sie über die Vorteile für Ihr Unternehmen informieren.

Generell lässt uns diese Mandantenbefragung erkennen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Trotzdem möchten wir Sie bitten, jederzeit Ihre Meinung direkt an uns weiterzugeben, denn nur so können wir Ihre Erwartungen zu Ihrer Zufriedenheit erfüllen und Probleme kurzfristig lösen.

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Qualifikation

Das Berufsbild des Steuerberaters unterliegt aktuell einem Wandel. Veränderte Rahmenbedingungen, wie e-Government und Digitalisierung, führen zu einer veränderten Nachfrage in der Beratung. Spezielles Branchenwissen wird immer stärker gefordert. Diesem Trend möchten wir uns bei Ruschel & Collegen nicht verschließen. Deshalb werden wir unsere Kompetenz im Bereich Gesundheitswesen zukünftig weiter ausbauen.

Unsere Teamleiterin für den Bereich Heil- und Pflegeberufe Ivonne Dittmar hat sich in den vergangenen Monaten beim Deutschen Steuerberaterverband fortgebildet. Die Prüfung zur Fachberaterin im Gesundheitswesen (DStV) hat Sie erfolgreich absolviert. Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg! Gemeinsam mit ihrem Team betreut Frau Dittmar eine stark wachsende Anzahl von Mandanten aus dem Bereich Gesundheitswesen von A wie Augenarzt bis Z wie Zahnarzt. Aber nicht nur Ärzte auch Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Medizinische Versorgungszentren vertrauen der steuerlichen Fachkompetenz im Gesundheitswesen bei Ruschel & Collegen.

Businessworkshop Kooperation oder Korruption im Gesundheitswesen

Am 15.06.2017 laden wir gemeinsam mit der Rechtsanwaltskanzlei Spilker & Collegen zu unserem nächsten Businessworkshop ein. Ab 9:00 Uhr referieren Steuerberaterin Ivonne Dittmar (Fachberaterin für das Gesundheitswesen (DStV)) und Rechtswalt Dr. Matthias Fertig (Fachanwalt für Medizinrecht) zum Antikorruptionsgesetz. Aktuelle rechtliche und steuerliche Betrachtungen, speziell im Gesundheitswesen, stehen bei dieser Veranstaltung im Fokus.

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir wie gewohnt zu einem Imbiss ein. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu ausgesuchten Brennpunktthemen aus den Bereichen des Medizinrechts und der Besteuerung im Gesundheitswesen zu stellen.

Wir freuen uns, Sie im Businessloft, Spielbergtor 19b in Erfurt begrüßen zu dürfen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Für unsere Planung bitten wir jedoch um eine verbindliche Anmeldung bis 14.06.2017 per Telefon (0361-340 66 21) oder E-Mail (workshop@ruschel-collegen.de).

Azubis ehrenamtlich unterwegs

Wie in jedem Jahr unterstützten wir auch 2017 den Verein City Management Erfurt e.V. bei der Durchführung des traditionellen Erfurter Entenrennens. In diesem Jahr fand das Familienevent am 14. Mai statt. Unsere Auszubildenden Janine Hubl und Lisa Bärwolff halfen begeistert bei der Annahme der Enten im Luisenpark mit.

Viele schöne und vielfältig kreative Enten schwammen auf der Gera dem Ziel Krämerbrücke entgegen. Die Besitzer der 100 schnellsten Enten durften sich über attraktive Preise des Veranstalters freuen.

Keine Besteuerung der privaten Kfz-Nutzung bei Fahruntüchtigkeit

Ist ein Arbeitnehmer durch eine schwere Erkrankung fahruntüchtig, ist für die Zeit, in der er aus diesem Grund seinen Dienstwagen nicht fahren kann, kein geldwerter Vorteil im Rahmen der 1 %‑Regelung zu versteuern. Das gilt zumindest dann, wenn das Fahrzeug auch keinem anderen Dritten, z. B. dem Ehepartner des Arbeitnehmers, zur privaten Nutzung zur Verfügung stand. So entschied das Finanzgericht Düsseldorf.

Die Möglichkeit, einen Dienstwagen unentgeltlich zu privaten Zwecken zu fahren, führt bei Arbeitnehmern zu einem geldwerten Vorteil. Dieser ist steuerpflichtig und führt zu Beiträgen in der gesetzlichen Sozialversicherung. Der Vorteil ist monatlich zu berechnen. Wird dem Arbeitnehmer ein ärztliches Fahrverbot erteilt, ist für jeden vollen Kalendermonat, in dem das Fahrverbot gilt, keine Privatnutzung zu versteuern. Eine zeitanteilige Aufteilung innerhalb eines Monats kommt aber nicht in Betracht.

Der Bundesfinanzhof sah dies in 2013 anders.

Zweiter Börsengang der Telekom: Keine Täuschung der Kapitalanleger

Der Bundesgerichtshof hat in einem Kapitalanleger‑Musterverfahren einen Musterentscheid des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main bestätigt, in dem dieses Fehler im Prospekt zum zweiten Börsengang der Telekom verneint hat. Insbesondere berichtet der Prospekt zutreffend und vollständig über das Immobilienvermögen der Deutschen Telekom AG mit mehr als 12.000 Grundstücken und etwa 33.000 baulichen Anlagen, dessen Wert im Prospekt auch nicht wesentlich zu hoch angegeben war.

Der Prospektfehler, den der Bundesgerichtshof in einem anlässlich des dritten Börsengangs der Deutschen Telekom AG herausgegebenen Verkaufsprospekt festgestellt hat, betraf einen zeitlich nachfolgenden Geschäftsvorfall. Dieser spielte im Prospekt zum zweiten Börsengang noch keine Rolle.

Damit steht für alle Ausgangsverfahren bindend fest, dass aus den betreffend den Prospekt des zweiten Börsengangs gerügten Unvollständigkeiten und Unrichtigkeiten keine Prospekthaftungsansprüche und keine deliktischen Schadensersatzansprüche hergeleitet werden können.

Umkleidezeit für besonders auffällige Dienstkleidung als Arbeitszeit

Eine Arbeitgeberin des öffentlichen Personennahverkehrs begehrte vor Gericht die Feststellung, dass Umkleide- und Wegezeiten des Fahrpersonals zwischen dem Fahrzeug und dem Betriebshof keine Arbeitszeiten sind und dem Betriebsrat hier keine Mitbestimmungsrechte zustehen.

Zu Unrecht, wie das Bundesarbeitsgericht befand. Diese Zeiten gehören zur vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung und damit zur betrieblichen Arbeitszeit, wenn das Umkleiden einem fremden Bedürfnis dient und nicht zugleich ein eigenes Bedürfnis erfüllt. Das ist jedenfalls dann der Fall, wenn über die Dienstkleidung die Möglichkeit einer Zuordnung zum Arbeitgeber besteht und eine Umkleidemöglichkeit im Betrieb genutzt wird. Zur Arbeitszeit zählt dann auch das Zurücklegen des Wegs von der Umkleide- zur Arbeitsstelle. Anders ist es, wenn die Arbeitnehmer sich entscheiden, die Dienstkleidung nicht im Betrieb, sondern zuhause an- und abzulegen. Dann ist das Tragen der Dienstkleidung auf dem Weg nicht ausschließlich fremdnützig.

Lediglich technische Bearbeitung von Schecks, Überweisungen oder Lastschriften durch ein Kreditinstitut für andere Kreditinstitute unterliegt dem Umsatzsteuerregelsatz

Die Umsätze im Zahlungs- und Überweisungsverkehr sind von der Umsatzsteuer befreit. Dazu müssen sie die spezifischen und wesentlichen Funktionen dieser Dienstleistung erfüllen. Bei Überweisungen ist das nach Auffassung des Bundesfinanzhofs ein Vorgang, der in der Ausführung eines Auftrags zur Übertragung einer Geldsumme von einem Bankkonto auf ein anderes besteht. Eine rein technische Leistung (wie das Einlesen der Datenträger) erfüllt diese Voraussetzung nicht, wenn alle Entscheidungen über die Ausführung der Umsätze nicht von dem Dienstleistungserbringer, sondern von dem Kreditinstitut vor Ort oder (bei Schecks) von der Empfängerbank getroffen werden.

Rechtswidrige Mitnahme von Unterlagen durch die Steuerfahndung im Rahmen einer Hausdurchsuchung

Eine Hausdurchsuchung kann bei einem einer Straftat hinreichend Verdächtigten u. a. durchgeführt werden, wenn zu vermuten ist, dass die Durchsuchung dem Auffinden von Beweismitteln dient. Hausdurchsuchungen werden durch einen Richter, bei Gefahr im Verzug auch durch die Staatsanwaltschaft angeordnet.

Das Finanzgericht Köln hatte über folgenden Fall zu entscheiden: Gegen einen der Bestechung und Bestechlichkeit Verdächtigten erging ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss. Die Durchsuchung sollte der Auffindung und Sicherstellung von Beweismitteln im nicht rechtsverjährten Tatzeitraum ab 2007 dienen. An der Durchsuchung nahmen auch zwei Beamte des Finanzamts für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung teil. Diese leiteten während der Durchsuchung das Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung für die Jahre 2006 bis 2010 ein. Es wurden zwei Quittungsblöcke der Jahre 2002 bis 2005 aufgefunden und beschlagnahmt. Mit dieser Beschlagnahme war der Verdächtigte nicht einverstanden, weil die Quittungen nur Sachverhalte außerhalb des strafrechtlich relevanten Zeitraums betrafen.

Das Finanzgericht folgte dieser Auffassung und entschied, dass die Beschlagnahme der Quittungsblöcke rechtswidrig war und verpflichtete das Finanzamt, diese Unterlagen herauszugeben. Beschlagnahmungen sind nicht mehr zulässig, wenn eindeutig Strafverfolgungsverjährung eingetreten ist.

Zudem stellte das Finanzgericht fest, dass Steuerfahndungsprüfer nicht an Hausdurchsuchungen teilnehmen dürfen, die im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens ohne steuerstrafrechtlichen Bezug durchgeführt werden, wenn sie vorher schon in gleicher Sache wegen Steuerhinterziehung ermittelt haben.

Keine Ersatzerbschaftsteuer bei einer nichtrechtsfähigen Stiftung

Das Vermögen von Stiftungen, die wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmten Familien errichtet wurden (Familienstiftungen) unterliegt im Abstand von 30 Jahren beginnend mit dem Zeitpunkt des ersten Übergangs von Vermögen auf die Stiftung der Erbschaftsteuer (Ersatzerbschaftsteuer). Hintergrund dieser Regelung ist, Gestaltungen zur Vermeidung von Erbschaftsteuer zu unterbinden. Da an einer Stiftung keine Beteiligung bestehen kann, die vererbt und dann versteuert wird, wird alle 30 Jahre ein Erbgang fingiert.

Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass die Ersatzerbschaftsteuer nur von Familienstiftungen zu zahlen ist, die rechtsfähig sind. Bei einer nichtrechtsfähigen Stiftung ist ein Treuhänder Träger des Stiftungsvermögens. Da das Vermögen der Stiftung dem Treuhänder gehört, kann es nicht bei der Stiftung mit Erbschaftsteuer belegt werden.