Digitalisierung – Was steckt dahinter?

Der Begriff der Digitalisierung hat mehrere Bedeutungen. Er kann die Nutzung von digitalen Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen, die Umwandlung in elektronische Medien oder auch die Autonomisierung, Flexibilisierung und Individualisierung bedeuten. So schließt Digitalisierung auch die digitale Nutzung digitaler Daten ein.

Die Digitalisierung hat bereits zu verschiedenen Umwälzungen geführt. Angefangen von der Vereinfachung von Kopier- und Distributionsmöglichkeiten bis hin zur Veränderung der Arbeitswelt. Entwicklungen wie das Internet der Dinge und der 3D-Druck, Künstliche Intelligenz (KI), Big Data und Cloud Computing erlauben vorher nicht gekannte Aktivitäten und Analysen. Neue Ein- und Ausgabegeräte und neue Verfahren wie die Datenbrille bzw. die Virtual-Reality-Brille und die Gestensteuerung transformieren Büroraum und Werkbank.

Ein Grund für die Digitalisierung analoger Inhalte ist die Langzeitarchivierung. Analoge Inhalte verlieren mit jedem Kopiervorgang an Qualität. Digitale Inhalte bestehen hingegen aus diskreten Werten, die entweder lesbar und damit dem digitalen Original gleichwertig sind, oder nicht mehr lesbar sind, was durch redundante Abspeicherung der Inhalte beziehungsweise Fehlerkorrekturalgorithmen verhindert wird. Der Platzbedarf zur Speicherung ist deutlich geringer als der bei physischer Lagerung.

In den betrieblichen Abläufen eines Unternehmens ermöglicht die Digitalisierung eine Effizienzsteigerung und damit eine Verbesserung ihrer Wirtschaftlichkeit. Der Grund hierfür ist, dass Betriebsabläufe durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik schneller und kostengünstiger abgewickelt werden können als dies ohne Digitalisierung möglich wäre. Es lassen sich beispielsweise Briefe, die Sie in physischer Form erhalten, einscannen und per E-Mail verteilen.

Diesen Effizienzsteigerungen stehen neben hohen Investitionen in zukünftige Technologien auch erhöhte Aufwendungen im Bereich der urheberrechtlichen Absicherung, der hohen Sicherheit der Datenübertragung und der großen Zuverlässigkeit der Computeranlagen entgegen.

Durch die Digitalisierung von Geschäftsprozessen verschieben sich die Prozesse weg von der manuellen Erfassung hin zur automatischen Verarbeitung und führen dazu, dass frei werdende Zeiten für neue Geschäftsfelder, Problemlösungen oder die Konzentration auf Kernkompetenzen genutzt werden können.

In Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerbüro sind elektronisches Belegbuchen, elektronische Rechnungen, elektronischer Bescheid und Bescheidabgleich und Steuerkonto online bereits heute im Einsatz.

Zukünftig werden sich Arbeitsprozesse bei Ihnen, in Ihrem Steuerbüro wie auch in der Zusammenarbeit ändern. Beispielsweise bei der Bereitstellung der laufenden Belege. Werden bisher Pendelordner in Papier bspw. zu Beginn des folgenden Monats übergeben, vergeht bis zum Rücklauf und Klärung von Rückfragen ein nicht unerheblicher Zeitraum. Dadurch können erstellte Auswertungen bereits veraltet oder sogar unbrauchbar sein.

Hier können sie die elektronische Erfassung und Bereitstellung der Belege bei sich neu strukturieren und Ihrem Steuerbüro elektronisch zur Verfügung stellen. Originale verbleiben bei Ihnen und Ihre interne Ablagestruktur bleibt unverändert bzw. ein Umsortieren von Belegen entfällt. Die Bereitstellung an Ihr Steuerbüro kann in kürzeren Perioden erfolgen (wöchentlich/täglich) und erfolgt ohne Zeitverlust durch Transport. Dies ermöglicht Rückfragen und Auswertungen zeitnaher zur Verfügung zu stellen und unternehmerische Prozesse optimaler zu unterstützen.

Weitere Vorteile der digitalen Zusammenarbeit sind in der Anlagenbuchführung, in der Lohnbuchhaltung, im Mahnwesen oder sogar im Zahlungsverkehr sofort möglich.

Sollten Sie Fragen zur Einführung oder Optimierung von digitalen Geschäftsprozessen oder zum Ablauf haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Aktion „Weitersagen!“ geht weiter

Vor einem Jahr haben wir die Aktion „Weitersagen!“ ins Leben gerufen und möchten diese in 2017 fortsetzen. Die positive Resonanz bestätigt uns: Mandanten, die wir mit unseren Steuerberatungsdienstleistungen überzeugen konnten, sind zugleich wirksame Marketingunterstützer. Deshalb freuen wir uns über jede Form der Mandatsempfehlung. Und für jede erfolgreiche Weiterempfehlung möchten wir uns bei Ihnen mit Präsenten verschiedener, regionaler Anbieter bedanken:

  • Biokiste „Immer satt“ der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft e.G., Weimar
  • Speiseöle und Reformhausprodukte der Erfurter Ölmühle Werner Fischer GmbH, Erfurt
  • Sonntagsbrunch im Café Lobenstein, Erfurt

Bitte sprechen Sie uns direkt an, wenn Sie uns weiterempfohlen haben oder senden Sie uns eine kurze E-Mail. Denn wir möchten uns mit dieser Aktion ausdrücklich bei Ihnen für Ihre Empfehlung bedanken!

Übrigens: Sprechen Sie uns bitte auch an, wenn unsere Leistungen nicht Ihren Erwartungen entsprechen und nutzen Sie die Teilnahmemöglichkeiten an unserer Zufriedenheitsumfrage im Monat März 2017. Wir stehen Ihren Verbesserungsvorschlägen und Hinweisen offen gegenüber. Nur so geben Sie uns die Chance, unsere Qualität zu verbessern.

Mandanteninformationsveranstaltung am 16. März 2017

Auch in diesem Jahr laden wir unsere Mandaten und Geschäftspartner zu einer Informationsveranstaltung speziell für gemeinnützige Organisationen ein. Gern begrüßen wir Sie am 16.03.2017 um 17:00 Uhr in der Rotunde des Sparkassen-Finanzzentrums in Erfurt. Sie erreichen das S-Finanzzentrum mit der Straßenbahnlinie 2 oder 4 bzw. mit dem PKW über die Bonifaciusstraße.

Wir freuen uns, Herrn Dieter Bauhaus (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Mittelthüringen) als Gastreferent begrüßen zu dürfen. In seiner ehrenamtlichen Funktion als Vorstand des Vereins „Freunde der BUGA 2021“ wird er über die Chancen des Bundesgartenschauprojektes für Erfurt und die Region berichten. Herr Dr. Dieter Ehrle (Rechtsanwalt) wird als weiterer Referent über die Durchführung und den Ablauf von Mitgliederversammlungen in Vereinen informieren. Wie gewohnt wird Annette Sachse (Steuerberaterin) mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Gemeinnützigkeitsrecht sowie einem Blick hinter die Kulissen bei Ruschel & Collegen die Veranstaltung abrunden.

Im Nachgang laden wir Sie wieder zu einem Imbiss ein. Dabei können Sie auch direkt fachliche Fragen mit unseren kompetenten Mitarbeitern an vier Thementischen diskutieren.

Zufriedenheitsumfrage

Unsere Steuerberatungsgesellschaft möchte Ihnen den bestmöglichen Service und eine hochqualitative Dienstleistung garantieren. Damit wir unsere Leistung dahingehend optimieren können, möchten wir Sie nach Ihrer Meinung über uns fragen.

Anfang März werden wir Ihnen deshalb einen Fragebogen zusenden. Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um die Fragen zu beantworten. Den Fragebogen können Sie mit dem beiliegenden Rückumschlag portofrei an uns zurücksenden. Zeitgleich mit dem Versand der Fragebögen wird auch ein Link zur Online-Umfrage auf unserer Internetseite www.ruschel-collegen.de freigeschaltet.

Ihre offenen und ehrlichen Antworten helfen uns, unsere Stärken zu erkennen, aber vor allem auch die Bereiche aufzudecken, in denen wir uns verbessern könnten. Natürlich ist die Teilnahme an der Befragung absolut freiwillig und anonym.

Wir werden die Ergebnisse anschließend auswerten und konkrete Aktivitäten in Angriff nehmen, um erkannte Problembereiche zu verbessern und unsere Betreuung noch mehr an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Vielen Dank im Voraus, dass Sie sich die Zeit zum Ausfüllen des Fragebogens nehmen. Sie helfen uns damit, unser Angebot stetig zu verbessern. Ihre Zufriedenheit ist unser höchstes Anliegen und wir sind Ihnen für Ihre Meinung sehr dankbar.

Urheberrechtsverletzung durch Setzen eines Hyperlinks

Nach einem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) stellt das Setzen eines Hyperlinks auf eine Website zu urheberrechtlich geschützten Werken, die ohne Erlaubnis des Urhebers auf einer anderen Website veröffentlicht wurden, keine „öffentliche Wiedergabe“ dar, wenn dies ohne Gewinnerzielungsabsicht und ohne Kenntnis der Rechtswidrigkeit der Veröffentlichung der Werke geschieht. Werden diese Hyperlinks dagegen mit Gewinnerzielungsabsicht bereitgestellt, ist die Kenntnis der Rechtswidrigkeit der Veröffentlichung auf der anderen Website zu vermuten.

Der Gerichtshof betont in seiner Entscheidung, dass die Mitgliedstaaten nach der einschlägigen Unionsrichtlinie sicherzustellen haben, dass den Urhebern das ausschließliche Recht zusteht, die öffentliche Wiedergabe ihrer Werke zu erlauben oder zu verbieten. Eine öffentliche Wiedergabe liegt vor, wenn der Nutzer in voller Kenntnis der Folgen seines Verhaltens handelt, um seinen Kunden Zugang zu einem geschützten Werk zu verschaffen, seine Tätigkeit sich an eine unbestimmte Zahl potentieller Leistungsempfänger richtet und Erwerbszwecken dient.

Defekte Telefonleitung berechtigt zur Mietminderung

Das Landgericht Essen hatte darüber zu befinden, ob eine defekte Telefonleitung einen zur Mietminderung berechtigenden Mangel der angemieteten Wohnung darstellt, oder ob es sich lediglich um eine unerhebliche Tauglichkeitsbeeinträchtigung handelt, die eine Minderung ausschließt.

Nach der gesetzlichen Definition liegt ein Mangel vor, wenn der vertraglich vorausgesetzte Gebrauch beeinträchtigt ist. Was hierunter zu verstehen ist, richtet sich nach den Vereinbarungen der Parteien sowie nach der Verkehrsanschauung. Nach Auffassung des Gerichts umfasst der vertragsgemäße Gebrauch von zu Wohnzwecken vermieteten Räumen auch die Möglichkeit des Telefonierens über eine Festnetzleitung. Denn zum Wohnbedarf zählt grundsätzlich alles, was zur Benutzung der gemieteten Räume als existenziellem Lebensmittelpunkt des Mieters in allen seinen Facetten und allen seinen Bedürfnissen gehört. Dabei ist es unerheblich, wie es zu der defekten Telefonleitung gekommen ist. Die Mietminderung tritt kraft Gesetzes ein, unabhängig davon, ob der Vermieter den Mangel zu vertreten hat. Der Höhe nach hat das Gericht eine Minderung von 10 % für gerechtfertigt gehalten.

Anschaffungsnahe Herstellungskosten liegen auch bei Austausch von Heizkörpern vor

Zu den nur abschreibungsfähigen Herstellungskosten eines Gebäudes gehören die Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden, wenn diese Aufwendungen ohne die Umsatzsteuer 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Zu diesen sog. anschaffungsnahen Herstellungskosten gehören nicht die Aufwendungen für bestimmte Erweiterungen des Gebäudes und die Aufwendungen für Erhaltungsarbeiten, die jährlich üblicherweise anfallen.

Der Austausch von Heizkörpern gehört nach einem Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf nicht zu den jährlich üblicherweise anfallenden Erhaltungsarbeiten. Sie sind bei der Ermittlung der maßgeblichen 15 %‑Grenze einzubeziehen. Das Finanzgericht stellt ferner klar, dass auch Aufwendungen für die Beseitigung schon bei Erwerb vorhandener verdeckter Mängel bei der Ermittlung zu berücksichtigen sind. Das gleiche gilt für nach dem Erwerb auftretende altersübliche Defekte des Gebäudes.

Wechselschichtzulage für Nachtarbeit eines Bundespolizisten kann steuerfrei sein

Zuschläge für tatsächlich geleistete Nachtarbeit sind in bestimmten Grenzen steuerfrei. Das Niedersächsische Finanzgericht musste über den Fall eines Beamten der Bundespolizei entscheiden, der für jede in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr gearbeitete Stunde 2,40 € Zulage für Wechselschichten nach der Erschwerniszulagenverordnung erhielt. Das Finanzamt meinte, die Zulage sei steuerpflichtig, weil sie für Wechselschichten und nicht für Nachtarbeit gezahlt worden sei. Das Gericht sah das anders. Die Zulagen seien zwar dem Namen nach für Wechselschichten gezahlt, tatsächlich aber nach der geleisteten Nachtarbeit berechnet worden.

Der Bundesfinanzhof (BFH) muss abschließend entscheiden.

Tipp:
In den Lohnabrechnungen der Bundespolizisten sind die Zulagen steuerpflichtig behandelt worden. Gegen die Einkommensteuerbescheide sollte deshalb in entsprechenden Fällen Einspruch eingelegt werden. Unter Hinweis auf die Anhängigkeit des Verfahrens beim BFH ruht das Einspruchsverfahren bis zur endgültigen Entscheidung.

Vermeidung privater Veräußerungsgeschäfte durch Wohnungsüberlassung an Kinder nur, solange Kinderfreibetrag gewährt wird

Wird ein Grundstück des Privatvermögens innerhalb von zehn Jahren nach Anschaffung verkauft, liegt ein sog. privates Veräußerungsgeschäft vor, das zu steuerpflichtigen Einkünften führen kann. Dies gilt nicht, wenn ein bebautes Grundstück im Zeitraum zwischen Anschaffung bzw. Fertigstellung des Gebäudes und der Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Eine solche Selbstnutzung wird auch dann angenommen, wenn die Wohnung einem Kind überlassen wird, für das ein Kinderfreibetrag gewährt wird. Sobald kein Kinderfreibetrag mehr gewährt wird, liegt nach Auffassung des Finanzgerichts Baden-Württemberg keine Selbstnutzung mehr vor.

Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.

Hinweis:
Für die Berechnung des Zehn-Jahres-Zeitraums ist in Fällen der Bebauung der Anschaffungszeitpunkt des Grund und Bodens maßgebend.

Beispiel:

Lösung:
Es liegt kein privates Veräußerungsgeschäft vor, weil der Zehn-Jahres-Zeitraum abgelaufen ist.

Häusliche Pflege ist auch bei Betreuung durch nicht besonders ausgebildetes Personal als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig

Die Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für Pflegeleistungen hängt nicht davon ab, dass diese Leistungen von besonders qualifizierten Pflegekräften erbracht werden. Aufwendungen für die Grundpflege sind voll, solche für die hauswirtschaftliche Versorgung für die Dauer des bescheinigten täglichen Unterstützungsbedarfs abziehbar. So sieht es jedenfalls das Finanzgericht BadenWürttemberg.

Eine nach Pflegestufe II Pflegebedürftige hatte eine in Polen ansässige Dienstleistungsfirma mit der Pflege beauftragt. Im Rahmen dessen wurde sie ganztägig durch polnische Betreuungskräfte zu Hause versorgt. Das Finanzamt berücksichtigte diese Kosten lediglich als haushaltsnahe Dienstleistungen mit dem Höchstbetrag von 4.000 €. Das Gericht dagegen bejahte den höheren Abzug der Pflegeaufwendungen nach Kürzung um das erhaltene Pflegegeld. Als angemessenen Anteil ermittelte das Gericht im Urteilsfall eine Quote von 66,5 % der Gesamtkosten. Darin enthalten waren teilweise auch die Kosten für die hauswirtschaftliche Versorgung.