Intelligente Druckertechnik im Einsatz

Datenschutz ist gerade in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung ein wichtiges Thema. Und das nicht nur in der „digitalen“, sondern auch in der „gedruckten“ Welt. Deshalb setzen wir bei unserem turnusmäßigen Druckertausch inzwischen auf die neue „Follow2Print“-Technologie. Mit dieser Technologie wird der Ausdruck erst gestartet, wenn sich der jeweilige Mitarbeiter mit seinem persönlichen Transponder am Gerät authentifiziert hat. Die ungewollte Vermischung von Ausdrucken verschiedener Mitarbeiter gehört somit der Vergangenheit an.

Azubi Sakia Löwig nutzt Follow"Print am neuen TA 5006 ci
Azubi Saskia Löwig nutzt „Follow2Print“ am neuen TA 5006 ci

Gerade in der Wirtschaftsprüfung können einzelne Druckaufträge sehr umfangreich sein. Wenn beispielsweise 100-seitige Prüfberichte in mehreren Ausfertigungen gedruckt werden, kann der Drucker schon mal eine halbe Stunde am Stück beschäftigt sein. Während dieser Zeit waren bisher alle anderen Druckaufträge in der Warteschlage. Und auch hier zeigt sich ein weiterer Vorteil der neuen Drucker Technologie: Denn parallel eingehende Druckaufträge anderer Kollegen können mit dem Transponder jetzt einfach an einem weiteren Gerät im Büro abgeholt werden.

Weihnachtszeit ist Spendenzeit

Alljährlich steigt in der Weihnachtszeit die Bereitschaft, für einen guten Zweck zu spenden. Da ist es wichtig zu wissen, worauf man als Spender achten muss, um in den Genuss des steuerlichen Vorteils zu kommen. Wichtigstes Dokument dafür ist das Original der Zuwendungsbestätigung (auch Spendenbescheinigung genannt). Ausgestellt werden darf diese nur durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (Stadt, Schule, etc.) oder eine gemeinnützige mildtätig oder kirchliche Einrichtung.

bild2Als Spender sollte man darauf achten, dass auf der Zuwendungsbestätigung die Steuernummer und das Finanzamt der ausstellenden Einrichtung enthalten sind. Außerdem darf das angegebene Datum des aktuellen Freistellungsbescheides nicht älter als 5 Jahre bzw. das Datum des Bescheides nach § 60a Abgabenordnung nicht älter als 3 Jahre sein. Bei Sachspenden muss der Spender der ausstellenden Einrichtung zwingend Angaben zu Kaufpreis, Alter und Zustand des gespendeten Gegenstandes machen, damit die Einrichtung den Wert ordnungsgemäß bescheinigen kann.

Für Unternehmen, die spenden möchten, ist wichtig zu wissen, dass mit der Spende keine Werbung durch die steuerbegünstigte Körperschaft verbunden sein darf. Ist dies gewollt, muss dafür statt einer Zuwendungsbestätigung eine Sponsoring-Rechnung ausgestellt werden.

Viele Spender möchte wissen, wie ihre Spenden verwendet werden. Die Bürgerstiftung Erfurt geht in diesem Jahr einen neuen Weg bei der Verwendung von Spendengeldern. Neben der Förderung konkreter Initiativen und Projekte für eine nachhaltige Entwicklung in Erfurt soll das Erfurter SpendenParlament auch ehrenamtliches Engagement, persönliche Verantwortungsbereitschaft und demokratische Teilhabe fördern.

Die Idee, Spender in einem demokratischen Verfahren über die Vergabe ihrer Spenden entscheiden zu lassen, ist relativ jung und neu für Erfurt. Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens will die Bürgerstiftung diese Idee in Erfurt etablieren und zum Erfolg führen.

Simone Rau, Mitarbeiterin im Team Sekretariat/Kanzleiorganisation bei Ruschel & Collegen, gehört zu den drei ersten Spendenparlamentariern. Sie weiß: Der Aufbau und die Entwicklung des Erfurter Spendenparlaments erfordert ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement. Gemeinsam mit weiteren Parlamentariern sucht sie „Spendierhosenträger“, die die BürgerStiftung Erfurt beim Start des Projektes unterstützen und bei der erfolgreichen Umsetzung begleiten wollen.

Die Bürgerstiftung fördert und vernetzt Engagements von Bürgern in Verbindung mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Erfurt. Zusammen wollen die Spendenparlamentarier, auch mit kleinen Geldbeträgen, mehr bewegen und Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.erfurter-spendenparlament.de.

Neues Gesicht bei Ruschel & Collegen

c_brennecke-kopieSeit wenigen Wochen hat unser internes Team „Kanzleiorganisation“ personelle Verstärkung bekommen. Frau Christiane Brennecke hat administrative Aufgaben im Bereich Personalmanagement sowohl bei der Ruschel & Coll. Steuerberatungsgesellschaft als auch bei der Ruschel Audit & Consulting Wirtschaftsprüfungsgesellschaft übernommen.

Frau Brennecke hat zuvor bei der IHK die Ausbildung zur Fachkraft für Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Personaldienstleistung abgeschlossen. Aufgrund der ihr übertragenen internen Aufgaben, wird Frau Brennecke selten direkten Kontakt zu unseren Mandanten haben. Trotzdem freuen wir uns, Ihnen auch neue Kollegen hinter den Kulissen in der SteuerBar vorstellen zu können.

Großes Interesse am BilRUG-Businessworkshop

Am 27.Oktober konnten wir zahlreiche Mandanten zu unserem Businessworkshop rund um das Thema „Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz“ (BilRUG) begrüßen. Unsere Steuerberater Christian Ruschel und Steffi Lorenz präsentierten an Hand zahlreicher Praxisbeispiele, welche Auswirkungen das BilRUG auf die Jahresabschlüsse ab dem Jahr 2016 hat. Aber nicht nur die bilanziellen Wirkungen wurden gezeigt, sondern auch die Auswirkungen auf verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Insbesondere der zweite Punkt erweckte bei den anwesenden Gästen von Banken und Sparkassen großes Interesse! Beim anschließenden Frühstücksbuffet wurde interessiert weiter über das Thema diskutiert.

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Im Frühjahr 2017 laden wir zum nächsten Businessworkshop ein. Dann widmen wir uns den aktuellen Änderungen durch die im Oktober von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Erbschaftsteuerreform. Diese Veranstaltung werden wir gemeinsam mit der Erfurter Rechtsanwaltskanzlei Spilker & Collegen durchführen und in diesem Zusammenhang auch die europäische Erbrechtsreform beleuchten.

Azubis wollen hoch hinaus

Wie in jedem Jahr organisierten unsere Auszubildenden und Studierenden ein Teamevent mit sportlichem Rahmenprogramm. Dieses Mal ging es in der Erfurter Kletterhalle „Nordwand“ hoch hinaus. Nachdem die Bürokleidung gegen sportliches Kletteroutfit getauscht wurde, gab es eine kurze Einführung. Zur Erwärmung kletterten die Azubis einige Strecken an bis zu 4 Meter hohen Wänden ohne Sicherung. Danach ging es, gesichert mit Klettergurt und Seil, an die hohen Wände. Nach zwei Stunden und unzähligen Aufstiegen, waren unsere Auszubildenden fix und fertig. Erschöpft, aber auch glücklich über das erfolgreiche Bezwingen der Kletterwände, ließen die Azubis den Abend im Cafe Del Sol ausklingen.

Übrigens: Ehrgeiz, Ausdauer und Zielstrebigkeit werden beim Klettern ebenso benötigt wie bei der Berufsausbildung. Jährlich bil

den wir junge Menschen zu Steuerfachangestellten oder Bürokaufleuten aus und begleiten sie zu einem erfolgreichen Berufsabschluss. Für den Ausbildungsstart 2017 suchen wir noch Interessenten! Weitere Informationen zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei Ruschel & Collegen haben wir unter dem Menüpunkt Karriere auf unserer Internetpräsenz bereitgestellt.

Ortsübliche Bruttomiete gilt als Vergleichswert bei verbilligter Überlassung von Wohnraum

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte in einem Fall, der das Jahr 2011 betraf, über den Vergleichsmaßstab einer verbilligten Wohnungsüberlassung zu entscheiden. Im Streitjahr konnten Werbungskosten nur dann uneingeschränkt in voller Höhe abgezogen werden, wenn der Mietpreis mindestens 75 % der ortsüblichen Miete betrug. Bei Mietpreisen darunter war in bestimmten Fällen die Miete in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen. Das hatte zur Folge, dass der Werbungskostenabzug beschränkt war.

Das Finanzgericht Düsseldorf legte im vorangegangenen Verfahren bei dem Vergleich der ortsüblichen Miete mit der tatsächlichen Miete die Netto-Kaltmieten zugrunde. Der BFH, der den Fall abschließend klären musste, folgte dem nicht.

Der BFH hat in seiner Entscheidung auf die ortsübliche Bruttomiete, also die Kaltmiete zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung umlagefähigen Nebenkosten, als Vergleichsgröße abgestellt.

Hinweis: Ab 2012 erfolgt bei einer auf Dauer angelegten Vermietung zu Wohnzwecken eine Kürzung des Werbungskostenabzugs nur, wenn die tatsächliche Miete weniger als 66 % der ortsüblichen Miete ausmacht.

Erleichterter Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge

Mit der Vierten Verordnung zur Änderung der Beschäftigungsverordnung soll der Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge erheblich erleichtert werden.

Flüchtlinge, über deren Antrag auf humanitären Schutz noch nicht entschieden wurde, haben nach drei Monaten Aufenthalt grundsätzlich Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Arbeitserlaubnis wird nur erteilt, wenn keine bevorrechtigten inländischen Arbeitsuchenden für die Beschäftigung zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung) und die Flüchtlinge nicht zu ungünstigeren Bedingungen als vergleichbare deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt werden (Prüfung der Beschäftigungsbedingungen). Die tatsächliche Aufnahme der Beschäftigung ist in der Vergangenheit oftmals an der Vorrangprüfung gescheitert.

Nun soll in 133 von insgesamt 156 Agenturbezirken der Bundesagentur für Arbeit die Vorrangprüfung für drei Jahre ausgesetzt werden. Die verbleibenden 23 Agenturbezirke, in denen weiterhin innerhalb der ersten fünfzehn Monate des Aufenthalts eine Vorrangprüfung bei Asylbewerbern und Geduldeten durchgeführt wird, befinden sich in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern, das vollständig ausgenommen wurde. Die Beschäftigungsbedingungen der Flüchtlinge werden von der Bundesagentur für Arbeit weiterhin in allen Agenturbezirken geprüft.

Durch die bereits bestehende Verknüpfung zwischen dem Verzicht auf die Vorrangprüfung und dem zulässigen Tätigwerden als Leiharbeitnehmerin oder Leiharbeitnehmer können Personen mit einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung für die nächsten drei Jahre in diesen 133 Agenturbezirken auch zu einer Tätigkeit als Leiharbeitnehmerin oder Leiharbeitnehmer zugelassen werden.

Die Verordnung ist seit dem 6. August 2016 in Kraft.

Gutschriftempfänger schuldet unberechtigt ausgewiesene Umsatzsteuer

Wer in einer Rechnung Umsatzsteuer ausweist, obwohl die Lieferung oder sonstige Leistung nicht erbracht wurde (sog. Scheinrechnung), schuldet den ausgewiesenen Umsatzsteuerbetrag. Als Rechnung gilt auch eine Gutschrift. Im Unterschied zur Rechnung, die der (angeblich) leistende Unternehmer ausstellt, stellt die Gutschrift der (angebliche) Leistungsempfänger aus. Erstellt der angebliche Leistungsempfänger mit Wissen des angeblich leistenden Unternehmers eine Gutschrift über eine nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung, schuldet der Gutschriftempfänger die in der Gutschrift ausgewiesene Umsatzsteuer. Dies hat das Finanzgericht München entschieden. Zwar haben sich mittlerweile die gesetzlichen Vorschriften geändert, die Entscheidung gilt aber auch für die derzeitige Rechtslage.

Der in Anspruch genommene Gutschriftempfänger hat Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt, sodass dessen Entscheidung abzuwarten bleibt. Streitig ist die Frage, ob die Grundsätze, die für Scheinrechnungen gelten, auch für Scheingutschriften gelten.

Keine Verrechnung von selbst getragenen Krankheitskosten mit zurückerstatteten Krankenversicherungsbeiträgen

Krankheitskosten sind lediglich als außergewöhnliche Belastung steuerlich zu berücksichtigen. Es ist die zumutbare Belastung zu beachten. Ein Ansatz der selbst getragenen Krankheitskosten als Sonderausgaben ist nicht möglich. Sonderausgaben sind nur Beiträge zu Krankenversicherungen, die zumindest im Zusammenhang mit der Erlangung eines Versicherungsschutzes stehen und folglich der Vorsorge dienen.

In seiner Entscheidung stellt das Finanzgericht Baden‑Württemberg ferner klar, dass zurückerstattete Krankenversicherungsbeiträge in voller Höhe mit den gezahlten Krankenversicherungsbeiträgen zu verrechnen sind. Eine Verrechnung mit selbst getragenen Krankheitskosten lässt das Gericht nicht zu.

Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.

Die regelmäßige Arbeitsstätte einer Streifenpolizistin

Regelmäßige Arbeitsstätte einer Polizistin ist die Polizeiwache, der sie dienstlich zugeordnet ist und auf der sie ihren Dienst verrichtet. Auch wenn die Polizistin den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit außerhalb der Polizeiwache verbringt, rechtfertigt dies nicht die Geltendmachung von Verpflegungsmehraufwendungen und erhöhten Fahrtkosten.

Die Reform des Reisekostenrechts ab 1. Januar 2014 ändert an dieser Beurteilung nichts. Verpflegungsmehraufwendungen können danach regelmäßig erst dann geltend gemacht werden, wenn der Arbeitnehmer mehr als acht Stunden von seiner ersten Tätigkeitsstätte abwesend ist.

Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.

(Quelle: Urteil des Finanzgerichts Münster)